UNABHÄNGIGE

Frage an ´ ´ von Fvevnab Oreauneq bezüglich Verwaltung und Föderalismus

05. September 2013 - 15:57

Lieber Herr Beier,

auf ihrem webauftritt konnte man nachlesen, dass die Briefwählerstimmen im Wahlkreis Ulm bei der letzten Wahl deutlich zurückgegangen sind, bedeutet das denn dass die Briefwahl unwichtiger wird, denn man liest beim Thema Bundestagswahl genau das Gegenteil, dass mehr die Briefwahl nutzen und die Briefwahl auch besser sei. Wieso? Wie ist ihre meinung als Fachmann?

Leider darf ich sie nicht wählen, ich wohne nicht in Baden-Württemberg. Meine Stimme hätten sie sicher!!!

Herzliche Grüße
Bernhard Siriano

Frage von Fvevnab Oreauneq
Antwort von ´ ´
06. September 2013 - 19:36
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 3 Stunden

Sehr geehrter Herr Siriano,

danke für Ihre Frage. Das Thema Briefwahl ist nicht eindeutig zu beantworten.

Bei der Briefwahl haben Sie die Möglichkeit Ihre Entscheidungen für Ihre Erststimme und für die Zweitstimme in Ruhe zu überdenken. Die Briefwahl ist eine gute demokratische Möglichkeit, seine politische Meinung zu äußern und besser als zu resignieren (z. B. wegen der Selbstdarstellung der Parteien, deren nicht realisierbare Wahlversprechen, deren gegenseitige Schuldzuweisungen) und daher am 22. September nicht zu wählen.

Aber es gibt auch Gegenargumente: Briefwahlunterlagen können gefälscht werden und Briefwahlumschläge mit den Stimmzetteln können "verschwinden". Bei der Briefwahl können auch die Stimmen von älteren, gebrechlichen, kranken, in Heimen lebende Menschen missbraucht werden, wenn die Betreuer für diese Menschen nicht im Sinne und zum Wohl dieser Menschen abstimmen.

Trotz alledem: Bei der Briefwahl haben Sie bessere demokratische Möglichkeiten, um alle Kandidaten/innen und alle Parteien - in Ruhe - zu vergleichen und zu überprüfen.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Beier