Artur Auernhammer
CSU
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Frage von Naqernf Ervpuuneqg an Artur Auernhammer bezüglich Umwelt

# Umwelt 02. Apr. 2015 - 21:13

Sehr geehrter Herr Auernhammer,

eine aktuelle Studie des WWF zeigt auf, dass eine flaechen- und klimagerechte Ernaehrung der Bevoelkerung langfristig nur bei einer deutlichen Reduktion des Fleischkonsums erreicht werden kann:
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Studie_Das_gros...

Welche Ziele hat sich die Bundesregierung gesetzt, um den Fleischkonsum in Deutschland langfristig zu reduzieren und welche Massnahmen sind hierfuer geplant (bspw. durch Steuerung des Konsumverhaltens oder Besteuerung/Subventionierung bestimmter Produkte).

Mit freundlichen Gruessen
Andreas Reichhardt

Von: Naqernf Ervpuuneqg

Antwort von Artur Auernhammer (CSU)

Sehr geehrter Herr Reichhardt,

mit großem Interesse habe ich die Studie gelesen und es freut mich, dass dieses Thema zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Der Ansatz des Umweltschutzes als Hauptaugenmerk eines zu hohen Fleischkonsums wird jedoch nicht von allen geteilt. Viele Menschen befürchten vielmehr zu große gesundheitliche Probleme unserer Gesellschaft. Richtig ist, dass beide Auswirkungen sind - respektive sein können.

Welche Produkte wollten Sie subventionieren, damit der Fleischkonsum gesenkt wird? Ich erkenne hier allein in Aufklärungskampagnen eine Bringschuld des Staates. Keinesfalls wird es jedoch zielführend sein, den konsequenten Vegetarier-Tag einzuführen, den es eigentlich bereits seit langer Tradition gibt. Die katholische Kirche praktiziert in weiten Teilen und mit Ihr ein Teil der Christenheit den fleischlosen Konsum am Freitag. Der Ansatz ist ein anderer, die gewünschten Auswirkungen die gleichen.

Der Staat wird keinem vorschreiben an jedem Freitag - sowie viel mehr Menschen typischerweise an einem Karfreitag - kein Fleisch zu essen. Da werden wie uns einig sein. Ähnliche Gründe bewegen uns auch dazu, einen Fleischlosentag keinem aufzudrängen. Zudem entspricht eine Anreizbesteuerung zur Konsumsteuerung keinesfalls meinem Verständnis von Freiheit und Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Artur Auernhammer MdB

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