Christoph Matschie

| Kandidat Thüringen
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Jahrgang
1961
Wohnort
Jena
Berufliche Qualifikation
Theologe
Ausgeübte Tätigkeit
Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Wahlkreis

Wahlkreis 37: Jena I

Wahlkreisergebnis: 15,7 % (eingezogen über Liste)

Liste
Landesliste, Platz 2
Parlament
Thüringen

Thüringen

Ein Mindestlohn von 8,50 Euro ist in Thüringen zu hoch.
Position von Christoph Matschie: Lehne ab
Die SPD bekennt sich zu einem allgemeingültigen und flächendeckenden Mindestlohn. Dieser wird auch von einer großen Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt. Eine Differenzierung nach Himmelsrichtungen darf es 25 Jahre nach der deutschen Vereinigung nicht geben.
Gemeinschaftsschulen und Integrativer Unterricht sind die Basis einer erfolgreichen Bildungspolitik
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Der gemeinsame Unterricht folgt dem Leitbild der bestmöglichen Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Die Thüringer Gemeinschaftsschule ermöglicht längeres gemeinsames Lernen und erfreut sich breiter Unterstützung bei Eltern und Schülern. Beides sind gelungene Beispiele moderner Bildungspolitik.
Eltern von Kleinkindern sollen komplett von Kita-Gebüren befreit werden.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Wir wollen die Familien in Thüringen entlasten. Deswegen machen wir – beginnend mit dem ersten Jahr – den Kita-Besuch für die Eltern gebührenfrei. Ohne Unterstützung des Bundes wird das Land die vollständige Gebührenfreiheit jedoch nicht schultern können.
Jedes Jahr sollen so viele Lehrer neu und unbefristet eingestellt werden wie in den Ruhestand gehen.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Wir wollen die personelle Absicherung des Unterrichts auch künftig gewährleisten. Dazu stellen wir pro Jahr mindestens 500 neue Lehrer ein. Wir wollen die starken Absolventenjahrgänge nutzen und so die Lehrerkollegien in unseren Schulen nachhaltig verjüngen.
Im ländlichen Raum dürfen keine weiteren Schulen mehr geschlossen werden.
Position von Christoph Matschie: Neutral
Für die SPD gilt: Kurze Beine, kurze Wege. Daher wollen wir, dass Kinder wohnortnah beschult werden. Über die Schulstandorte entscheiden aber die Kreise. Wir machen mit der Thüringer Gemeinschaftsschule ein Angebot, das auch im ländlichen Raum den Erwerb aller Schulabschlüsse ermöglicht.
Die Hürden für Volksbegehren und Volksentscheide sollen deutlich gesenkt werden.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Unsere Demokratie lebt davon, dass sich Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen. Dazu gehört es auch, Initiativen zu starten und per Volksgesetzgebung direkt Einfluss zu nehmen. Überhöhte Zulassungshürden, wie sie derzeit etwa beim Bürgerantrag bestehen, sollten daher abgesenkt werden.
Das Wahlrecht soll so reformiert werden, dass Bürgerinnen und Bürger künftig einen stärkeren Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Landtags haben. (Kumulieren und Panaschieren)
Position von Christoph Matschie: Neutral
Schon heute entscheiden die Wähler mit ihrer Erststimme, welche konkrete Person für ihren Wahlkreis in den Landtag einzieht. Weitere Möglichkeiten des Einflusses – auch auf die Listenkandidaten – sollte man prüfen. Das Wahlrecht darf dabei aber nicht zu kompliziert werden.
Für die Energiewende müssen auch in Thüringen weitere Stromtrassen gebaut werden.
Position von Christoph Matschie: Neutral
Für die Umsetzung der Energiewende ist ein Ausbau der Stromnetze notwendig. Wir werden uns für eine gerechte Lastenverteilung und die Prüfung von Alternativen stark machen. Der Ausbau bestehender Trassen muss vor dem Neubau gehen.
Die Landesregierung muss die Schuldenbremse ohne Ausnahmen einhalten.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Thüringen wird bis 2020 mit ca. einer Milliarde Euro weniger an Einnahmen auskommen müssen. Damit ist klar, dass wir keine neuen Schulden machen können. Nur im Fall wirtschaftlicher Notlagen sollten – wie bisher – neue Kredite aufgenommen werden dürfen, um Arbeitsplätze zu sichern.
Das Land muss den Kommunen mehr Geld zukommen lassen.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Die finanzielle Situation der Kommunen in Thüringen ist besorgniserregend. Seit der Reform des Kommunalen Finanzausgleichs sind viele Kommunen in finanzielle Bedrängnis geraten. Deshalb gilt es, die Reformmaßnahmen zu überprüfen und die Kommunen finanziell angemessen auszustatten.
Das Land muss mehr Anreize für Ärzte schaffen, um die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Eine Niederlassung oder Praxisübernahme in Gemeinden unter 25.000 Einwohnern kann mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Zudem betreibt die „Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Freistaat Thüringen“ auch eigene Praxen. Dieses Erfolgsmodell werden wir weiterentwickeln.
