Dr. Rolf Mützenich
SPD
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Frage von Naqernf Tbyqnh an Dr. Rolf Mützenich bezüglich Arbeit

# Arbeit 31. Aug. 2005 - 11:19

Guten Tag,
ich bin sehr enttäuscht darüber, das scheinbar Politiker nur zu Wahlzeiten um Kontakt zum "Volke" benmüht sind.
Bei mir selbst, ich bin 38, und allen Bekannten und Freunden die ich gefragt habe hat sich noch nie ein Politiker vorgestellt.
Ich wohnte bis dato in Essen, in Marmagen und seit 7 Jahren in Köln, überall gleich.
Mein Wunsch ist, das auch in Nicht-Wahlzeiten hier ein proaktiver Kontakt vom Volksvertreter zum Wähler stattfindet. Warum werden nur im Wahlkamp Aktionen gestartet um Stimmen zu bekommen und nicht langfristig aber dafür sicher?
Woher wollen Sie als Volksvertreter wissen welche Meinung das Volk hat, um diese auch vertreten zu können wenn Sie nicht wissen welche Meinung herrscht ?

Vielen Dank.

Von: Naqernf Tbyqnh

Antwort von Rolf Mützenich (SPD) 31. Aug. 2005 - 17:42

Sehr geehrter Herr Goldau,

vielen Dank für Ihre Frage. Ihre Beobachtung, dass Politiker nur in Wahlkampfzeiten um Kontakt zu den Bürgern bemüht sind, kann ich so nicht teilen. Ich selbst habe ein Wahlkreisbüro in Köln (Venloer Str. 710), das als Service- und Anlaufstelle – auch für Kritik – jederzeit zur Verfügung steht. Die Nummer steht im Telefonbuch und die Termine der regelmäßigen Bürgersprechstunden in den regionalen Zeitungen. Mit den Ortsvereinen meines Wahlkreises veranstalte ich zudem regelmäßig Informationsveranstaltungen zu verschiedensten Themen. Auch an mein Berliner Büro können sich die Bürgerinnen und Bürger jederzeit wenden. Es ist mir wichtig, für die Bürger erreichbar zu sein. Allerdings betreue ich auch einen großen Wahlkreis mit einer Einwohnerzahl von nahezu 300.000. Zudem bin ich 26 Wochen im Jahr in Berlin bei Plenarsitzungen, Sitzungen der Fraktion, der Ausschüsse und der Arbeitskreise. Darüber hinaus habe ich auch die Beobachtung gemacht, dass in „wahlfreien Zeiten“ das Interesse von Vereinen und sonstigen Institutionen und Bürgern am Kandidaten auch deutlich nachlässt. Dennoch gebe ich Ihnen Recht, dass der mangelnde Dialog zwischen Bürgern und Politikern außerhalb der Wahlkampfzeit verbesserungsfähig ist. Hier handelt es sich aber meines Erachtens nicht nur um eine Bringschuld der Politiker, sondern auch um eine „Holschuld“ der Bürger. In der Hoffnung Ihre Frage damit beantwortet zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Rolf Mützenich