Andrea Lindholz
CSU
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Frage von Zvpunry iba Yüggjvgm an Andrea Lindholz bezüglich Umwelt

# Umwelt 23. Aug. 2019 - 10:18

Die Klimaerwärmung wird auf eine Korrelation zwischen Temperaturanstieg und CO2-Anstieg festgemacht und damit soll auch eine CO2-Steuer oder -abgabe begründet werden. Nun war aber die Warmzeit im Mittelalter ohne CO2-Anstieg wärmer als die Zeitphase danach (bis heute) mit CO2-Anstieg ( https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=EVjQggNq&id=8D9E74... ). Wie erklären Sie diesen Widerspruch und wie leiten Sie daraus eine realitätsfremde Besteuerung des CO2-Gases ab, das ohnehin nur 0,037 Prozent der Atmosphäre ausmacht?
Im Weiteren ist die Klimaentwicklung auf 10 Jahre und länger nicht voraussagbar, sagt Prof. Rahmstorf vom Potsdamer Klimainstitut ( https://www.youtube.com/watch?v=4hrx08tInBg&feature=player_embedded&fbcl... ). So wundert es nicht, dass die Klimavoraussage des IPCC für die letzten 20 Jahre kläglich daneben lag ( https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=Fm3WDZ4v&id=C9F9B1... ). Trotzdem hängen Sie (CSU) an den Lippen des IPCC und dessen falschen Prognosen. Warum wollen Sie mit unbewiesenen Hypothesen eine neue Besteuerung einführen und mit welchen harten wissenschaftlichen Fakten rechtfertigen Sie diese dreiste Maßnahme, die an der Realität vorbeigeht?

Von: Zvpunry iba Yüggjvgm

Antwort von Andrea Lindholz (CSU)

Sehr geehrter Herr iba Yüggjvgm,

ob und in welcher Form es eine neue Bepreisung von CO2 geben soll, ist aktuell Gegenstand intensiver politischer Debatten. Am 20. September soll das Klimakabinett der Bundesregierung erste konkrete Vorschläge unterbreiten, die wir dann im Bundestag ausführlich debattieren werden. Insofern fehlt Ihrer Frage nach einer "realitätsfernen Besteuerung" die Grundlage. Die von Ihnen verlinkten Bilder und Grafiken kann ich nicht seriös verifizieren, da u.a. überprüfbare Quellenangaben fehlen.

Als Politiker sind wir selbstverständlich auf die Expertise von externen Sachverständigen angewiesen. Doch auch Sachverständige sind nicht immer einer Meinung. Ein prominentes Beispiel dafür war die Währungs- und Finanzkrise in Europa, in der die renommiertesten Ökonomen des Landes teilweise diametral gegensätzliche Meinungen vertraten. Am Ende liegt es an uns Politikern die Verantwortung zu übernehmen und zu entscheiden. Bei der Frage, ob der Klimawandel menschengemacht ist, ergibt sich jedoch ein vergleichsweise klares Meinungsbild in der Wissenschaft. Die überwältigende Mehrheit (über 90%) der Klimaforscher unterstützen die These, dass die Menschheit signifikant zum Klimawandel beiträgt. Das belegen auch überprüfbare Studien wie diese hier: https://www.pnas.org/content/early/2010/06/04/1003187107.abstract

Vor diesem Hintergrund plädiere ich für eine wissenschaftsbasierte und realistische Klimapolitik. In Panik zu verfallen, wie es manche Klima-Aktivisten fordern, ist sicherlich der denkbar schlechteste Rat. Was wir brauchen sind vernunftgeleitete und ideologiefreie Debatte und realistische Konzepte, die Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft in der globalisierten und digitalisierten Moderne dauerhaft in Einklang miteinander bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Lindholz MdB