Christian Dörfler

| Kandidat EU
Jahrgang
1967
Wohnort
Kronberg
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Geograph
Ausgeübte Tätigkeit
k.A.
Parlament
EU
Wahlkreisergebnis
k.A. %
Wahlkreis
Bundesliste
Die EU soll Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA aussetzen, bis die Abhöraktivitäten der NSA aufgeklärt sind.
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Das TTIP ist überhaupt nicht einzuführen, NSA ist der unwichtigste Grund, wichtiger: hohe Qualitätsstandards für Verbraucher, Umwelt und Soziales (Ordoliberalismus) und Rechtsstaatlichkeit sind durch dubiose Gerichte in Gefahr und passen nicht zum US-Wirtschaftssystem(freie Marktwirtschaft).
Aufgaben wie die Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung oder Müllabfuhr sollen privatisiert werden dürfen.
Position von Christian Dörfler: Neutral
Nein, es sei denn, in den Verträgen mit dem Privatunternehmen werden hohe Qualitätsstandards und Maximalpreise definiert mit Bonus/malussystem, was dann sicherstellt, daß sowohl die Qualität nicht geringer ist als auch der Preis nicht höher als beim öffentlichen Betrieb.
Atomkraft soll weiter ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung sein.
Position von Christian Dörfler: Lehne ab
Fukushima, Asse- es ist zu gefährlich, daher innerhalb von 7 Jahren aussteigen und Umstieg auf 100% regenerativ sowie Energiesparen. Dabei Verkehr nicht vergessen: Energie sparen durch Eisenbahn statt Autowahn.
Europaabgeordnete sollen ihre Nebeneinkünfte auf Euro und Cent offenlegen.
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Gebraucht wird der unabhängige Abgeordnete- das ist ein Weg dazu, weitere nötige u.a.: Firmenspendenverbot an Parteien, konsequente Bestrafung von Abgeordnetenbestechung.
Die Vorratsdatenspeicherung ist ein wichtiges Instrument zur Verbrechensbekämpfung.
Position von Christian Dörfler: Neutral
Die Verbrechensbekämpfung, insbesondere Straftaten gegen Leben und Unversehrtheit, ber auch Mafia aufzuklären, muß Vorrang vor übertriebenem Datenschutz haben. Aber es gibt auch andere, vielleicht sinnvollere Methoden, z.B. verdeckte Ermittler.
Wer auf Missstände von allgemeinem Interesse in einem Unternehmen oder einer Behörde hinweist (sog. Whistleblower), soll rechtlich geschützt werden.
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Die Daten von Bürgern und Unternehmen sollen im Internet gleichberechtigt übertragen werden (Netzneutralität).
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Flüchtlinge sollen weiterhin von den EU-Ländern aufgenommen werden, in denen sie ankommen (also vor allem Italien, Spanien und Griechenland).
Position von Christian Dörfler: Lehne ab
Einigermaßen ausgewogene Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Staaten nach Einwohnerzahl, Kosten proportional zur Wirtschaftskraft der EU-staaten.
Deutschland soll sich grundsätzlich an EU-Anleihen (Eurobonds) für Länder wie Griechenland beteiligen.
Position von Christian Dörfler: Lehne ab
Griechenland ist wesentlich mitschuld an seiner Misere. Da sollten sich erstmal die reichen griechischen Reeder an der Finanzierung ihres Landes stärker beteiligen.
Die Europäische Union soll die Möglichkeit erhalten, eigene Steuern zu erheben (z.B. eine Finanztransaktionssteuer).
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Die Finanztransaktionssteuer erscheint mir in der Tat eine gute Möglichkeit.
Der Anbau und Verkauf von gentechnisch veränderten Lebensmitteln soll in allen EU-Mitgliedsstaaten grundsätzlich erlaubt sein.
Position von Christian Dörfler: Lehne ab
Nein, vielmehr verboten sein.
Agrarsubventionen für Großbetriebe müssen deutlicher gesenkt werden.
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Außerdem sind die Subventionen auf Ökolandbau und Umstellungsbeihilfen auf Ökolandbau zu konzentrieren.
Soziale Mindeststandards sollen EU-weit eingeführt werden, z.B. Mindestlöhne und Kündigungsschutz.
Position von Christian Dörfler: Lehne ab
Kündigungsschutz erscheint mir vielleicht vereinheitlichbar, aber gleiche Mindestlöhne z.B. in Bulgarien wie in Deutschland sind wegen unterschiedlich hoher Wirtschaftsproduktivität nicht machbar- bei 8,5 Euro/Stunde würde die bulgarische Wirtschaft zusammenbrechen.
Der Präsident der EU-Kommission soll direkt von den europäischen Bürgerinnen und Bürgern gewählt werden. 
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Das ist ja quasi der EU-Bürgermeister. Die Gemeindebürgermeister werden ja auch direkt gewählt. Bedeutet auch mehr Einflußnahme der Bürger.
Durch Volksabstimmungen auf EU-Ebene sollen Bürgerinnen und Bürger mehr Mitentscheidungsrechte bekommen.
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Wenn ein Land Finanzhilfen aus dem Europäischen Rettungsschirm erhält, muss es auch weiterhin strenge Sparauflagen erfüllen.
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Meistens, das sind nämlich üblicherweise Euro-Staaten, also keine extrem armen Länder. Ausnahmen sind Länder, wo den Menschen sonst große Armut droht: Ja zu einem umfangreichen Marshallplan (und EU-Beitrittsverhandlungen) für die Ukraine, Moldawien,Georgien.
Das Europäische Parlament soll künftig Gesetzesvorschläge machen können.
Position von Christian Dörfler: Stimme zu
Und das Haushaltsrecht sollte dem Parlament ohnehin komplett zustehen.
Für Menschen aus neuen EU-Mitgliedsstaaten soll es längere Übergangsfristen geben, bevor sie in Deutschland arbeiten dürfen.
Position von Christian Dörfler: Lehne ab
Eigentlich sollte sofort die Arbeitsaufnahme gehen, nur bei Ausnahmen , denen auch das neue Mitglied zustimmt, kann was anderes gelten, denkbar z.B.: Verhinderung des Abwanderns zuvieler kluger Köpfe ("brain drain").