In landeseigenen Unternehmen und der Verwaltung soll es eine Frauenquote für Führungspositionen geben.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Die SPD will die Gleichstellung von Frauen und Männern verwirklichen und gerade im Berufsleben konsequent umsetzen. Dazu muss das Land Thüringen mit gutem Beispiel vorangehen. Ein Mittel dazu ist, für Führungspositionen in Verwaltung und landeseigenen Unternehmen eine Geschlechterquote einzuführen.
Thüringen soll mehr Flüchtlinge aufnehmen.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Flüchtlingsbewegungen haben ihren Grund zumeist in Krieg, Unterdrückung oder Naturkatastrophen. Unser Augenmerk gilt den Opfern, die ihre Heimat verlassen mussten. Flüchtlinge brauchen Schutz, Unterstützung und eine Perspektive. Wie alle anderen Länder steht Thüringen hier in der Verantwortung.
Durch mehr Polizeibeamte auf der Straße und andere Maßnahmen hat die Polizeireform mehr Sicherheit für die Bürger gebracht.
Position von Christoph Matschie: Stimme zu
Die Polizei in Thüringen leistet gute Arbeit. Die Aufklärungsquote bei Straftaten zählt zu den höchsten in ganz Deutschland. Damit dies auch zukünftig so bleibt, wurden die Strukturen der Polizei angepasst. Seitdem sind mehr Beamte im Einsatz vor Ort. Das erhöht tendenziell die Sicherheit im Land.
Das Landesamt für Verfassungsschutz soll aufgelöst werden.
Position von Christoph Matschie: Lehne ab
Thüringen braucht auch künftig einen Verfassungsschutz. Jedoch muss dieser auf seine Kernaufgaben reduziert werden. Zudem bedarf es verstärkter Kontrolle, um ein Versagen wie beim NSU zu verhindern. Mit dem neuen Verfassungsschutzgesetz hat die SPD dafür die Weichen gestellt.
Die Verfolgung politisch motivierter Straftaten durch Polizei und Justiz ist in Thüringen angemessen und ausreichend.
Position von Christoph Matschie: Lehne ab
In Thüringen werden politisch motivierte Straftaten zwar nachdrücklich verfolgt. Verbesserungen können wir aber bei der Ausschöpfung der vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten für Organisationsverbote – namentlich gegen rechtsextreme Kameradschaften – erreichen.
Wenn die Bevölkerungszahl sinkt, soll entsprechend auch die Zahl der Landtagsabgeordneten sinken.
Position von Christoph Matschie: Neutral
Die Bevölkerungszahl spiegelt nicht den Bedarf an Abgeordneten im Thüringer Landtag wider, die notwendig sind um eine fundierte und sachgerechte Arbeit zu leisten. Deshalb sollte die Forderung nach einer Reduktion der Zahl der Abgeordneten nicht hiervon abhängig gemacht werden.
Die Landtagsabgeordneten sollten höhere Diäten bekommen.
Position von Christoph Matschie: Lehne ab
Die Diäten der Abgeordneten sind auskömmlich und gewährleisten ihre Unabhängigkeit. Es bedarf deshalb keiner Erhöhung. Eine Anpassung entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung in Thüringen ist vollkommen ausreichend.
Thüringen soll statt auf ökologischen Landbau auf die industrielle Agrarproduktion setzen.
Position von Christoph Matschie: Lehne ab
Wichtig sind uns verlässliche Rahmenbedingungen und Chancengleichheit für alle Arten der Landwirtschaft, die auf eine nachhaltige, regionale Wertschöpfung setzen. Wir wollen Wahlfreiheit für die Verbraucher und Landwirte.
Gemeinden und Landkreise in Thüringen sollten nicht zu Zusammenschlüssen gezwungen werden.
Position von Christoph Matschie: Neutral
Freiwilligkeit hat Vorrang. Die Gemeinden sollen sich zunächst in einer Freiwilligkeitsphase zu dauerhaft leistungsstarken Kommunen zusammenfinden. Dafür benötigen sie ein Leitbild und klare Vorgaben des Landes. Dort, wo keine sinnvollen Lösungen gefunden werden, muss der Landtag entscheiden.
Die Landesregierung soll Fachkräften einen finanziellen Anreiz bieten, um diese in Thüringen zu halten bzw. anzuwerben.
Position von Christoph Matschie: Lehne ab
Wichtiger als eine Halte- oder Zuzugsprämie ist die Schaffung von Arbeitsplätzen mit fairer Entlohnung und guten Arbeitsbedingungen. Gute Arbeit sichert den Verbleib von Fachkräften und macht Thüringen als Arbeitsplatz attraktiv. Gute Kindergärten und Schulen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor.
Arbeitsplätze haben Vorrang vor Umweltschutz.
Position von Christoph Matschie: Lehne ab
Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze; vielmehr gilt es, sie durch kluge Politik in Einklang zu bringen. Das Kennzeichen einer erfolgreichen Volkswirtschaft ist die nachhaltige Verwertung der vorhandenen Ressourcen und die Nutzung der damit verbundenen Wachstums- und Beschäftigungsimpulse.
Fördermittel für Großinvestitionen darf es nur noch geben, wenn die Unternehmen sich verpflichten, mindestens zehn Jahre an diesem Standort zu produzieren.
Position von Christoph Matschie: Neutral
Die Förderung von Großinvestitionen wird in der neuen Förderperiode nur noch unter restriktiven Bedingungen möglich sein. Bei der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung müssen wir uns daher stärker auf das Wachstum von heimischen KMUs und die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze konzentrieren.
Alle Fragen in der Übersicht
9Sep2014

