Johannes Selle
CDU
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Frage von puevf mrvfyre an Johannes Selle bezüglich Verwaltung und Föderalismus

# Verwaltung und Föderalismus 18. Mai. 2018 - 13:34

Sehr geehrter Hr. Selle,
eines fragte ich mich schon immer mal:
Welche Motivation haben Sie, für die CDU den Wahlkreis 191: Jena – Sömmerda – Weimarer Land I zu vertreten, wo Sie doch in Sondershausen wohnen. Was treibt Sie an, Interessen einer Region zu vertreten, die im Zweifel mit denen Ihres Wohnortes / Ihrer Wohnregion kollidieren ?

MfG
Chris Zeisler

Von: puevf mrvfyre

Antwort von Johannes Selle (CDU) 15. Juni. 2018 - 13:02
Dauer bis zur Antwort: 3 Wochen 6 Tage

Sehr geehrter Herr Zeisler,

vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit.
Vorausschicken möchte ich, dass weder das Abgeordnetengesetz noch das Bundeswahlgesetz die Wahl des Wohnsitzes der Bundestagsabgeordneten regeln. Prinzipiell kann also jeder deutsche Staatsbürger in jedem Wahlkreis - unter Einhaltung der dafür vorgesehenen Nominierungsschritte und Hürden - als Bewerber um ein Mandat antreten. Für Bundestagsabgeordnete oder Bewerber um ein Mandat gilt deshalb, wie für alle anderen auch, die Niederlassungsfreiheit.
Seit der Bundestagswahl im September 2017 vertrete ich den Wahlkreis 191 - Jena, Sömmerda, Weimarer Land I als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag.
Bereits seit 2009 gehört der Landkreis Weimarer Land und der Landkreis Sömmerda zum Wahlkreis. Nach dem Neuzuschnitt der Thüringer Bundestagswahlkreise im vergangenen Jahr und mit der Unterstützung der CDU – Kreisverbände, habe ich die Kandidatur für den neuen Wahlkreis 191 angenommen und mit Leidenschaft den Wahlkampf geführt.
Bisher ist es nicht zu Interessenskonflikten gekommen. Ich sehe auch nicht, wo diese herkommen könnten. Die Universitätsstadt Jena hat ganz besondere Schwerpunkte, für die ich mich gern einsetze und die mich motivieren. Der Wohnort, den man übrigens auch wechseln kann, spielte bisher keine Rolle.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Selle