Bernd Heynemann
CDU
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Frage von Fgrsna Evpuneqg an Bernd Heynemann bezüglich Arbeit und Ausbildung

# Arbeit und Ausbildung 14. März. 2011 - 18:35

Sehr geehrter Herr Heynemann,

ich habe mir das Wahlprogramm der CDU angesehen und habe festgestellt, dass es ziemlich dem Programm ähnelt was es vor der letzten Wahl gab.
Was hat die CDU denn daran gehindert die im letzten Wahlprogramm angeschnittenen Punkte umzusetzen?

Immer wenn Wahlen sind, kommen dann die ganzen Dinge die eine Partei unbedingt umsetzen möchte und wenn diese Partei dann regiert, sieht man nichts davon.
Ich finde das wenig überzeugend!

Außerdem sehe ich viel "Wollen" aber wenig Konzept, wie wollen Sie denn z.B. den Mittelstand und das Handwerk als maßgeblichen Stabilisator des Ausbildungsmarktes unterstützen?

Oder wie Allgemein die Menschen zu vernünftigen Arbeitsplätzen führen?

Ich habe eine hohe Qualifikation und viele Studenten in meinen Freundeskreis sind ebenfalls Top Qualifiziert. Wir würden uns natürlich freuen wenn es eine Alternative zu immer nur Call Center und gering Qualifizierten Hilfsjobs auf 400€ Basis geben würde, da die CDU es aber in den letzten Jahren nicht geschafft hat und sogar für die Call Center wirbt, sehe ich das eher skeptisch.
Es reicht im Übrigen nicht aus die Call Center über drei Ecken darum zu bitten eventuell mehr zu Zahlen, ein Mindestlohn wäre die richtige Antwort und auch wirtschaftlich auf Grund der hohen Erträge der Call Center sicher machbar.

Ich hoffe Sie können mir beantworten was die CDU in Zukunft besser machen möchte um die zwangsläufige Abwanderung Qualifizierter junger Leute zu verhindern, die sich nicht mit einem 5€ Job im Call Center begnügen wollen.

MfG!
Stefan Richardt

Von: Fgrsna Evpuneqg

Antwort von Bernd Heynemann (CDU)

Sehr geehrter Herr Stefan Richardt,

die Wahl- und teilweise Regierungsprogramme der Parteien geben die Richtung, Ziele und Grundsätze vor. Meist aber regiert keine Partei allein mit absoluter Mehrheit. Deshalb gibt es in Koalitionen immer Kompromisse, die dann einzelnen Zielstellungen nicht mehr bzw. nicht mehr in Gänze entsprechen. Das ist aber normaler politischer Handlungsalltag ! Viele Zielstellungen sind auch nicht immer in einer Legislatur umzusetzen und es kommt deshalb, so wie Sie es beschreiben, zu "Wiederholungen" in den Programmen. Auch das ist normal und politisch legitim, wenn man an der Umsetzung seiner Ziele festhält.
Ein weitere Punkt, den sie ansprechen, ist der, wie der Mittelstand in Sachsen-Anhalt als Jobmotor gefördert werden kann und muß. Hier denke ich, haben wir ausführlich die zu setzenden Rahmenbedingungen beschrieben und wollen diese auch weiterhin umsetzen. Ein wichtiger Punkt dabei ist u.a. einem flächendeckenden Mindestlohn nicht einzuführen, da er die mittelständischen Betriebe die Grundlage entziehen würde. Wir arbeiten eng mit den Gewerkschaften und Tarifparteien zusammen, um auch, wie Sie am Beispiel der Call-Center beschreiben haben, auf jeden Fall tarifliche Löhne zu sichern.
Ein Schwerpunkt Ihrer Anfrage bleibt aber ungelöst und wird für alle Parteien eine Herausforderung sein: Wie schaffen wir es, junge und qualifizierte Leute in Sachsen-Anhalt zu halten bzw. wieder zurückzuholen? Es gibt einige Ansätze, aber letztendlich geht das nicht nur über "Heimatverbundenheit", sondern über ein Lohnniveau, das zumindest dem westlichen entspricht. Und da sind wir auch wieder bei der Förderung des Mittelstandes, der dieses Lohnniveau im wesenlichen zu tragen hat. Sachsen-Anhalt ist auf einem guten Weg, Sie und Ihre Bekannten, Verwandten, Freunde und Kollegen können mit Ihrer Stimme am Sonntag diesen weiteren Weg bei der Wahl einer demokratischen Partei mit beeinflussen. Ich bitte Sie, zur Wahl zu gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Heynemann

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