Dr. Marcel Huber
CSU
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Frage von Thvqb Ynatrafgüpx an Dr. Marcel Huber bezüglich Umwelt

# Umwelt 25. Juli. 2012 - 11:45

Sehr geehrter Herr Dr. Huber,

zunächst einmal: Danke für Ihre Antwort, mit der ich leider alles andere als zufrieden bin. Vorweg: Ich habe nichts unterstellt, sondern beziehe mich stets (!) auf seriöse Quellen.

1.) Wenn Sie behaupten, dass es eine großflächige Korrosion im Reaktorbecken des FRM II überhaupt nicht gibt, sagen Sie schlichtweg die Unwahrheit. Zum Beweis füge ich (nochmals) das Gutachten VI.1/14313 der Bundesanstalt für Materialprüfung (kurz: BAM) bei: http://frm2.de/cms/upload/BAM_Rost_27.7.2006.pdf . Wenn man sowohl den Text liest als auch die Bilder (Seiten 4 - 6) betrachtet, wird man nicht leugnen können, dass es sich um großflächige Korrosion (exakt: Fe- und Cr-Oxide) handelt.
Fragen:
- Warum wurde die BAM denn knapp zwei Jahre nach der Inbetriebnahme des Forschungsreaktors von dessen damaligen kaufmännischen Direktor, Herrn Guido Engelke (mittlerweile verstorben), überhaupt beauftragt, wenn es nach Ihrer Aussage gar keine Korrosion dort gibt? Die BAM stellte gutachterlich fest, dass im Reaktorbecken minderwertige Edelstähle (CrNi-Stähle) mit den Werkstoff-Nummern 1.4303 und 1.4301 verbaut wurden und hatte deren Austausch gegen korrosionsbeständigere Werkstoffe (Molybdän-haltige) empfohlen (Seite 16).
- Wurde die Empfehlung (Austausch) der BAM bereits (endlich!) umgesetzt?
Falls nein:
-Warum nicht?
2.) Die ungeeigneten Werkstoffe wurden vom TÜV Süddeutschland, der den Bau des FRM II gutachterlich im Auftrag Ihres Hauses (gem. KTA-Regelwerk) begleitete, freigegeben (was offensichtlich ein großer Fehler war).
- Bezieht sich Ihr Expertenrat auf den TÜV Süd?
Falls ja:
- Teilen Sie meine Meinung, dass der TÜV hier befangen ist (wer gibt schon freiwillig Fehler zu)?
3.) Das Umweltinstitut München übte ebenfalls deutliche Kritik: http://frm2.de/cms/upload/Stadtgespr_Rost_im_Reaktor_Juli_11_00000.pdf
- Halten Sie das Umweltinstitut München für unseriös?

Danke für Ihre Antwort!

MfG
(Dipl.-Ing./SFI) Guido Langenstück

Von: Thvqb Ynatrafgüpx

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