Dr. Anjes Tjarks
DIE GRÜNEN
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Frage von Oneonen Hqhjreryyn an Dr. Anjes Tjarks bezüglich Umwelt

# Umwelt 04. Feb. 2019 - 03:13

Sehr geehrter Herr Tjarks

Der „alte Schwede“ wurde goldfarben lackiert und die Dauerimprägnierung spülte schon durch den Regen die Farbe in vielen Bereichen ab.
Nun haben Leute den Findling erneut besprüht.
Welchen Grund hatte die HPA, den Stein mit einem Sandstrahlgerät zu bearbeiten, wodurch auch de Dauerversiegelung entfernt wurde, statt den Stein mit dem Hochdruckreiniger abzuwaschen? Jetzt ist der Findling offenporig, es sei denn, man hat ihn inzwischen neu versiegelt.

Hier können Sie sehen, wie schnell und rücksichtslos sich Graffiti von diversen, dauerversiegelten Untergründen entfernen lassen.
http://www.tensid.org/graffitischutz/anwendungsvideos/videos-zu-ags3502a

Sollte man nicht gefährdete Gebäude der Stadt mit einer Versiegelung schützen?

Von: Oneonen Hqhjreryyn

Antwort von Anjes Tjarks (GRÜNE) 08. Feb. 2019 - 11:42
Dauer bis zur Antwort: 4 Tage 8 Stunden

Sehr geehrte Frau Hqhjreryyn,

der Alte Schwede ist bisher der größte – von Gletschern der Elster-Eiszeit von Südschweden hier her transportierte – Findling Hamburgs und schätzungsweise 400.000 Jahre alt. Er steht daher unter Naturdenkmalschutz und darf, als geologisches Relikt, weder beklettert noch bemalt werden.

Am 29.01. wurde festgestellt, dass der Alte Schwede außer der goldenen Farbe auch noch mit politischen Symbolen besprüht wurde. Die Hamburg Port Authority hat sich daher in Absprache mit der Behörde für Umwelt und Energie dazu entschlossen, die Symbole sowie auch die Reste der Goldfarbe zu entfernen. Im Zuge der Reinigung soll der Alte Schwede auch erneut mit einer Anti-Graffiti-Schicht überzogen werden, also einer Versiegelung, die neue Graffitis vermeiden soll.

Viele Grüße

Ihr Anjes Tjarks