Dr. Hans-Peter Uhl
CSU
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Frage von Qbzéavdhr Tüagure an Dr. Hans-Peter Uhl bezüglich Bildung und Forschung

# Bildung und Forschung 21. Mai. 2013 - 15:45

Warum werden jetzt 5000 Ausbildungsplätze an Spanien gegeben obwohl Deutschland selber probleme hat die Arbeitslosen in Arbeit oder in Ausbildung zu bringen???

Reicht es nicht das rund 2,95 Milionen Arbeitslose in Deutschland leben und einer wie ich keine arbeit findet auser in Zeitarbeitsfirmen ??

warum macht ihr das mit deutschland?????

Von: Qbzéavdhr Tüagure

Antwort von Hans-Peter Uhl (CSU)

Sehr geehrter Herr Günther,

für die Politik von CDU und CSU hat es immer Vorrang, inländische Arbeitslose bei der Verbesserung ihrer weiteren Qualifizierung und Beschäftigungschancen zu unterstützen. Deshalb wenden wir uns gegen alle Forderungen, Arbeitskräfte einfach aus dem außereuropäischen Ausland zu rekrutieren und dazu die Zuwanderungsregeln generell zu lockern. Schließlich wollen wir nicht, dass sich die private Wirtschaft aus der Verantwortung für die Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern zurückziehen kann und stattdessen einfach auf billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland zurückgreift.

Was jedoch EU-Ausländer anlangt, so dürfen sich diese sowieso grenzüberschreitend auf freie Stellen bewerben und Arbeitsverträge abschließen. Das gehört einfach zur Realität des EU-Binnenmarkts: Wenn wir alle möglichen Waren problemlos nach Spanien verkaufen und Bankgeschäfte grenzüberschreitend getätigt werden, so können wir uns nicht beschweren, wenn spanische Arbeitslose im Gegenzug einen Job in Deutschland suchen.

Eine andere Frage ist, ob deutsche Behörden sich extra darum bemühen sollten, dass Spanier den Weg nach Deutschland finden. Generell und im großen Stil wäre dies sicher unsinnig. Aber bei der jetzt vereinbarten Zahl von 5.000 jungen arbeitslosen Spaniern, die Hilfestellung für die Aufnahme einer Ausbildung in Deutschland erhalten sollen, handelt es sich angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien und der hohen Zahl von unbesetzten Lehrstellen in Deutschland nur um ein sehr begrenztes Programm. Ich halte dies für gerechtfertigt, um einen kleinen Beitrag zur Stabilisierung der Verhältnisse in Spanien zu leisten.

Es gehört auch zur Wahrheit, dass z.B. für den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften in der Altenpflege kein entsprechendes Interesse im Inland besteht. Außerdem hat der jüngste Berufsbildungsbericht auch offengelegt, dass für viele ehrenwerte Berufe wie Bäcker, Metzger und Köche trotz hervorragender Beschäftigungschancen leider im Inland nicht genügend Bewerber für einen Ausbildungsplatz bereit stehen.
http://www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php

Mit freundlichen Grüßen
Uhl

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