Annette Groth
WASG
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Frage von Ibyxre Mvagtens an Annette Groth bezüglich Arbeit

# Arbeit 08. März. 2006 - 18:59

Die MLPD Stuttgart prüft eine Wahlempfehlung für die Kandidaten der WASG in Stuttgart. Vor diesem Hintergrund bitten wir um kurze Stellungnahme zu folgenden Themenkreisen:

1.) Wie ist Ihre Position zum Kampf gegen Hartz IV und zu einer Beteiligung an den Montagsdemos?

2.) Welche Haltung haben Sie zur Frage der Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich?

3.) Wie stehen Sie der Unterstützung einer Friedensinitiative angesichts der wachsenden Kriegsgefahr im Konflikt mit dem Iran gegenüber?

4.) Unterstützen Sie die Bewegung zur Vermeidung von Feinstaub und zur Förderung der Initiative für Kryo-Recycling (www.total-recycling.org)?

5.) Unterstützen und fördern Sie die Entwicklung einer außerparlamentarischen Opposition?

6.) Sind Sie zu einer vorbehaltlosen und gleichberechtigten Zusammenarbeit auf demokratischer und antifaschistischer Grundlage bereit?

Für Ihr Rückmeldung bedanken wir uns schon im voraus!

Mit freundlichen Grüßen
Volker Zintgraf
Kreisvorsitzender der MLPD

Von: Ibyxre Mvagtens

Antwort von Annette Groth (LINKE) 11. März. 2006 - 13:54

zu 1.)
Die WASG ist gegen Hartz IV und gegen Sozialabbau. Die Montagsdemos waren
leider nicht sehr erfolgreich und eine Fortführung erscheint mir nicht
sinnvoll.

Wünschenswert wäre die Organisierung eines breiten Spektrums von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, der Friedensbewegung, Studierenden und linken Kräften gegen die Einführung der Rente mit 67, was eine reale Rentenkürzung ist, gegen den weiteren Sozialabbau und Kürzungen der "Transferleistungen" (Rente und Sozialleistungen), den Steinbrück bereits angekündigt. (Er wartet nur die Landtagswahlen ab.), gegen die Mehrwertsteuer, die eine Konjunkturschwäche zur Folge hat und die "Binnennachfrage dämpfen wird" (Steinbrück im Handelsblatt vom 2.3.06; auf einem Treffen mit SPD-Abgeordneten sagte er, dass jeder Volkswirtschaftstudent im 2. Semester wisse, wie MWsteuererhöhungen der Konjunktur schaden, Stgt Zeitung, 2.3.06), gegen die größte Privatisierung des Jahrzehnts, die BAHN (Die Große Koalition will den Börsengang der Deutschen Bahn AG im Frühsommer vom Bundestag beschließen lassen!), das ist die Plünderung öffentlichen Eigentums in der Dimension von 250 Milliarden € und ein weiterer radikaler Abbau von Arbeitsplätzen im Bahnbereich und in der Bahntechnik; und für die Einführung des Bürgerbegehrens/Volksentscheides in Baden-Württemberg.

zu 2.)
Die WASG ist für Arbeitszeitverkürzung und unterstützt deshalb auch den Streik im öffentlichen Dienst. Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ist zwar wünschenswert, aber gegenwärtig nicht realistisch, darum fordert die WASG eine Umverteilung von Arbeit sowie eine Arbeitszeitverkürzung statt Arbeitszeitverlängerung.

zu 3.)
Sehr positiv, und angesichts des zunehmenden "Säbelrassels" sehr nötig!

zu 4.)
JA

zu 5.)
Ja! Ich bin seit Jahrzehnten in außerparlamentarischen Bewegungen aktiv, jetzt bei attac.

zu 6.)
Die WASG kooperiert mit allen Gruppen/Organisationen, die demokratisch und antifaschistisch sind, zusammen.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Groth