Jens Spahn
CDU
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Frage von Urvqr Whepmrx an Jens Spahn bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 08. Nov. 2019 - 17:31

Sehr geehrter Herr Spahn,

was halten Sie davon, noch einmal das Thema "selbstbestimmtes Sterben" im Bundestag einzubringen?

Es ist unerträglich, dass sehr alte oder sehr kranke Menschen, die sterben wollen, dafür in die Schweiz fahren, oder sich vom Hochhaus stürzen müssen, wenn sie ihrem Elend ein sicheres Ende bereiten wollen.

Kein Hund muss so leiden, da lässt man den Tierarzt mit der Spritze kommen. Ärzte müssten ja nicht verpflichtet werden, Todeswünsche von sehr kranken Menschen in jedem Fall zu erfüllen. Aber eben so wenig dürften sie für Hilfe diesbezüglich bestraft werden.

Zur Würde des Menschen gehört auch das Recht auf Selbstbestimmung. Für mich ist es unfassbar, dass Politiker sich anmaßen, das verhindern zu wollen und darüber Entscheidungen zu treffen.

Die Gründe dafür sind mir bekannt, aber dem kann man ja vorbeugen, in dem Patienten im Gespräch allein und nach einander mit 2 unabhängigen Ärzten ohne Anwesenheit von Angehörigen solche Wünsche vorbringen können.

Ebenso schlimm scheinen mir Intensivmaßnahmen, wenn es ohnehin aufs Sterben zugeht. Aber da wird liebend gern Kasse gemacht, anstatt mit Morphium diesen Prozess zu verkürzen. Monitor: https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/intensivmedizin-102.html

Können Sie diesbezüglich im Bundestag nicht neue Diskussionen anregen. Es ist doch gräßlich, wenn man schon frühzeitig starke Medikamente horten muss, um im Notfall einen Suizid abzusichern. Und noch schlimmer, wenn es dann doch nicht reicht, und die letzten Wochen/Monate dann noch Hirnschädigungen von den Angehörigen verkraftet werden müssen.

Mit freundlichem Gruß
Urvqr Whepmrx

Von: Urvqr Whepmrx

Antwort von Jens Spahn (CDU)

Sehr geehrte Frau Whepmrx,

haben Sie herzlichen Dank für Ihre Frage über abgeordnetenwatch.de.

Der Kontakt zu den Mitbürgern ist mir persönlich sehr wichtig. Zum direkten Kontakt gehört für mich aber auch, dass mir die wesentlichen Daten - also zumindest der Name, die Anschrift und eine E-Mail-Adresse - meines jeweiligen Gegenübers bekannt sind. Über meine E-Mail-Adresse (jens.spahn@bundestag.de), per Telefax (030-227 76814) oder aber per Post (Platz der Republik 1, 11011 Berlin) besteht jederzeit die Möglichkeit, mit mir Kontakt aufzunehmen.

Täglich wenden sich auf diese Weise zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ihren Anliegen an mein Büro. Dabei bemühe ich mich, diesen schnellstmöglich nachzugehen. Gerne können auch Sie sich mit Ihren Fragen und Anregungen direkt an mein Büro wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Spahn

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