Dr. Christoph Rabenstein
SPD
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Frage von Jnygre Arhovat an Dr. Christoph Rabenstein bezüglich Verkehr und Infrastruktur

# Verkehr und Infrastruktur 26. Juli. 2013 - 19:29

Sie setzen sich doch sicher auch für einen besseren Anschluss Bayreuths an das Fernverkehrsnetz der Bahn ein. Die Elektrifizierung der Strecke über Bayreuth wird wegen der zu hohen Kosten aber wohl nie realisiert werden. In anderen Staaten Europas gibt es aber Schnellzüge, die so variabel sind, dass sie sowohl mit Strom als auch mit Diesel angetrieben werden können. Mit diesen Zügen könnten sicher auch andere Gebiete in Deutschland, die ähnlich schlecht angebunden sind, bedient werden. Warum wird diese Möglichkeit nicht in Erwägung gezogen?

Von: Jnygre Arhovat

Antwort von Christoph Rabenstein (SPD) 29. Juli. 2013 - 16:23
Dauer bis zur Antwort: 2 Tage 20 Stunden

Sehr geehrter Herr Neubing,

dieses Schienensystem ist, wie Sie richtig schreiben, in anderen Staaten Europas etabliert, aber nicht in der Bundesrepublik Deutschland.
Wir haben zwischen Hof und Nürnberg eine große Lücke, was die Elektrifizierung anbetrifft. Das bedeutet: Bis Hof fahren ab 2014 die Züge, von Sachsen kommend, elektrisch, dann müssen die Fahrgäste, die in Richtung Nürnberg wollen, umsteigen, was stets mit Zeit- und Komfortverlust verbunden ist.
Darüber hinaus ist die Schiene zwischen Marktredwitz und Nürnberg auf weiten Strecken absolut sanierungsbedürftig.
Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass man hier keine halben Sachen machen, sondern die komplette Elektrifizierung zeitnah vorantreiben sollte, was ja auch so im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen ist und - der Region im Allgemeinen und der Stadt Bayreuth im Besonderen - schon länger versprochen wurde. Das habe ich auch in vielen Forderungen und zahlreichen Briefen (u. a. an den Vorstand der Bahn und den Bundesverkehrsminister) sowie mehreren Aktionen als Abgeordneter seit Jahren immer wieder gefordert und bekräftigt.

In jedem Fall werde ich hier weiterhin am Ball bleiben und dicke Bretter bohren, wenngleich es nicht einfach ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Christoph Rabenstein