Angelika Hagedorn
FAMILIEN-PARTEI
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Frage von Erangr Onfgvna an Angelika Hagedorn bezüglich Arbeitsmarktpolitik

# Arbeitsmarktpolitik 03. Juni. 2009 - 17:41

Sehr geehrte Frau Hagedorn,

das Thema "1-Euro-Jobs" wird kontrovers diskutiert.
Ich möchte gerne wissen, wie Sie die Lage - bedingt durch die aktuelle Arbeitsmarktsituation - einschätzen.

Hilft dieses Modell dem Arbeitssuchenden bei der Suche nach einen festen Arbeitsplatz?
Oder geht es mehr darum, dass sich ein Arbeitssuchender "wertgeschätzter" fühlen kann / soll ?

Denken Sie, dass Firmen in Versuchung kommen, die "preiswerte" Arbeitskraft zu nutzen, um Festanstellungen zu umgehen?
Werden grundsätzlich "feste" Arbeitsplätze durch das 1-Euro-Job-Modell gefährdet / vernichtet ?

Vielen Dank für eine Antwort.
Freundlicher Gruß
Renate Bastian

Von: Erangr Onfgvna

Antwort von Angelika Hagedorn (FAMILIE)

Sehr geehrte Frau Bastian!
Vielen Dank für Ihre mail. Sie regen hiermit ein hochbrisantes Thema an.
Ich glaube nicht, dass 1 Eurojobs eine wirkliche Perspektive geben. Dieses haben mittlerweile auch verschiedene Studien bewiesen. Die Erfahrungen mit 1 Eurojobs zeigen, dass sie in den meisten Fällen für Langzeitarbeitslose keine Perspektive für einen Übergang in den ersten Arbeitsmarkt bieten. Statt der 1 Eurojobs brauchen wir einen zweiten Arbeitsmarkt,, der sich am Gemeinwohl orientiert und nicht Arbeitsplätze und den Arbeitsmarkt gefährdet.
Wenn es für Langzeitarbeitslose nur 1 Eurojobs gibt, dann sollten sie wenigsten sinnvoll verteilt werden, z.B. der arbeitslose Gärtner in eine Gärtnerei und der Sozialarbeiter in einer sozialen Einrichtung.
Leider ist dieses nicht selbstverständlich. Ein wenig Wertschätzung kann sogar ein 1 Eurojob bieten. Und viele Menschen machen auch diesen Job gerne. Vielleicht hilft es auch ein wenig bei Bewerbungen, wenn man sagen kann, dass man gerade dieses oder jenes tut.
Wünschenswert sind natürlich reguläre versicherungspflichtige Beschäftigungsverhätnisse.
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Hagedorn

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