Elisabeth Winkelmeier-Becker
CDU
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Frage von Urytn Urlqg an Elisabeth Winkelmeier-Becker bezüglich Familie

# Familie 05. Sep. 2005 - 07:20

Was wollen Sie unternehmen, um die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Familie und Beruf endlich durchzusetzen? Damit meine ich v.a. daß Männer tatsächlich Elternzeit nehmen können (müssen/sollten), und damit eine echte Chancengleichheit von Frau und Mann im Beruf entsteht?

Von: Urytn Urlqg

Antwort von Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU)

Sehr geehrt Frau Heydt,

Wie die Aufgabenverteilung unter den Eltern vorgenommen wird, möchte ich den Eltern selbst überlassen und hier keinen Zwang ausüben. Bei der Aufteilung der Elternzeit sind auch z.B. die Einkommensverhältnisse beider Eltern zu berücksichtigen. Manchmal ist es so, dass auf das Einkommen der Frau im Austausch gegen Erziehungsgeld besser verzichtet werden kann, als auf das des Mannes. Eine Begrenzung der Bezugszeit für die Mutter auf die Hälfte der Elternzeit könnte dann dazu führen, dass die andere Hälfte gar nicht in Anspruch genommen wird; es können auch andere individuelle Gründe gegen eine solche Aufteilung sprechen. Ich denke, das Bemühen um faktische Umsetzung der Gleichbereichtigung muss an anderer Stelle stattfinden, vor allem bei der gleichwertigen Ausbildung der Frauen, die dann auch gleiche Erwerbseinkommen erzielen können. Wichtig ist auch, dass in den Betrieben Berufsnachteile nach der Unterbrechung der Berufstätigkeit wegen der Kindererziehung abgebaut und die in der Familienarbeit erworbenen praktischen Qualifikationen auch im Berufsleben anerkannt werden. Das kommt den Müttern zugute, die bislang überwiegend die Elternzeit wahrnehmen, setzt aber auch einen Anreiz für Männer, diese Möglichkeit selbst in Anspruch zu nehmen.

Freundliche Grüße,
Lisa Winkelmeier-Becker