Alexander Radwan
CSU
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Frage von Ryvfnorgu Gvyxr an Alexander Radwan bezüglich Landwirtschaft und ländlicher Raum

Sehr geehrter Hr. Radwann,
am So 07.09.08 höre ich in den Nachrichten, dass Hr. Dr. Pachauri Rajendria empfohlen hat, weniger Fleisch zu essen oder ganz darauf zu verzichten, damit wir etwas für unser Klima tun können.
Ist das unser Ziel, dass dann noch mehr Landwirte aufhören, nur um einen Wassertropfen zum Klimaschutz beizutragen. Ich hoffe, dass diese Empfehlung für die Menschheit nicht zu ernst genommmen wird.
Wie ist Ihre Meinung zu solchen Aufforderungen?

Von: Ryvfnorgu Gvyxr

Antwort von Alexander Radwan (CSU)

Sehr geehrter Frau Tilke,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Weltbevölkerung hat in den vergangenen Jahren stetig um eine Milliarde Menschen/ pro Jahrzehnt zugenommen. Die Prognosen sagen voraus, dass es im Jahre 2050 etwa neun Milliarden Menschen auf der Welt gibt (derzeit sind es etwa sechs Milliarden). Mit Zunahme der Weltbevölkerung sowie des steigenden Lebensstandards wird die Nachfrage nach besseren Lebensmitteln und somit deren Produktion steigen.

Nach Aussage von Dr. Rajendra Pachauri, Vorsitzender des Weltklimarates, trage die Fleischerzeugung durch Zuchttierhaltung zum Klimawandel bei. Dies belegen wissenschaftliche Studien wie zum Beispiel von der Welternährungsorganisation (FAO). Diese besagt u.a., dass 37 % des Ausstoßes von Methan von der Viehzucht stammen. Allerdings sind die Ursachen für den Klimawandel vielfältig und die Rinderzucht nicht der primäre Faktor.

Ich sehe hier weniger einen Aufruf zur Einstellung des Fleischkonsums, als vielmehr den Hinweis auf die bisherige bzw. zukünftige Entwicklung und dass wir uns mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie wir darauf reagieren (z.B. Forschung).

Mit Sicherheit kann man einer steigenden Nachfrage aber nicht mit einer Reduktion der Produktion begegnen. Unsere Landwirte werden an diesem Prozess auch ihren Anteil haben.

Mit besten Grüßen
Alexander Radwan