Dr. Annette Schavan
CDU
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Frage von Gvzz Fpujnemr an Dr. Annette Schavan bezüglich Bildung und Forschung

# Bildung und Forschung 18. Juni. 2009 - 03:07

Sehr geehrte Frau Dr. Schavan,

leider musste ich heute Ihre "verhaltene Reaktion", auf den stattfindenden bundesweiten Bildungsstreik vernehmen. Die Forderung nach einer Reform, des eingeführten Bachelor- & Masterstudiengangs, als „zum Teil gestrig“ zu diffamieren halte ich für schlichtweg unadäquat, da Sie somit entweder den beteiligenden Studenten und dem involvierten, solidarischen Lehrpersonal und somit wiederum einem erheblichen Teil jener Klientel, die ihr staatliches Amt legitimiert, jegliche differenzierte Betrachtungsweise absprechen oder sich selbst als jene Person offenbaren, welche einer undifferenzierten Betrachtungsweise, eben jener Forderungen, unterliegt.
Auch mir ist klar, das Deutschland „Teil des europäischen Bildungsraums“ ist, und die Entwicklung eines reformierten Bildungssystems, im Sinne des Bologna-Prozesses, keine Aufgabe ist, die problemlos innerhalb eines kurzen Zeitraums zu realisieren wäre. Umso mehr drängt sich mir die Frage auf, warum gerade Sie, Frau Dr. Schavan, sich in einer ersten Stellungnahme zum bundesweiten Bildungsstreik, in dieser Weise, über die Forderungen der durchaus dialogbereiten Kräfte der Betroffenen aussprechen, statt diese zu motivieren aktiv für ein Grundrecht auf Bildung einzutreten und auf die, trotz Pisa-Studie, weitestgehend ignorierte Misere der soz. Auslese im deutschen Bildungssystem aufmerksam zu machen. Bildungspolitik sollte, besonders in einem (viel zitierten) „rohstoffarmen Land“ flexibel genug sein, Impulse der Betroffenen aufzugreifen & sie dazu motivieren aktiv an Reformation & Optimierung des „neuen Systems“ zu partizipieren, auch wenn das bedeutet, das bildungspolitische Entscheidungen nicht gemäß dem Prinzip der Einbahnstrassen funktionieren können.

Leider führt Ihre gängige Praxis, nur persönliche Antworten zu verschicken die Möglichkeiten dieser Website Politik transparent zu gestalten & die vielbeklagte Verdrossenheit zu bekämpfen ad absurdum. Daher bitte ich Sie hier zu antworten!

mfg,
T.Schwarze

Von: Gvzz Fpujnemr

Antwort von Annette Schavan (CDU)

Sehr geehrter Herr Mungenast,

vielen Dank für Ihre Ausführungen.

Gerade habe mich dazu in der Frankfurter Allgmeinen Zeitung vom 19. Juni 2009 ausführlich geäußert. Sie finden das Interview auf meiner Homepage http://www.annette-schavan.de .

Seien Sie herzlich und mit guten Wünschen gegrüßt.

Ihre Annette Schavan