Dr. Kurt Duwe
FDP
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Frage von Nys Abvyvpuf an Dr. Kurt Duwe bezüglich Verkehr und Mobilität

# Verkehr und Mobilität 25. Jan. 2011 - 05:57

Einige Parteien befürworten die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße auf die Bahntrasse im Osten Wilhelmsburgs. Die Folge wird allerdings sein, dass diese neue Bundesstraße dann autobahnmäßig ausgebaut werden wird: zwei Fahrstreifen plus Standstreifen je Richtung. So ist die Vorgabe des Bundes. Und das wiederum wird ganz sicher zusätzlichen Verkehr anlocken, der dann in Harburg endet, oft auf der A252 bzw. dann der Bremer Straße / B75. Was werden Sie - außer einem "kleinteiligen Verkehrsmodell", dass natürlich keine einzige Autofahrt verhindern wird - tun, um diese absehbare zusätzliche Lärmbelastung Harburgs zu verhindern?

In welchem Zusammenhang zu der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße sehen Sie die Hafenquerspange?

Von: Nys Abvyvpuf

Antwort von Kurt Duwe (FDP) 28. Jan. 2011 - 18:04
Dauer bis zur Antwort: 3 Tage 12 Stunden

Sehr geehrter Herr Noilichs,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Zum kleinteiligen Verkehrsmodell: Es ist meines Erachtens wirklich notwendig, mit Hilfe von sehr detaillierten Verkehrsmodellen die Auswirkungen von Verkehrslenkungen jedweder Art zu untersuchen. Alles andere ist mehr oder weniger Kaffeesatzleserei. Auch sogenannte Mobilitätskonzepte basieren mehr oder weniger auf einem Sammelsurium von Erfahrungswerten aus verschiedenen Zeiträumen.

Die geplante Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße und insbesondere ihr damit verbundener Ausbau wird unweigerlich zu einem noch größeren Verkehrsaufkommen über dieser dritten Nord-Süd-Verbindung in Hamburg führen. Damit würde speziell Harburg im Bereich der Bremer Straße betroffen sein, was angesichts der bereits bestehenden Situation nicht zu vertreten ist. Es muss alles getan werden, dass Durchgangsverkehr auf den beiden Autobahnen verbleibt und nicht durch eine breite "Stadtautobahn" quasi in innerstädtische Bereiche gelockt wird.

Die geplante Verlegung der Reichsstraße ist meiner Meinung nach unabhängig von der Hafenquerspange. Die jetzt vorgesehene Südvariante ist eher eine Hafenumgehungsspange und sowohl ökologisch unverantwortlich als auch wirtschaftlich unsinnig.

 
Mit besten Grüßen
 
Kurt Duwe