Caren Lay

| Kandidatin Bundestag 2009-2013
Jahrgang
1972
Wohnort
Dresden
Berufliche Qualifikation
Diplom-Soziologin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Sächsischen Landtages
Parlament
Bundestag 2009-2013
Wahlkreisergebnis
25,2 %
Wahlkreis
Bautzen I

Die politischen Ziele von Caren Lay

Arbeitslosigkeit ist eines der größten Probleme in Sachsen und wird sich durch die Krise weiter verschärfen. DIE LINKE hat mit ihrem Konzept "Ein Schutzschirm für die Menschen" viele kluge Ideen vorgebracht, die Erwerbslose und Beschäftigte in der Krise schützen und auch die Wirtschaft wieder ankurbeln. Aber gerade wegen der Krise müssen wir unsere klassischen Arbeitsmarktforderungen offensiv vertreten: Die Abschaffung von Hartz IV und die Überwindung durch eine existenzsichernde und sanktionsfreie Grundsicherung wird sicherlich eines unserer Hauptthemen bleiben. Und statt Ein-Euro-Jobs brauchen wir endlich eine klares Bekenntnis für öffentlich geförderte Beschäftigung im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. Es muss möglich sein, endlich in großem Maßstab öffentlich bezahlte Arbeitsplätze zu finanzieren – wenn es darum geht, Banken zu retten, ist das Geld ja auch da. Unser Konzept für 500.000 Arbeitsplätze im ÖBS ist dazu ein wichtiger Schritt.

Wir brauchen dringend eine Umkehr in der Lohnpolitik. Ein gesetzlicher Mindestlohn muss in der nächsten Legislatur endlich Wirklichkeit werden. Denn es ist unerträglich, dass viele Menschen von ihrer Arbeit nicht leben können. In Sachsen ist die Zahl der Menschen, die trotz Vollzeit-Erwerbstätigkeit von ihrer Arbeit nicht leben können, besonders hoch. Das ist nicht nur schreiendes Unrecht für die Betroffenen – für die strukturschwachen Regionen des Ostens bedeutet es auch anhaltende Abwanderung nach Westdeutschland, wo die Löhne bis zu einem Drittel höher sind. Wir brauchen endlich eine Lohnangleichung Ost an West.

Eine demokratisch-sozialistische Arbeitspolitik fordert auch, die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern deutlich zu stärken: Es kann nicht sein, dass eine Verkäuferin wegen entlassen werden darf, wenn sie angeblich Pfandmarken im Wert von 1,30€ eingesteckt hat, und Unternehmer Steuergeschenke und Subventionen in Millionenhöhe einstecken. Wir brauchen in der Bundesrepublik endlich ein modernes Arbeitsrecht – um die Rechte der Beschäftigten gegenüber den Unternehmen zu stärken und sie vor Diskriminierung und Willkür zu schützen.

Als langjährige Arbeitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion habe ich viele dieser Forderungen (Abschaffung und Überwindung von Hartz IV, Einführung von Mindestlöhnen) häufig vorgebracht und entsprechende Bundesratsinitiativen eingefordert. Jetzt will ich unsere Forderungen endlich dort vorbringen können, wo sie auch tatsächlich entscheiden werden: Im deutschend Bundestag.

Wenn es uns als Linke darum geht die Rechte der Menschen gegenüber den Unternehmen zu stärken, muss uns auch Verbraucherschutz ein wichtigeres Anliegen sein als bisher. Denn die internationalen Märkte werden für die meisten VerbraucherInnen immer undurchsichtiger und komplizierter. Als ehemalige Mitarbeiterin im Verbraucherministerium sehe ich mich in der Lage, für eine Stärkung der Verbraucherrechte zu streiten. Dafür will ich die sächsische Delegation im deutschen Bundestag stärken.

Im Agenturbezirk Bautzen gibt es die größte Arbeitslosigkeit in ganz Sachsen. Angesicht der Krise wird dies in den kommenden Monaten noch schlimmer werden. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag hat sich für ein sozial-ökologisches Konjunkturprogramm ausgesprochen. Im Bundestag möchte ich mich dafür einsetzen, dass existenzsichernden, sozialversicherungspflichtige, öffentlich geförderte Beschäftigung endlich für die Kreise ermöglicht wird. Und drittens will ich mit einer Wirtschaftsförderung, die stärke die Regionen berücksichtigt, strukturschwachen Regionen wieder eine Chance geben.

Über Caren Lay

Ich wurde 1972 in Neuwied geboren. Ich bin von Beruf Diplom-Soziologin und habe vor meinem Weg in die Politik als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin und als Referentin in einem Bundesministerium gearbeitet.

Seit fast zehn Jahren bin ich in Sachsen zu Hause. Ich habe hier zunächst als parlamentarisch-wissenschaftliche Beraterin bei der PDS-Fraktion im Landtag gearbeitet. Seit 2004 bin ich selbst Mitglied des Sächsischen Landtages und parlamentarische Geschäftsführerin der LINKEN. Ich bin außerdem seit einigen Jahren im Parteivorstand der LINKEN aktiv.

Schon früh habe ich angefangen, mich für Politik zu interessieren. Allen Kindern die gleichen Bildungschancen zu eröffnen, auch Kindern aus ärmeren Familien, hat mich dabei angetrieben. Schon als Schülerin habe ich mich in der Friedens-, später dann in der Studentenbewegung engagiert. Ich bin Mitglied des Naturschutzverbandes BUND, der Gewerkschaft ver.di und von attac.

Schwerpunkte meiner politischen Tätigkeit sind Arbeitsmarktpolitik und Verbraucherschutz. In einer Landtags-Kommission zum Demographischen Wandel habe ich mich außerdem mit der Frage beschäftigt, wie man Abwanderung verhindern und strukturschwachen Regionen wieder eine Perspektive bieten kann.

In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport - ich gehe regelmäßig Laufen, zum Klettern und Wandern in die Sächsische Schweiz und treibe Wintersport.

Frage stellen

Die Fragefunktion in diesem Profil wurde geschlossen.

Moderation

Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.

Datenschutz

Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.