Hermann Gröhe
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Frage von Urvxr Oenha an Hermann Gröhe bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 18. Dez. 2013 - 19:12

Sehr geehrter Herr Gröhe,

ich schließe mich den Glückwünschen an und gratuliere Ihnen zum Amt des Gesundheitsministers.

Über eine Antwort auf die für chronisch kranke Patienten existentiell wichtige Frage würde ich mich sehr freuen:

Welchen Weg soll ein chronisch kranker Patient einschlagen, damit er eine Therapie bekommt, die für seine Erkrankung nicht im Leistungskatalog verankert ist?

Ein Rechtsanwalt kostet Geld (das vor allem Frührentner zum Beispiel nicht haben) und eigentlich widerspricht das unserem zugesagten Recht auf Unversehrtheit.

Im Beispielfall ist eine Standardtherapie aus medizinischen Gründen kontraindiziert und aufgrund absehbarer Verkürzung der Lebenserwartung, mindestens aber deutlicher Verschlechterung der Lebensqualität, muss unbedingt trotzdem therapiert werden. In diesem Beispielfall existiert sogar ein mögliches Therapieverfahren und hat - auf eigene Kosten und Risiko - schon deutliche Erfolge gezeigt! Um diese Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung für den Menschen zu erhalten, muss die Therapie fortgesetzt werden (Selbstfinanzierung unmöglich), das geschieht aber aus juristischen Gründen nicht. Dem Patienten geht es wieder schlechter.

Der bisher angewandte Nikolausbeschluss greift nicht, weil keine akute Lebensgefahr mehr besteht - Dank der Therapie der Wahl! - und die Krankenkasse lehnt eine Zahlung ab.

Der Beispielpatient bekommt nun also derzeit die Therapie nicht, mit der es ihm besser gehen würde und die seine Lebensqualität deutlich steigern würde. Außerdem wären therapeutische Erfolge ebenso wenig auszuschließen wie bei den von der Kasse übernommenen Therapiemethoden.

Widerspricht das nicht unserem Grundgesetz auf Menschenwürde und Gesundheit? Wie ist Ihre Einschätzung hierzu als neuer Gesundheitsminister?

Über eine Antwort zu dieser Thematik, die sicher viele Menschen betrifft, würde ich mich sehr freuen! Gerne erteile ich Ihnen auf Wunsch auch nähere Informationen.

Freundliche Grüße,
H. Braun

Von: Urvxr Oenha

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