Die politischen Ziele von Christian Dörfler

Christlich-Ökologisch-Demokratisch!

1) Ja zu EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine.  Bereits am 6.1.2005 hatte ich dies und einen Marshallplan gefordert. Den Menschen auf der Krim und in der Ostukraine würde es jetzt so gut gehen, daß es keinerlei Rußlandsehnsucht gäbe. Ergebnis: Rußland ist auf der Krim einmarschiert. 
Die Bevölkerung der Krim hatte in einem freien Volksentscheid 1991 für die Ukraine gestimmt.  Der Ukraine wurde territoriale Integrität zugesichert- von USA, GB und Rußland für ihren Abzug der Atomwaffen. Völkerrechtlich besteht also die Pflicht, die  Krim zu befreien- ich bin eindeutig gegen  „Krieg“ sondern,  nachdem die Diplomatie gescheitert war,  stattdessen für ein Importverbot für russische Rohstoffe, insbesondere also Öl und Gas von Gazprom und Transneft, denn das verkraftet Rußland ökonomisch nicht und die viele Putin stützende Oligarchen sitzen in diesen Unternehmen und begehren dann auf. Wir , die EU, sind ökonomisch gut 5* so stark wie ganz Rußland, harte Sanktionen überstehen wir also sehr wohl, wir sind am längeren Hebel.  Und für die Herstellung von Recht und Demokratie in ganz Europa ohne Krieg müssen wir zu materiellem Verzicht bereit sein- Mensch vor Wirtschaft! Der Ukraine ist für ihrere innere Struktur zu empfehlen, unsere Kulturautonomie für ihrer Regionen anzuwenden(das freut die Menschen besonders in der Ostukraine) und den Länderfinanzausgleich(gut für die z.Zt. noch ärmere Westukraine) sowie Russisch als 2.Amtssprache. Mehr OSZE-Beobachter (unter Einbezug demokratischer Exilrussen, um einen Keil zwischen die Separatisten und die Donezkier zu treiben) zur Absicherung der Präsidentschaftswahl. Ebenso ja zur EU-Mitgliedschaft Georgiens und Moldawiens und weiterer europäischer Länder wie Norwegen und Island sobald die wollen. 
2) Die soziale Marktwirtschaft hat Deutschland nach dem 2.Weltkrieg stark gemacht.  Angesichts der Umweltprobleme muß sie durch eine ökologische Komponente ergänzt werden. Unsere soziale Marktwirtschaft ist bedroht von 2 Seiten:  einerseits immer noch vorhandenen kommunistischen Tendenzen, andererseits dem ungezügelten Neoliberalismus des TTIP- Freihandelsabkommens. Es muß gelten: Mensch vor Wirtschaft durch ordoliberale Regeln des Sozialen und Ökologischen! Aber das TTIP bedroht auch die Rechtsstaatlichkeit: dubiose Schiedsgerichte sollen die laschen Standards kontrollieren.
3) Mehr Klimaschutz:  Die Energieversorgung muß zu  100% regenerativ werden- das ist sicher bis 2030, vielleicht sogar 2020, machbar. Es ist nötig, weil Kernenergie zu gefährlich (siehe z.B.  Fukushima, Asse), Kohle zu klimaschädlich und Öl und Gas zusätzlich oligarchische Regime fördernd sind, zudem ist das Fracking mit Gift und der Abbau von Ölschiefern mit hohen Naturschäden verbunden. Zahl der EU-Zertifikate deutlich absenken, um den Fossilenergieausstieg zu erreichen.
4) Ehrfurcht vor dem Leben- nein zu Abtreibung und  verbrauchender Embryonenforschung. Wohnortprinzip im Strafrecht, um Abtreibungstourismus zu unterbinden. Die Staaten sind zu familienfreundlicher Politik zu verpflichten(optimal wäre ein Erziehungsgehalt, aber das ist Sache der einzelnen Staaten im Sinne des Subsidiaritätsprinzips). Nein zu Estrela- und Lunacekbericht. Alle Menschen sind gleichwertig, aber ungleich, daher nein zu Gender mainstreaming. Schärferes Vorgehen gegen Islamismus, ja zur Förderung bedrohter Völker und Gruppen, z.B. Christen im Ausland, und mehr Entwicklingshilfe.
5) Mehr Klimaschutz  auch durch Vorfahrt für Verkehrsvermeidung und Verlagerung des Verkehrs auf die Eisenbahn. Ausbau von ETCS(bessere Zugkommunikationstechnik), aber auch mehr Strecken, besonders nach Ostmitteleuropa (z.B. Litauen-Polen ohne Umweg über Weißrußland, Frankfurt(M)-Spessart(nur ökologisch veträgliche Varianten!)-Prag-Krakau-Lemberg-Kiew-Charkiw, Warschau-Lemberg-Bukarest, Frankfurt(M)- Rheintalstrecke-Schweiz-Italien) aber auch ja zu einer drastischen Kerosinsteuer.
6) Biolandwirtschaft mehr fördern- auch durch ein Ökosiegel für Bekleidung aus Bioanbau bzw. Biozucht und aus Ökojagd so wie es heute ja auch ein EU-Nahrungsmittelökosiegel gibt.  Dann können die Bauern nicht nur z.B. Getreidekörner und Fleisch teurer verkaufen, weil Öko teurer verkaufbar ist sondern auch z.B. Stroh für Strohhüte und Felle und Häute, z.B. für Rindslederschuhe und Pelzmäntel vom Biobauer und Jäger statt zu verbietender Käfigware.
7) Konsequent gegen geplantes vorzeitiges Kaputtgehen von Produkten vorgehen- dann kann der Bürger durch das eingesparte Geld z.B. seine Arbeitszeit verkürzen. Ebenso gewinnt er durch die Abkehr von der teuren Automobilität nicht nur Umwelt- und Lebensqualität, sondern auch Freizeit.                                                                                                                                   8) Mehr Naturschutz So sind die Vorrangflächen für Natur im Sinne der Naturschutzverbände deutlich zu erweitern und das EU-Ziel Wirtschaftswachstum durch Lebensqualität zu ersetzen.

