Britta Haßelmann
DIE GRÜNEN
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Frage von Gubznf Ertvre an Britta Haßelmann bezüglich Umwelt

# Umwelt 13. Okt. 2009 - 12:53

Die Preise für Photovoltaik-Anlagen sind in diesem Jahr so stark gesunken, dass sie auch bei 60-70% der jetzigen Förderung rentabel gewesen wären.

In Baden-Württemberg werden inzwischen sogar extra Scheunen gebaut, die anschließend leer stehen, nur um PV-Anlagen darauf zu platzieren.

Außerdem sorgt unsere PV-Förderung momentan dafür, dass der Weltmarktpreis künstlich hochgehalten wird. Wäre das nicht so, wäre es evtl. in Südjapan, Südeuropa und Kalifornien mittlerweile ohne jede Förderung möglich eigenen PV-Strom günstiger herzustellen als Strom aus dem Netz zu kaufen.

Würden man die PV-Anlagen nicht bei uns sondern in südlicheren Gebieten verwenden, würden sie, aufgrund der höheren Sonneneinstrahlung, zudem teils mehr als doppelt so viel Strom erzeugen wie bei uns und damit auch doppelt so viel konventionell erzeugten Strom ersetzen. Damit hat unsere Förderung also inzwischen einen negativen Umwelteffekt.

Daher die Frage:

Würden die Grünen von 2009 auf 2010 zumindest eine einmalige Kürzung der Einspeisevergütung von 30-40 % unterstützen, damit die fantastischen Renditen, die momentan erzielt werden, auf nur sehr gute Renditen gekürzt werden und damit gleichzeitig der Weltmarktpreis für die Anlagen sinken kann?

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Regier

Von: Gubznf Ertvre

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