Johannes Kahrs
SPD
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Frage von Wnavan Ureznaa an Johannes Kahrs bezüglich Familie

# Familie 11. Sep. 2019 - 14:25

Sehr geehrter Herr Kahrs,

meine Frage bezieht sich auf die Gesetzeslage bezüglich der Halbwaisenrente.
Als Halbwaise hat man nur ein Anrecht auf die Halbwaisenrente , wenn man sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet, einen freiwilligen Dienst absolviert oder sich in einer Übergangszeit von vier Monaten befindet bspw. zwischen zwei Ausbildungen.
Folgende Problematiken entstehen dabei:
Gerade aber traumatische Erfahrungen, die erlebt werden, wenn ein Elternteil plötzlich verstirbt, machen es Kindern nicht leicht bspw. ihr Abitur parallel zu bestehen und sich dann schnellst möglichst eine Ausbildung o.ä. zu suchen.
Zunächst wären eher Therapien o.ä. notwendig, um den Kindern Zeit für die Verarbeitung zu geben.
Kinder, die plötzlich Halbwaisen geworden sind, setzen sich jedoch mit der Frage auseinander ihre eigene Familie und sich selber finanziell abzusichern.
Daraus resultiert, dass diese Kindern irgendeine beliebige Ausbildung anfangen, wobei die Halbwaisen psychisch noch nicht in der Lage sind eine so wichtige Entscheidung in der traumatischen Phase zu tätigen.
Die Familie sollte nach dem Tod eines Elternteils finanziell abgesichert sein. Dieses erfolgt über die Witwenrente und die Halbwaisenrente. Die Halbwaisenrente sind 10% der Versichertenrente, auf die der Verstorbene Anspruch gehabt hätte. Mir ist nicht ersichtlich, warum die Halbwaisenrente an die oben genannten Bedingungen geknüpft ist. Es wäre Geld, was dem Verstorbenen zugestanden hätte. Warum gibt es da eine Einschränkung, die bestimmt wann das Geld gezahlt wird und wann nicht?

Denken Sie nicht, dass es eine Reform bezüglich dieser Gesetzeslage geben sollte?
Es ist notwendig Kinder in dieser Phase unterstützend zur Seite zu stehen, damit sie diesen Einschnitt im Leben aufarbeiten können, um dann gestärkt in eine Ausbildung gehen, die ihnen Spaß bringt. Ich fordere die Aufhebung dieser gesetzlichen Einschränkungen, um Kindern und ihren Familien die finanzielle Sorge abzunehmen.
MfG

Von: Wnavan Ureznaa

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