(...) 2) Inwiefern ist der Stellenabbau an Thüringens Hochschulen und Instituten, welcher sowohl Folgen für Lehre, Forschung, sowie Industriepartnerschaften haben wird, als vorteilhaft für die nationale und internationale Attraktivität Thüringens zu sehen? (...)

Von: Znevb Purzavgm

Antwort von Christoph Matschie
SPD

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

# Finanzen 27Aug.2014

(...) die Herausforderungen durch die demografische Entwicklung sind in aller Munde, die Besetzung der Verwaltungen wird der Bevölkerungsentwicklung angepasst. Wo sehen Sie den Beitrag des Landtages, der seit 20 Jahren mit 88 Mandatsträgern aus 44 Wahlkreisen agiert? (...)

Von: Qe. Eüqvtre Fvroreg

Antwort von Christoph Matschie
SPD

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

18Aug.2014

(...) meine Frage betrifft die Finanzierung der Hochschulen in Thüringen. Anfang diesen Jahres konnte man nach den Bildungsprotesten in Jena und Erfurt im Radio vernehmen, dass sie sich auf dem Bedarfsniveau von 2015 (nachdem bspw. (...)

Von: Znevb Purzavgm

Antwort von Christoph Matschie
SPD

(...) Mit dem Hochschulpakt 2020 haben Bund und Länder seit dem Jahr 2007 auf die gestiegenen Studierendenzahlen, insbesondere durch die doppelten Abiturjahrgänge in den alten Ländern reagiert. Bund und Länder haben seitdem rund 19 Milliarden Euro für die Finanzierung zusätzlicher Studienplätze zugesagt. (...)

Wie soll in Thüringen die direkte Demokratie, besonders aber in den Kommunen, weiterentwickelt werden

Von: Fvrtsevrq Sretr

Antwort von Christoph Matschie
SPD

(...) Direkte Demokratie ist häufig nicht nur eine Frage von gesetzlichen Regelungen, sondern auch vom Engagement der Bürger und den gleichen gesellschaftlichen Teilhabechancen aller Menschen abhängig. Dafür möchte ich mich als Sozialdemokrat auch in der neuen Legislaturperiode besonders engagieren. (...)

(...) Ich bin Gymnasiallehrerin und fange im September meine neue Stelle an einer privaten Einrichtung an. Leider nicht an einer staatlicher Schule, obwohl Ihre Partei doch (wieder einmal) dafür wirbt, viele neue Lehrer einstellen zu wollen. Wie wollen Sie diese Forderung finanzieren und umsetzen? (...)

Von: Whyvnar Xbpu

Antwort von Christoph Matschie
SPD

(...) Mir war in dieser Situation stets wichtig, Transparenz für alle Beteiligten zu schaffen. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft und den Lehrerverbänden im Beamtenbund ein Personalentwicklungskonzept Schule erarbeitet. Dieses sieht neben der Analyse der Bedarfsentwicklung auch den Aufbau einer Personalreserve vor, um noch wirksamer Unterrichtsausfall zu verhindern. (...)

Wie stehen Sie zur Absenkung des Wahlalters und sollte diese Absenkungen ggf einen Platz in einem neuen Koalitionsvertrag bekommen?

Von: Wnan Fpuügm

Antwort von Christoph Matschie
SPD

(...) vielen Dank für ihre Anfrage. Ja, wir wollen das aktive Wahlalter für Landtags- und Kommunalwahlen auf 16 Jahre senken. In einer Gesellschaft die immer älter wird, ist es wichtig, dass junge Menschen gehört und gefragt und stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden. (...)

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