Daniel Caspary
CDU
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Frage von Oehab Xöuyre an Daniel Caspary bezüglich Bildung, Kultur, Forschung und Technologie

Sehr geehrter Herr Caspary,

ich bin seit 10 Jahren im Bereich Jungenförderung engagiert. Deshalb aus diesem Bereich meine Fragen an Sie:

1. Jungen haben heute schlechtere Bildungserfolge und schlechtere Zukunftsperspektiven als Mädchen. Trotzdem wird dieser Thematik in der politischen Praxis noch zu wenig Bedeutung beigemessen. Ist Ihrer Meinung nach die gezielte Förderung von Jungen im Bildungswesen für Europa ein wichtiges Thema und wenn ja, wie werden Sie sich dafür einsetzen?

2. In fast allen europäischen Staaten wurden die Pflichtdienste für Männer (Wehrpflicht, Zivildienst) ausgesetzt oder abgeschafft. In Deutschland ist man dazu noch nicht bereit. Sind Sie für den Beibehalt oder für die Abschaffung dieser Pflichtdienste?

3. Soll in Deutschland - so wie europaweit Standard - das gemeinsame Sorgerecht auch für nicht miteinander verheiratete Eltern ab Geburt ihres Kindes bzw. ab Vaterschaftsanerkennung eingeführt werden und sollten Kinder ein grundgesetzlich verankertes Recht auf Erziehung durch ihre beiden Eltern erhalten?

Für eine Antwort wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bruno Köhler

Von: Oehab Xöuyre

Antwort von Daniel Caspary (CDU) 26. Mai. 2009 - 20:29
Dauer bis zur Antwort: 4 Tage 35 Minuten

Sehr geehrter Herr Dr. Köhler,

herzlichen Dank für die Übersendung der Fragen, die sich leider nicht alle kurz beantworten lassen. Bitte entschuldigen Sie die wahlkampfbedingten kurzen Antworten.

1. Das Thema ist äußerst wichtig: wir sehen in vielen Bereichen, daß Jungen und junge Männer gezielte Förderung und angepaßte Bildungsangebote bräuchten. Dies werde ich an geeigneter Stelle ansprechen und einbringen.

2. Ob ich für oder gegen einen allgemeinen Pflichtdienst bin, da bin ich ehrlich gesagt nicht entschieden. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, daß die derzeitige Regelung in Deutschland weder eine tragbare Situation im Hinblick auf Wehrgerechtigkeit/Dienstgerechtigkeit zwischen den Männdern darstellt, noch diese Regelung der glücklicher Weise geänderten Stellung und Lebenswirklichkeit der Geschlechter in Deutschland wiederspiegelt.

3. Ersteres macht auf jeden Fall sinn, über zweiteres müßte ich erst nachdenken und mich informieren.

Über eine Fortzsetzung unseres Dialogs würde ich mich freuen.

Viele Grüße ...

Daniel Caspary.