Andreas Geisler
SPD
Profil öffnen

Frage von Enys Fybjran an Andreas Geisler bezüglich Verkehr und Infrastruktur

# Verkehr und Infrastruktur 27. Juli. 2009 - 14:00

Sehr geehrter Herr Geisler,

weshalb ist das Radwegkonzept im Norden von Leipzig so schlecht koordiniert, da man keine klare und gute Verbindung zum Schladitzer See oder Werbelin See hat? Was können und wollen Sie ändern ?

Von: Enys Fybjran

Antwort von Andreas Geisler (SPD)

Sehr geehrter Herr Slowena,

Herzlichen Dank für Ihre Frage. Da treffen sie bei mir voll in eine offene Wunde. Dieses Thema regt mich seit Jahren auf und ich kämpfe auch schon seit Jahren dafür, dass das was schon mal da war, wieder vernünftig hergestellt werden muss und Lücken sinnvoll ergänzt werden.
Aber mal chronologisch: Die Radwege im Bereich des GVZ wurden im Zuge der Ansiedlungen wie Porsche einfach gekappt, die Gemeinde Lindenthal für die ich damals im Gemeinderat saß hatte ein Radwegekonzept angefangen zu verwirklichen aber es passte nicht zu den Ansiedlungsplänen. Das betrifft vor allem die Bürgerinnen und Bürger die aus Richtung Lindenthal aber auch aus Lützschena/Stahmeln an die nördlichen Seen wollen. Anfang letzten Jahres ist es mir nun endlich gelungen die SPD Fraktion im alten Stadtrat zu einem Antrag zu bewegen diese Situation zu beheben. Aus dem Antrag ist mittlerweile ein Beschluss geworden und ich hoffe erste Schritte werden zügig umgesetzt. Dieses würde um so besser gelingen, wenn die Wähler am 27.09. bei der Nachwahl mein ganz knapp errungenes Stadtratsmandat bestätigen was ich mir natürlich erhoffe und für den Norden von Leipzig wünsche.

Im Zuge dieses Antrages soll auch die Verbindung auf der Haynaer Brücke endlich geschlossen werden und einen neuen Belag erhalten. Der jetzige Zustand ist lebensgefährlich vor allem für Kinder die bei der Abfahrt von der Autobahnbrücke leicht stürzen können. Gerade weil Nordsachsen und Leipzig zu meinem Wahlgebiet gehört müssen da vernünftige Lösungen her und die Radwegenetze von Leipzig und Nordsachsen an solchen Stellen ordentlich verbunden werden. Schwachpunkte sehe ich aber auch noch in der Ortsdurchfahrt durch Lindenthal entlang der S1 und im nichtvorhandenen Radweg aus Wahren oder Möckern durch Lindenthal an die nördlichen Seen und der nicht vorhandenen Verbindung vom S-Bahn Haltepunkt Lützschena zur Erich Thiele Strasse. Aber auch diese Punkte habe ich als Ortschaftsrat und SPD Ortsvereinsvorsitzender benannt und aufgezeigt und sogar den Baubürgermeister Martin zur Nedden zu einem Bürgerforum über dieses Thema nach Lindenthal geholt. Auch wenn dann manchmal die Beteiligung der Bürger zu wünschen übrig lässt. Als eine riesige Frechheit habe ich es empfunden, dass als die S1 neu gebaut wurde trotz mehrmaligen Anträgen durch mich aber auch durch den Ortschaftsrat keine Unterführung auf Höhe des abbiegenden Radweges zur Haynaer Brücke geschaffen wurde.

Leider hat sich kein Landtagsabgeordneter dieses Themas angenommen, auch nicht die, die hier vor Ort bei Ortsfesten immer verkünden wie sie für den Bürger da sind. Beim Ausbau der Radwege im Bereich DHL wurde eine solche Unterführung wie selbstverständlich gebaut. Ich weiß nicht nach welchem Maßstab es geht aber ich denke da sind Änderungen dringend geboten! Aber die größte Frechheit ist doch die Autobahnbrücke entlang der Delitzscher Landstrasse aus Wiederritzsch in Richtung Schladitzer Bucht. Dort wurde eine Brücke mit beidseitigen Radwegen geplant, planfestgestellt aber dann ohne jeglichen Radweg gebaut. Und obwohl sich die Ortschaftsräte von Lindenthal und Wiederitzsch dahinter geklemmt hatten wurde der Bau ohne durchgezogen und beendet. Jetzt werden Lösungen gesucht das zu heilen was naturgemäß bei der schmalen Brücke schwierig ist.

Das Fazit: Radwege sind kein Mittel um Lärm nicht zu hören aber ich bleibe dabei, wer für die Entwicklung einer Region oder der Stadt Leipzig mehr Belastungen auf sich nimmt muss einen Ausgleich über das normale Maß hinaus erhalten. Und Investitionen in ein Radwegenetz und damit eine Verbesserung der Lebensqualität in diesem Sinne sind doch das Mindeste was im Interesse der Bürger passieren muss, nicht als Maßnahme gegen den Lärm aber um ein Stück verlorene Lebensqualität zurückzugeben.

Auf unserer Internetseite: http://www.spd-leipzig-nordwest.de finden sie im Archiv bestimmt einige unserer/meiner Aktivitäten.
Auch dafür werde ich hier in der Region streiten, sollten die Bürgerinnen und Bürger mir am 30. August ihr Vertrauen aussprechen.
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, freue ich mich darauf sie hier zu beantworten oder besuchen sie mich einfach auf einer meiner Veranstaltungen. Da die LVZ meist wenig von meinen Terminen abdruckt entnehmen sie diese bitte kurzfristig meiner Internetseite http://www.andreas-geisler.eu

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Geisler

Logo für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz von abgeordnetenwatch.de

Dieses Logo steht für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz. abgeordnetenwatch.de setzt sich durch Bürgerbeteiligung und Transparenz für eine selbstbestimmte Gesellschaft ein, in der jede:r gleich viel wert ist. Diese Haltung spiegelt sich neben unserem Codex für die Moderation von Anfragen auch in unserem Sozial-, Umwelt- und Gleichstellungsprofil wider.