Axel Dörken
Grundeinkommen
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Frage von Rainer L. •

Frage an Axel Dörken von Rainer L. bezüglich Familie

Sehr geehrter Herr Dörken,

wie ist Ihre Meinung zum bedingungslosen Grundeinkommen?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Locke

Antwort von
Grundeinkommen

Hallo Rainer,

vorab: Ich mag es im "Du" zu kommunizieren, weil ich es als die freundliche Art des Miteinanders erachte, währedn ich beim sie eine Distanzierung wahrnehme. Wenn du lieber ein "Sie" erhaltern möchtest, denk es dir bitte hinzu. Danke!

Zu deiner Frage:

Ich bin absolut für ein BGE. Mir schwebt eine erweiterte Götz-Werner-Version vor. Wobei ich mich auch mit dem Modell der Grünen und dem der Linken angefreundet habe.

Einschub:

Wenn du übrigens mehr über die aktuell gängigen Modelle in Relation zur Gerechtigkeit erfahren möchtest, empfehle ich dir, so du sie n och nicht kennst, die Maghisterarbeit von Frieder Neumann:
http://www.unternimm-die-zukunft.de/Ausgewaehlte_Texte/MAGISTERARBEIT_Gerechtigkeit_und_Grundeinkommen.pdf

Die Erweiterung, die ich bei dem von Götz Werner vorgeschlagenen Modell (Finanzierung über eine Mehrwersteuer) vornehmen würde, ist die, dass ich mindestens eine Börsenumsatzsteuer von 1% einführen würde. Ganz einfach deshalb, weil in Zeiten wie der aktuellen, also bei einem längeranhaltenden Konsumeinbruch, kann ein BGE unmöglich nur aus einer Konsumsteuer heraus bezahlt werden.

Wie jedoch bei Einführung einer Börsenumsatzsteuer einer evtl. Steuerflucht vorgebeut werden kann, da habe ich nur eine Antwort, die zum aktuellen Zeitpunkt eher auf geringe Resonanz treffen könnte: Ehrlichkeit und Sittlichkeit vorleben und dann, weil authentisch, darum bitten, dass diese Art aufgegriffen wird. - Dass die wirkt, ist wissenschaftlich belegt (Buchtipp: Dan Arieli, Denken hilft zwar, nützt aber nichts). Doch ohne das Vorleben einer Moral - die das Wort Moral wert ist - wird die übewiegende Mehrheit der Einzelnen weiterhin zusehen, dass sie ihre Vorteil bekommen. Ggfls. auch auf betrügerische Art.

Dass Ehrlichkeit, die Aufgabe von Regeln und Kontrolle, und das Annehmen Anderens sich auszahlt, ist übrigens auch längst unternehmerisch belegt (Buchtipp: Ricardo Semler, Das Semco System). Steigerung des Jahresumsatze beim Maschinenbauer Semco: 4 Millionen auf 200 Millionen. In zwanzig Jahren. Lesetipp:
http://www.best-practice-business.de/blog/?p=2831

Liebe Grüße

Axel Dörken