Arnold Vaatz
CDU
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Frage von Wbunaa S. Avrzrlre an Arnold Vaatz bezüglich Soziales

# Soziales 06. Aug. 2016 - 19:01

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

wenn ich es richtig sehe, beabsichtigt Bundesministerin Nahles eine Rentenangleichung, die Folgendes beinhaltet:

1. Arbeitnehmer in Ost und West zahlen Beiträge in derselben Höhe, diejenigen im Osten also künftig – wie schon bei der Krankenversicherung – auch nach einer Beitragsbemessungsgrenze, wie sie schon im Westen gilt.
2. Die künftigen Renten aus diesen demnächst zu zahlenden Beiträgen werden unabhängig vom Erwerb im Osten oder Westen gleich hoch sein.
3. Rentner mit Beiträgen im Osten erhalten demnächst Renten in gleicher Höhe wie jene mit Beiträgen im Westen.
Sie sträuben sich offensichtlich gegen eine solche Rentenangleichung. Können Sie mir erläutern, warum Sie
• zugunsten der jetzigen Arbeitnehmer im Osten mit
o höheren Beiträgen für diejenigen, die die BBG-OST überschreiten und
o und höhere künftige Renten selbst für diejenigen die die BBG-Ost unterschreiten
• zu Lasten der jetzigen Rentner im Osten
gegen eine solche Gleichbehandlung aller Beitragszahler und Rentner sind?

Wie wollen Sie mit Ihren Kenntnissen als Mathematiker den echten Ossi’s, die in Aurich beschäftigt sind, künftig erläutern, dass sie ohne eine Rentenangleichung weniger an Rente erhalten als mit gleich hohem Verdienst in Dresden? Können Sie sich wirklich nicht vorstellen, dass die gegenwärtigen ostdeutschen Rentner einer vorgezogenen Rentenangleichung zustimmen würden, wenn die jetzigen gut verdienenden Arbeitnehmer zwar mehr Beiträge zahlen müssten, dafür aber auch dieselben Renten erhalten wie Arbeitnehmer im Westen?

Von: Wbunaa S. Avrzrlre

Antwort von Arnold Vaatz (CDU) 02. Dez. 2016 - 10:56
Dauer bis zur Antwort: 3 Monate 3 Wochen

Sehr geehrter Herr Niemeyer,

gern beantworte ich Ihre Fragen.

Nein, ich glaube nicht, dass die gegenwärtigen ostdeutschen Rentner einer schnellen Rentenangleichung und dem damit verbundenen Wegfall der Höherwertung zustimmen würden, da dies eine Rentenkürzung für Ihre Kinder und Enkel bedeuten würde.

Nein, ich glaube nicht, dass Arbeitnehmer im Osten gern mehr Rentenbeiträge zahlen wollen, um eine Angleichung der jetzigen Renten zu finanzieren um selbst später aufgrund der bestehenden Lohnunterschiede und dem Wegfall der Höherwertung eine geringere Rente als die jetzigen Rentner zu beziehen.

Meine Einschätzung der nun getroffenen Regelung können Sie gern einem Beitrag auf meiner Homepage entnehmen: http://www.arnold-vaatz-mdb.de/kolumne-superillu/

Mit freundlichem Gruß
Arnold Vaatz