Zollvergünstigungen für Entwicklungsländer

13 Jun 2012

Das EU-Parlament hat zugestimmt, die Zollvergünstigungen für Entwicklungsländer neu zu regeln. Demnach erhalten weniger Länder Vorteile, besonders arme sollen aber gestärkt werden. Insgesamt stimmten 503 Abgeordnete dafür und 107 dagegen.

Weiterlesen

Abstimmung auf einer Zeitleiste

24.11.2009
Internetsperren (Telekom-Paket)
09.02.2010
Bestätigung der EU-Kommission
10.03.2010
Besteuerung von Finanzgeschäften
Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU
19.05.2010
Verbot des Fleischklebers Thrombin
16.06.2010
Bessere Lebensmittelkennzeichnung
Einführung der Lebensmittel-Ampel
07.07.2010
Deckelung von Banker-Boni
08.07.2010
SWIFT-Abkommen II
22.09.2010
Verbesserte Durchsetzung von Urheberrechten
20.10.2010
Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs
08.03.2011
Einführung einer Finanztransaktionssteuer
07.04.2011
Gemeinsame Sicherheitsstandards bei AKW
08.06.2011
Erweiterung des Schengen-Raumes
23.06.2011
Verbot von Atommüllexporten
Europaweite Regeln für Onlinegeschäfte
05.07.2011
Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
06.07.2011
Frauenquote für Führungspositionen
13.09.2011
Neue Bestimmungen für FRONTEX-Einsätze
28.09.2011
Anforderungen an die haushaltspolitischen Rahmen der Mitgliedstaaten
Verfahren bei übermäßigem Defizit
Vermeidung makroökonomischer Ungleichgewichte
Durchsetzungsmaßnahmen
Haushaltspolitische Überwachung
Überwachung der Wirtschaftspolitiken
01.12.2011
Neuer Verhaltenskodex für Abgeordnete
15.04.2012
Fluggastdaten-Abkommen mit den USA
19.04.2012
Einheitliche Besteuerung von Energieträgern
12.06.2012
Einrichtung einer europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac)
13.06.2012
Zollvergünstigungen für Entwicklungsländer
Entschließungsantrag zum Waffenhandel
03.07.2012
Einführung neuer LKW-Fahrtenschreiber
04.07.2012
ACTA-Abkommen
13.03.2013
EU-Finanzplan 2014-2020
16.04.2013
Verknappung von CO2-Zertifikaten
Deckelung von Banker-Boni
12.09.2013
Einführung einer allgemeinen Bankenaufsicht
13.09.2013
Europaweite Einschränkung des Online-Glücksspiels
08.10.2013
Tabakrichtlinie
10.10.2013
Europäisches Grenzüberwachungssystem (Eurosur)
22.10.2013
Aussetzung des SWIFT-Abkommens mit den USA
10.12.2013
Estrela-Bericht zur »sexuellen und reproduktiven Gesundheit«
15.01.2014
Honig-Richtlinie
04.02.2014
Schutz der Grundrechte von LGBTI-Personen (Lunacek-Bericht)
26.02.2014
Verschärfung der Tabakrichtlinien
Entschließungsantrag zum Thema Sexuelle Ausbeutung
12.03.2014
Aussetzung von Verhandlungen mit USA wegen NSA-Überwachung
03.04.2014
Telekommunikationsverordnung (u.a. Netzneutralität)
15.04.2014
Verbindliches Lobbyregister
16.04.2014
Investorenschutz in der EU

Kommentare

Wieso gebieten unsere Volksvertreter der EU-Diktatur nicht endlich Einhalt?
Ganz einfach:
Weil sie in Wahrheit Volksverräter sind!
Deshalb brauchen wir eine Revolution in Deutschland: http://tomorden.de.to
Um uns von der EU-Diktatur und den Verrätern zu befreien!

Ich hab dazu nichts recherchiert, aber ich kann mir vorstellen, warum Grüne und Linke dagegen votiert haben.

Aus sogenannten Entwicklungsländern werden vor allem Rohstoffe und Agrarprodukte in die EU importiert. Mit dem Abbau der Rohstoffe und dem Anbau von Agrarprodukten im großen Stil wird die Umwelt zerstört, wie beispielsweise in Peru, wo großflächig Palmöl produziert werden soll und für die Plantagen Primärregenwald abgeholzt wird.
Abgesehen davon sind Senkungen der Zollbeträge neoliberales Instrument, dem die Linke generell sehr kritisch gegenübersteht. Aus neomarxistischer Perspektive verstärken neoliberale Regelungen die ungleichen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden und somit die Armut auf der Welt.

Liebe Grüße, Hanna

Grüne und Linke dagegen? Warum das denn?

Naja das hier ist ein zweischneidiges Blatt auf den ersten blick, man muss jedoch bedenken, wer davon profitiert.

Da mir weitere Informationen hierzu fehlen, muss ich davon ausgehen dass die ausgewählten 80 länder nunmehr weniger zoll bezahlen als zuvor (konzentrierung auf bedürftige Länder) .

Die Arbeiter selbst werden diese Anderung wohl eher nicht bemerken sondern nur die Profiteure sprich Unternehmer.

Der altruistische Anreiz zu dieser Entscheidung ist mir schleierhaft, davon profitieren nicht die Arbeiter in diesen Ländern (wie bereits erwähnt) und uns verhilft es vorallem zu einem: günstigere Ressourcen für unsere Industrie. Vorallem aktuell in der Krise wünschenswert.

Neuen Kommentar schreiben