Beate Petersen
WfW
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Frage von Unaf Crgref an Beate Petersen

21. Aug. 2015 - 12:25

Warum sind Sie die bestgeeignete Kandidatin für den OB - Sessel? Was qualifiziert Sie?

Von: Unaf Crgref

Antwort von Beate Petersen (WfW)

Die verzögerte Antwort bitte ich mir nachzusehen, aber das Wochenende war gespickt mit Aktivitäten, die die Vorwahlzeit so mit sich bringt: Plakate aufhängen, Infostände, Veranstaltungen besuchen etc.

Ihre Frage beantworte ich sehr gerne:

Ich bin gebürtige Wuppertalerin und der Stadt als Wohnort treu geblieben. Als Pendlerin habe ich zugleich den Blick über den Tellerrand gewagt und betrachte Wuppertal auch von außen.

Ausbildung/Studium und langjährige berufliche Praxis qualifizieren mich insbesondere für die Themen solide Finanzen und Steuern. Herausforderungen, Neuland zu wagen, nahm und nehme ich beruflich wie privat mutig an und bin gewohnt, vorausschauend zu denken und auch dann hartnäckig zu bleiben, wenn keine Lösung in Sicht zu sein scheint.

Auch als engagierte Bürgerin stelle ich dies seit 2009 fortwährend unter Beweis. Dass unsere Argumente und Alternativen von den Wuppertaler Entscheidungsträgern nicht gehört oder verstanden werden (wollen), schreckt mich nicht ab, da ich aus eigenen Erfahrungen im Bereich Energie (Bürgerenergiegenossenschaft, Agenda-Prozesse, Natur/Umwelt) in den Nachbarkommunen weiß, dass es anders/besser geht, wenn alle Beteiligten zusammenwirken (wollen).

Deutlich einfacher ist da die Initiierung und Koordination z.B. der Sauberkeitspaten – der seit 2009 traditionell zweimal jährlich als Frühjahrsputz (zeitgleich mit dem Picobello(Wupperputz-Tag) und Herbstkehraus (in Anlehnung an die Schwelmer Tradition) stattfindenden nachbarschaftlichen Müllsammlung, um unbedacht in das Straßenbegleitgrün entsorgten Verpackungsmüll einzusammeln. Besser wäre natürlich, die Menschen davon überzeugen, Müll erst gar nicht in die Natur zu entsorgen! Das geht m.E. nur über Erziehung, Bildung und konsequentes Vorleben - ist aber ein längerer Prozess. Einen Versuch startete ich dazu als Kunstprojekt mit Kindern an einem naturbelassenen Ort mit Spielplatz, der Montag bis Freitag von Schlüsselkindern genutzt wird und am bereits Freitagabend beginnenden Wochenende bis Sonntag als Grillplatz und für Großfamilienfeiern von Besucher aus ganz NRW genutzt wird. Letzteres wäre okay und würde wohl auch akzeptiert, wenn nicht in angrenzenden Wohngebiet wild geparkt und das Gelände völlig vermüllt verlassen würde. Die wirklich sehr engagierten Erzieherinnen muten den kids den Anblick dann Montags nur höchst ungern zu, können es aber meist nicht so ganz verhindern. Leider ist dies (m)ein Projekt, das sich wg. auswärtiger Vollzeit-Berufstätigkeit, Vollzeit-ehrenamtlichem Engagement immer wieder verzögerte.

Nicht zuletzt habe ich mich auch mit dem ehrenamtlichen Engagement auf etwas völlig Neues eingelassen. Weder waren mir die Themen der städtischen Bauleitplanung von Großprojekten und damit verbundener gesetzlich normierter Bürgerbeteiligung inhaltlich vertraut noch hatte ich basisdemokratische Gruppendynamik bisher so erlebt – insbesondere nicht in Gruppen, die zwar ein gemeinsames Ziel verfolgen, sich aber mit überhaupt nicht homogenen beruflich/privaten Hintergründen und Erfahrungen/Erwartungen einbringen. Damit umzugehen, weiterzumachen und Lösungen zu suchen schärft auch die eigene Persönlichkeit noch weiter aus.

Lösungen denke ich stets zukunftsweisend, nie ausschließlich auf den Ist-Zustand bezogen und schon gar nicht rein monetär! Als Beispiel dazu nenne ich meinen Einsatz als Vorreiterin in der Gemeinwohlökonomie – eine Alternative, wie Wirtschaften auch nachhaltig und verantwortlich geht.

Für weitergehende Fragen stehe ich gerne zur Verfügung und verbleibe

mit sonnigen Grüßen

Beate Crgrefen

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