Birgit Stöver
CDU
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Frage von Senax Buyfra an Birgit Stöver bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 07. Juli. 2011 - 18:22

Sehr geehrte Frau Stöver

ich bin Frank aus hamburg Heimfeld und habe nun folgende Frage:

Warum wird Alkohol so tolleriert und Rauchen verboten?

Also ich rauche (ganznormale Zigaretten ) schon sehr lange und fühle mich manchmal ein bischen diskreminiert an manchen Orten aber aus verständnis zu Nichtrauchen akzeptiere ich das.

Zum Beispiel an der S Bahn im Hauptbahnhof wenn man auf dem Bahnsteig richtung neugraben/stade wartet gibt es einen Ort wo man Rauchen darf (raucherzone) die 1. den Vorkommsverhältnissen undgerecht ist (also es sind meist mehr menschen da als reinpassen) und 2tens nicht überdacht ist also (Raucher werden bei regen nass und kriegen bei Hagel beulen.)

Wenn ich jetzt an mein Leben denke dann muss ich ihnen mitteilen das Alkohol 1000 mal gefährlicher ist als rauchen da alkohol teils sehr aggressiv und süchtig macht.

Also wenn ich aus meinem Wohnzimmerfenster an einem sonnigen tag schaue dann sehe ich MINDESTENS 3 Leute die im schatten sitzen und saufen und nachmiitags kommen die anderen noch dazu, diese Langzeitarbeitslosen, die das Steuergeld versaufen, sollte lieber anders geholfen werden, und zwar mit Entzug/Therapie und Alkoholverbot (in deren Fall Essensgutscheine).
Oder

In der S Bahn oder beim Hsv durch ein generelles Alkoholverbot könnte man das Leben von vielen besser und sicherer machen denn viele Prügeln sich weil sie "gesoffen" haben, viele bauen unfälle weil sie "gesoffen" haben und viele vergewaltigen ihre Frauen/ Freundinnen unter Alkoholeinfluss.

Ich finde das man auf die steuereinnahmen verzichten sollte um seine Bürger zu schützen.

Ich finde wer raucht gefährdet sich in erster linie selber, wer trinkt gefährdet sich und seine Umwelt, und meistens wird das "Feierabend-Bierchen" völlig unterschätzt.

ich kann mit worten nicht gut umgehen deshalb schreibe ich es so wie ich es denke

Mfg Frank Ohlsen

Von: Senax Buyfra

Antwort von Birgit Stöver (CDU)

Sehr geehrter Herr Ohlsen,

danke für Ihre Anfrage zum Thema Tabak und Alkohol.

Sie haben recht, das Rauchen in öffentlichen Gebäuden ist in Hamburg untersagt. Rauchfreie Räume sind zum Schutz der Nichtraucher vor den Gefahren des Passiv- oder Mitrauchens gewollt.

Das Rauchen selbst ist dadurch eingeschränkt aber nicht generell verboten.

Daneben stellen Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht eines der schwerwiegendsten Probleme unserer Gesellschaft dar. Dort wo Schwächere unseren Schutz und unsere Unterstützung benötigen, haben wir als Politiker tätig zu werden. Dies ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die vor den Gefahren des Alkoholkonsums zu schätzen sind, der Fall. Darüber hinaus wird in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Hamburg, in Bus und Bahn ab dem Herbst diesen Jahres das Alkoholverbot um- und durchgesetzt werden.

Ihre Überlegung einem Bezieher von Arbeitslosengeld, einem erwachsenen Menschen, der selbstverantwortlich ist, ausschließlich Gutscheine auszuhändigen, mit Verboten und Zwang zu arbeiten, ist nachvollziehbar, verstößt aber in der Ausschließlichkeit gegen dessen Menschenwürde.

Daher ist es alternativ sinnvoll weitere Hilfen (z.B. Therapien, Entzug) vor Ort in jedem Stadtteil diesen von Ihnen wahrgenommenen Menschen anzubieten.
Ein allgemeines Alkoholverbot löst meiner Meinung nach keine der von Ihnen beschrieben Situationen und würde eine Diskriminierung der betroffenen Personen bedeuten.

Mit freundlichen Grüßen,

Birgit Stöver MdHB