Christoph Meyer
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Frage von Fvzbar Tjbfqm an Christoph Meyer bezüglich Umwelt

# Umwelt 26. Aug. 2017 - 21:18

Was wird konkret gegen Massentierhaltung unternommen? Wie kann es sein, daß es immernoch zu massiver Tierquälerei kommt, Tiere Tausende von Kilometern mit EU-Subventionen durch Europa gekarrt werden (und damit auch durch den vielen LKW-Verkehr die Umwelt belastet), um dann unter erbärmlichsten Verhältnissen getötet zu werden (manchmal ohne volle Betäubung)?
Abgesehen von Tierquälerei trägt diese Tierhaltung auch zu Umweltschäden durch hohen Methanausstoss, Unmengen Wasserverbrauch, Gülle, etc. bei.

Von: Fvzbar Tjbfqm

Antwort von Christoph Meyer (FDP) 27. Aug. 2017 - 22:44
Dauer bis zur Antwort: 1 Tag 1 Stunde

Sehr geehrte Frau Tjbfqm,

die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz (Art. 20a) war für uns Freie Demokraten ein großer Erfolg. Die einfachgesetzlichen Regelungen des Tierschutzgesetzes haben das „Staatsziel Tierschutz“ konkretisiert und umfassen bereits heute Strafregelungen bei Nichteinhaltung. Selbstverständlich müssen Verstöße konsequent geahndet werden. Gleiches gilt für die Einhaltung europäischer Regelungen, die zum Schutz des Tierwohls bei Transporten erlassen wurden. So beträgt die Höchsttransportdauer generell acht Stunden. Sie kann verlängert werden, wenn der Transport in speziell ausgerüsteten Fahrzeugen durchgeführt wird. Im Übrigen werden für den Transport lebender Tiere in der Europäischen Union keine EU-Beihilfen gezahlt.

Als Freie Demokraten setzen wir uns für eine tiergerechte und die Tiergesundheit fördernde Tierhaltung und -ernährung ein. Das umfasst auch den Transport der Tiere. Wir verfolgen die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens, die Vermeidung ökonomischer Fehlanreize, einer artgerechten Tierhaltung und -ernährung sowie deren effektive Kontrolle. Wünschenswerte Verbesserungen bei der Nutztierhaltung wollen wir durch eine gezielte Agrarinvestitionsförderung erreichen. Da erfolgreicher Tierschutz nur auf europäischer Ebene verwirklicht werden kann, fordern wir eine engagiertere Politik der EU in diesem Bereich.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Meyer