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Frage von Martin H. •

Frage an Ingo Egloff von Martin H. bezüglich Wissenschaft, Forschung und Technologie

Sehr geehrter Herr Egloff!
Ich wende mich an Sie als Mitglied des Wissenschaftsausschusses der Hamburger Bürgerschaft mit folgenden Sorgen:
Viele Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter sind an der Universität mit einer Einstellungssperre für die nächsten Jahre belegt. Besonders kleine Fachbereiche geraten dadurch in Existenz-Schwierigkeiten, da eine effiziente Forschung und Lehre nicht mehr gewährleistet werden kann. Dadurch wird der Wissenschaftsstandort Hamburg ins Abseits gedrängt und Drittmittelgeber sehen weniger Bedarf in die hiesige Forschung zu investieren, was zu einer Art Teufelskreis führt, da dann weitere Kürzungen leichter zu rechtfertigen sind. Können Sie ausschließen, daß es nicht 2009 dann heißt "So wenig wie in Hamburg (mitlerweile) geforscht wird war die Stellen- und Gelder-Kürzung gerechtfertigt" und daß damit die betroffenen Stellen endgültig gestrichen werden?
Können Sie darüber hinaus die Einstellungssperre vor dem Hintergrund von Millionen-Investitionen in die Nano-Technologie in Hamburg ¹ (= industriell profitabel nutzbar im Gegensatz zur Erforschung von Naturkatastrophen zum Beispiel) rechtfertigen?
Mit den besten Wünschen,
Martin Hensch

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Antwort von
SPD

Sehr geehrter Herr Hensch,

die SPD legt besonderen Wert auf die Autonomie der Universität, d.h. Einstellungssperren, vorübergehende Nichtbesetzung von Planstellen etc. ist allein Angelegenheit der Universität. Die Politik ist für die Rahmenbedingungen zuständig und hier hat der CDU-Senat sein Ziel erklärt: weniger Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaften. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion setzt sich für ein ausgewogenes Verhältnis von Geistes- und Naturwissenschaften ein. Sie hat deshalb im November 2004 einen Antrag zum Erhalt der Fächervielfalt an der Universität Hamburg in die Bürgerschaft eingebracht (Drucksache 18/1200). Der Antrag wurde von der CDU abgelehnt.

Die Förderung der Nano-Technologie wird von der SPD nachdrücklich unterstützt. Hierbei handelt es sich um eine Zukunftstechnologie, die zu einem Forschungsschwerpunkt ausgebaut werden soll.

Sollten Sie weitere Fragen hierzu haben, können Sie sich gerne an mich wenden. Ansonsten hilft Ihnen bei dieser Thematik unsere Fachsprecherin für Wissenschaft und Forschung, Frau Barbara Brüning, gerne weiter. Sie erreichen Sie per Mail unter der Adresse barbara.bruening@spd-fraktion-hamburg.de .

Mit freundlichen Grüßen
Ingo Egloff