Ich kandidiere aus Notwehr - für bedingungsloses Grundeinkommen und direkte Demokratie
Frigga Wendt
Einzelbewerber
Profil öffnen

Frage von Pnefgra Avrznaa an Frigga Wendt bezüglich Demokratie und Bürgerrechte

# Demokratie und Bürgerrechte 27. Aug. 2017 - 01:17

Liebe Frau Wendt,

mich würde interessieren, warum Sie sich außerhalb und nicht innerhalb einer Partei für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Pnefgra Avrznaa

Von: Pnefgra Avrznaa

Antwort von Frigga Wendt (par...) 27. Aug. 2017 - 11:22
Dauer bis zur Antwort: 10 Stunden 5 Minuten

Lieber Herr Avrznaa,

wenn ich genug Langeweile und Lust auf interne Streitigkeiten habe, um mich daran vielleicht sogar zu bereichern, gründe ich ggf. die "Partei der Nicht-Teamfähigen".

Nun mal im Ernst von meiner Rolle als ihre-spiegelhalterin: Wieso sollte ich Werbung als Handlangerin für andere machen, die ein Thema für ihre Karriere benutzen und alle möglichen Ideologien mit daran kleben (während ich für dieses Thema nicht nur brenne sondern das auch wunderbar für mich benutzen kann ;-))) )?

Mein Einsatz für das BGE ist NICHT auf die Zeit der Wahl beschränkt - ich bin als Lobbyistin für dieses Thema tätig, genau wie als (Selbst)erforscherin dieser Thematik.

Dass ich überhaupt kandidiere und das natürlich für ALLE Themen MEINER WAHL, liegt auch noch daran, dass hier die direkte Demokratie fehlt und nicht nur das Grundeinkommen - mit beiden Werkzeugen in der Tasche würde dieser Job für mich abgehakt sein ;-)

Zur Finanzierung der echten Demokratie möchte ich sogar die Parteien verscherbeln...

Das BGE ist für mich nach wie vor ein partei-, themen- und kulturübergreifender Impuls, für den ich mich seit Jahren vielfältigst und nicht nur sarkastisch engagiere. Die ernsthaft vorgetragenen Gründe zur parteilosen Kandidatur von Bewerbern wie Ralph Boes (2009/2013) sind die gleichen.

Parteien nehmen sich selbst zu wichtig und stehen der Abschaffung von Bevormundung dadurch im Wege. Ohne spiegelhaltende Satire ist da kein Vorankommen. Parteien müssen sich innerlich immer erst selbst überzeugen - ich kann direkt auf die Wählerschaft zugehen, weil ich mit mir einig bin. Ich denke, dass uns keine Partei oder Obrigkeit das BGE "von oben" bringen wird - "gute Obrigkeit" kann nur daran arbeiten, sich selber abzuschaffen und damit den Raum freigeben, in welchem Freigeister wie ich gemeinsam das BGE umsetzen. Das wäre der Beginn einer großen Gesellschaftstherapie, in der wir uns auf das Normale besinnen - auch der egomanischte Kontrollfreak und der
unterwürfigste Kammerdiener.

Nun, jede Partei darf sich grundsätzlich jederzeit von mir Rat einholen, mich als Coach, Lehrerin und Referentin für angewandte Grund- und Menschenrechte anfragen und das auch, wenn sie im Bundestag sitzt und ich vor der Tür stehe. Das dürfen auch Gerichte, Jobcenter und andere Behörden.

Auch jeder Mensch kann mich kontaktieren außerhalb des (Ab)wahl-Werbe-Zirkus, um ernsthafte Impulse für das BGE oder gar das Schenken zu verstärken. Seit Jahren. Sie haben mich hier entdeckt - hätten Sie vor Jahren ohne meine Kandidatur vermutlich nicht...?

besten Gruß und schönen Sonntag,
FriGGa Wendt

Übrigens: Meine Kandidatur ist zwar "nur" eine
Bewusstseinswerbekampagne mit sehr geringer Aussicht die Mehrheit der
Jury für meinen Egotrip zu vereinen, aber das Jobcenter glaubt mir
ansonsten auch nicht, dass ich wirklich eine Unternehmerpersönlichkeit
bin, die ausschließlich als ihr eigener Chef tätig sein kann.

Übrigens 2: Um effektiv WERBUNG zu machen, wäre es für alle Beteiligten hinderlich, mich in eine Partei zu packen oder eine Partei mir unterzuordnen... frei kooperieren dagegen ist mein zweites Standbein - das mich so weit gebracht hat! Daher sehe ich (Ab)Wahlplakate an unseren Laternen (viele recycelt und zur Hälfe überlassen von Direktkandidat Michael Fielsch aus Wahlkreis 75 Berlin Mitte, der genau wie ich gerade von Leistungskürzungen betroffen ist), von Bündnis BGE (leider) noch nicht. Die Bergpartei hat immerhin mindestens eine große "Aufstellwand" ;-)

Übrigens 3: Das "Bündnis BGE" hat von mir - weil dem Ansatz nach
ähnlich auf dem Wahlzettel werbetechnisch unterwegs wie ich -
Unterstützung bei den Zulassungsunterschriften erfahren (1. und 2.
Stimme waren in diesem Wahlsystem noch nie Konkurrenten).

Übrigens 4: Wenn Sie jemand Deutlicheres und Überzeugenderes suchen
als das Potpurri meiner realsatirischen und sozialromantischen Ansätze
als inzwischen preisgekrönte "Turboloserin", wählen Sie den Kandidaten
GROG!