Dr. Barbara Hendricks
SPD
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Frage von Naqernf Wnabjvgm an Dr. Barbara Hendricks bezüglich Sicherheit

# Sicherheit 06. Juli. 2018 - 19:56

Guten Tag,
ich möchte Sie als Mitglied der Organisation "Deutsch Niederländische Konferenz" fragen ob dort folgender Zusammenhang eingehender erörtert wurde:
"...Seitdem nimmt die Schmelz- und Rückzugsrate des Pine-Island-Schelfeises stetig zu, bei dem sich die Gründungszone bereits mehr als 30 km zurückgezogen hat. Modellsimulationen zufolge kann sich dieser Prozess um 40 km landeinwärts fortsetzen (Favier et al. 2014), bevor das Felsbett wieder ansteigt. Damit würde sich die Massenverlustrate des Westantarktischen Eisschildes von einem mittleren Wert von 20 Gt/Jahr im Zeitraum 1992-2011 auf über 100 Gt/Jahr für die nächsten 20 Jahre erhöhen...." aus : http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2015/11/g...
Der Kollaps der Rosseisschelf`s hat begonnen. Aus historischen Daten lässt sich ableiten, das mehrere Meter /Jahrhundert Meeresspiegelanstieg realistisch sind. Alle Deichwerke der Niederlande werden binnen weniger Dekaden nutzlos. Bis zum ersten Deichbruch werden solche Szenarien als "übertrieben" abgetan, das ist mir bewust.
Zögen die Niederlande wenigsten in betracht in urbanen Zentren Schiffe für amphibische Operationen namentlich die Rotterdamklasse Kreuzer ( https://en.wikipedia.org/wiki/HNLMS_Rotterdam_(L800) ) als Evakuierungsplattformen zu stationieren? (Beste Eignung durch Kleinsthafen, Instandsetzung, Landeplatz, Funk und Radar, autarke u. flutgeschützte Stromversorgung, Krankenstation ect.)
Der Verlauf wäre der Hamburger Sturmflut nicht unähnlich, von den Dimensionen abgesehen. Schwimmende Evakuierungsplattformen vermindern nicht nur die Verlustraten insgesamt sondern auch den Schweregrad der Verletzungen. Die Bundesrepublik ist als Anrainer direkt betroffen.

Von: Naqernf Wnabjvgm

Antwort von Barbara Hendricks (SPD) 02. Aug. 2018 - 13:10
Dauer bis zur Antwort: 3 Wochen 5 Tage

Sehr geehrter Herr Wnabjvgm,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Am vergangenen Lenkungsausschuss des deutsch-niederländischen Forums habe ich aus terminlichen Gründen nicht teilgenommen. Auch wenn ich als Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve ein besonderes Interesse an unseren niederländischen Nachbarn habe, kann ich Ihnen keine detaillierte Auskunft zu den dortigen Deichen geben, da mir hierzu keine Informationen vorliegen. Mir ist allerdings bekannt, dass in den Niederlanden die zuständige Behörde Rijkswaterstaat im Hinblick auf den Klimawandel mit der Überprüfung der Deiche begonnen hat.

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Hendricks