Über Christian Dörfler

1997 Diplom in Geographie, Arbeitstext: "Ausgewählte Aspekte der Auswirkungen des anthropogenen Treibhauseffekts auf das Oberrheingebiet" an der Uni Frankfurt, Privat: Mitglied u.a. in: ev. Kirchenchor Kronberg (St.Johann), Waldgemeinde Oberursel, Deutscher Alpenverein Sektion Frankfurt am Main,  Aktion Lebensrecht für Alle, erneuerbare Energieverein So´ne Kraft Hochtaunus, ÖPNV-Fahrgastlobby Hochtaunus, zuhause: spiele gerne mit meiner kleinen Nichte, schwimme, koche und backe gerne, auch gerne im Garten tätig und besteige oft den Altkönig im Taunus. Parteiämter: Landesvorstandsmitglied Hessen(dort im wesentlichen zuständig für Programmatik), langjähriger Vorsitzender  des ÖDP-Bundesarbeitskreises Verkehr, Mitglied im ÖDP-Bundesarbeitskreis  Christen und Ökologie

Die ÖDP unterstützt die ESM-Klage von Deubler Gmelin. Darin Seite 102, wo vom Gericht konkrete Handlungen gefordert werden. (...)

Von: Felix Staratschek

Antwort von Christian Dörfler (ÖDP)

(...) Die Sitzzahl eines Landes im Europaparlament  ist an die tatsächliche Bevölkerungsgröße anzupassen. Deutschland wird dann nicht mehr benachteiligt. Zum anderen muß ab einer gewissen Größe des Geldbetrags und bei Entscheidungen wie Eingriffen  in das Grundgesetz der Bundestag und Bundesrat zustimmungspflichtig werden- so wie es derzeit auch bei EU-unabhängigen Grundgesetzänderungen der Fall ist. (...)

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