Beate Petersen
WfW
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Frage von Lnfzva Xöavt an Beate Petersen bezüglich Familie

# Familie 03. Sep. 2015 - 07:25

Sehr geehrte Frau Petersen,

bitte nehmen Sie Stellung zu folgendem Thema:

"1. Sep. 2015 — Herr Gröhe garantierte kürzlich beim Bürgerdialog in Krefeld, dass man in Deutschland auch in den kommenden Jahren gut Kinder bekommen kann. Besser als unsere Eltern. Viel besser als unsere Großeltern. Und besser als in den meisten Nachbarländern.
Dabei vergaß er darauf hinzuweisen, wie desolat die geburtshilfliche Versorgung vor seiner eigenen Haustür in Nordrhein-Westfalen ist:
* Zu viele werdende Mütter finden keine Hebamme für die Vorsorgeuntersuchungen als die Wochenbettbetreuung.
* Krankenhäuser mit Geburtshilfe haben Schwierigkeiten Stellen mit Hebammen zu besetzen.
* 36 Geburtskliniken wurden in den letzten 15 Jahren geschlossen.
* Die Erreichbarkeit eines Kreißsaals innerhalb von 20 Kilometern ist nicht mehr garantiert.
* Die Kaiserschnittrate liegt bei über 30% der Geburten."

Wie gedenken Sie in Ihrer Amtszeit diesen Mißständen zu begegnen?

Mit freundlichem Gruß

Lnfzva Xöavt

Von: Lnfzva Xöavt

Antwort von Beate Petersen (WfW)

Sehr geehrte Frau Xöavt,

Für Ihre Frage danke ich und bitte, mir die verzögerte Beantwortung nachzusehen.
Nun werde ich versuchen, die Frage zu beantworten.
Zugegebenermaßen stecke ich in diesem Thema nicht wirklich drin und müßte mich erst einarbeiten.

Soweit mir bekannt, hat Wuppertal das letzte städtische Krankenhaus zur Darstellung der ursprünglichen Döppersberg-Umbau-Finanzierung (Eigenanteil von 35 Mio. €) verkauft, so dass die Stadt kein städtisches Krankenhaus mehr hat und somit generell nur noch begrenzt Einfluss auf deren Betriebsführung nehmen kann.

Die Misere Geburtshilfe ist vermutlich auch kein rein städtisches Problem,
da geht es wohl eher um die Verhandlungen zwischen Krankenhäusern, Krankenversicherung und dem Land.

In Wuppertal ist die Geburtshilfe in W-Elberfeld (Bethesda), ab 2016 auch in W-Barmen (Helios) und im Geburtshaus gesichert. Dort werden auch viele Hebammen wieder eine Anstellung finden – dann im Krankenhausdienst.

Wie hoch die Kaiserschnittrate in Wuppertal ist, müßte ich erst erfragen und würde Auffälligkeiten sodann hinterfragen.

Vielleicht ist es sinnvoll, bei Bedarf Beratungsstellen, wie Diakonie, Alte Feuerwache, wo Familienhebammen junge Familien beraten werden können, auszubauen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit sonnigen Grüßen
Beate Petersen
Oberbürgermeister-Kandidatin
nominiert durch die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW)