Parteispenden veröffentlicht: Das sind die größten Spender 2014

Mehr als 15 Mio. Euro an Parteispenden haben CDU, CSU, SPD und Grüne im Jahr 2014 von Unternehmen und Verbänden kassiert - der überweigende Teil davon war bislang nicht bekannt. Vor allem aus der Auto- und Metallbranche flossen hohe Zuwendungen. Doch Spenden waren nicht die einzigen Einkünfte aus der Wirtschaft.

Die Namen zahlreicher Parteispender aus der Wirtschaft finden Sie weiter unten im Artikel.

Erst jetzt wird bekannt, wie viel die Parteien 2014, dem Jahr nach der Bundestagswahl, aus der Wirtschaft kassiert haben. Am Mittwoch veröffentlichte die Bundestagsverwaltung die Rechenschaftsberichte der Parteien, in denen u.a. die Spenden ab einer Höhe von 10.000 Euro aufgeführt werden. Danach spendeten Unternehmen und Verbände an die im Bundestag vertretenen Parteien rund 15,0 Mio. Euro. Bislang waren hiervon erst eine Million Euro bekannt und auf der Bundestagswebseite aufgeführt. Mehr als zwei Drittel aller Unternehmensspenden entfielen auf die Unionsparteien, die Linke erhielt als einzige Partei keine veröffentlichungspflichtige Zuwendung.

Doch Spenden sind nicht die einzigen Einkünfte, die die Parteien aus der Wirtschaft erhalten. Weitere 33 Millionen Euro gehen auf das Konto von Sponsoring. Dahinter verbergen sich beispielsweise Einnahmen aus teilweise vollkommen überzogenen Standgebühren auf Parteitagen oder aus Anzeigen in parteieigenen Publikationen, die mitunter sogar teurer sind als eine Annonce im SPIEGEL (lesen Sie hier: Wie Unternehmen die Parteien unerkannt mit Millionen sponsern.) Anders als bei Parteispenden müssen die Geldgeber beim Sponsoring nicht in den Rechenschaftsberichten aufgeführt werden und bleiben vollkommen im Dunkeln. Unternehmen können Sponsoringausgaben überdies von der Steuer absetzen.

CDU

  • Einnahmen aus Spenden von juristischen Personen (Unternehmen, Verbänden, Vereinen) (2014): 7,9 Mio. Euro (davon bislang bekannt: 375.000 Euro)
  • Einnahmen aus Parteisponsoring (2014): 12,4 Mio. Euro (davon identifizierbar: 0 Euro)

Mit rund 7,9 Mio. Euro entfiel mehr als die Hälfte aller Unternehmensspenden des Jahres 2014 auf die CDU. Besonders hohe Zuwendungen kamen aus der Metallbranche, wo Südwestmetall (150.500 Euro) und Daimler (100.000 Euro) zu den traditionellen Großspendern der CDU gehören. Bislang unbekannt war die Spende der Dr. Oetker KG über 107.000 Euro. Spenden oberhalb von 50.000 Euro müssen nach ihrem Eingang eigentlich unverzüglich auf der Bundestagswebseite veröffentlicht werden. Dass dies bei Dr. Oetker nicht der Fall war deutet darauf hin, dass mehrere Spendenzahlungen erfolgten, die allesamt unter der Veröffentlichungsgrenze lagen (mehr hierzu: Wie sieben Großspenden an die GroKo unter dem Radar blieben)

Unter den CDU-Spendern befinden sich außerdem Unternehmen aus dem Umfeld der Deutschen Vermögensberatung AG (u.a. DVAG: 83.500 Euro, Allfinanz: 30.000 Euro), die Allianz Versicherung (30.000 Euro), dem Tabakproduzenten Philip Morris (18.500 Euro) sowie die Rüstungskonzerne EADS (20.000 Euro) und Krauss-Maffei-Wegmann (20.000 Euro).

Überraschend ist eine Spende von der Funke Mediengruppe (u.a. WAZ, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost) in Höhe von 15.000 Euro.

CSU

  • Einnahmen aus Spenden von juristischen Personen (2014): 3,9 Mio. Euro (davon bislang bekannt: 300.000 Euro)
  • Einnahmen aus Parteisponsoring (2014): 6,6 Mio. Euro (davon identifizierbar: 0 Euro)

Die CSU erhielt rund 3,9 Mio. Euro von Unternehmen und Verbänden. Besonders spendabel zeigte sich der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie, der der Partei 333.000 Euro zukommen ließ. Vom Verein der Bayerischen Chemischen Industrie kassierte die CSU 75.500 Euro. Diese Spende war bislang genauso unbekannt wie die 51.000 Euro, die der Hersteller von Tiefkühl-Produkten Klaus GmbH an die Christsozialen zahlte. In beiden Fällen wurden die Zuwendungen offenkundig aufgesplittet und blieben deswegen bis heute unentdeckt.

Weitere Unternehmensspenden erhielt die CSU u.a. von EADS (20.000 Euro), dem Automatenhersteller Gauselmann AG (12.000 Euro) und dem Tabakkonzern Philip Morris (13.000 Euro).

Nicht aufgeführt wird im CSU-Rechenschaftsbericht eine kostenlose Fahrzeugüberlassung des Autobauers BMW im Wert von 143.371 Euro. Diese hatte die Partei 2014 gegenüber der Bundestagsverwaltung als Großspende gemeldet.

SPD

  • Einnahmen aus Spenden von juristischen Personen (2014): 2,5 Mio. Euro (davon bislang bekannt: 245.000 Euro)
  • Einnahmen aus Parteisponsoring (2014): 12,8 Mio. Euro (davon identifizierbar: 0 Euro)

Auf die SPD entfielen 2014 rund 2,5. Mio. Euro an Spenden von juristischen Personen, worunter insbesondere Unternehmen und Verbände fallen. Neben hohen Zuwendungen von Daimler (100.000 Euro) und Evonik (90.000 Euro) fällt die bislang unbekannte Spende der Berliner Eventagentur CPO Hanser über 60.000 Euro ins Auge. In diesem Fall gab es mehrere Teilzahlungen, die jeweils unterhalb der 50.000 Euro-Grenze lagen.

Weitere Unternehmensspenden kassierte die SPD u.a. von EADS (30.000 Euro), der Münchener Rückversicherung (15.000 Euro), dem Tabakkonzern Philip Morris (15.000 Euro) und dem Rüstungsunternehmen Rheinmetall (11.500 Euro). Eine Spende des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie lag bei 50.000 Euro - und damit einen Cent unter der Pflicht zur sofortigen Veröffentlichung.

Grüne

  • Einnahmen aus Spenden von juristischen Personen (2014): 650.000 Euro (davon bislang bekannt: 100.000 Euro)
  • Einnahmen aus Parteisponsoring (2014): 630.000 Euro (die Grünen machen auf ihrer Webseite freiwillige Angaben zur Herkunft ihrer Sponsoringeinnahmen)

Die Grünen erhielten 2014 gut 650.000 Euro aus der Wirtschaft. Die mit 100.000 Euro größte Einzelspende stammt von Südwestmetall, die Daimler AG und die Deutsche Vermögensberatung AG überwiesen jeweils 40.000 Euro.

Unternehmensspenden erhielten die Grünen außerdem u.a. von der Allianz Versicherung (30.000 Euro), der ERGO-Versicherung (15.000 Euro), dem Chemiekonzern Evonik (20.000 Euro)  und dem Verband der Chemischen Industrie (18.000 Euro).

Linke

  • Einnahmen aus Spenden von juristischen Personen (2014): 35.000 Euro (davon bislang bekannt: 0 Euro)
  • Einnahmen aus Parteisponsoring (2014): 240.000 Euro (davon identifizierbar: 0 Euro)

Als einzige der fünf im Bundestag vertretenen Parteien führt die Linke keine Einzelspenden von Unternehmen, Verbänden oder Vereinen auf. Dennoch gibt die Partei Spenden von juristischen Personen in Höhe von rund 35.000 Euro an. Die Erklärung hierfür: In den Rechenschaftsberichten werden lediglich Spender über 10.000 Euro namentlich erwähnt. Auf ihrer Webseite schreibt die Partei, sie erhalte "keine Großspenden von Konzernen, Banken, Versicherungen und Lobbyisten".

Übrige Parteien

Die Rechenschaftsberichte der 2014 nicht im Bundestag vertretenen Parteien, darunter FDP und AfD, sind derzeit noch nicht öffentlich.


Um die Zahlungen an die Parteien wenigstens einigermaßen transparent zu machen, braucht es vor allem zwei Maßnahmen:

  • die sofortige Veröffentlichung von Parteispenden bereits ab 10.000 Euro (bislang: 50.000 Euro)
  • für das Sponsoring von Parteien dieselben Transparenzregeln wie bei Spenden, d.h. eine sofortige Veröffentlichung von Geldgebern und Betrag ab 10.000 Euro (bislang keinerlei Veröffentlichungspflicht)
     

Für Spenden von Unternehmen und Verbänden an Parteien fordert abgeordnetenwatch.de ein Komplettverbot und hat deswegen die Petition "Lobbyistenspenden an Parteien verbieten!" gestartet. Hier können Sie die Petition zeichnen.
 

Lesen Sie außerdem zum Thema:

Lizenz: Der Text auf dieser Seite steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 4.0.

Kommentare

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Interessant wäre wie viel und von wem die afD Spenden erhält

Antwort auf von Serdar

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Die Rechenschaftsberichte der 2014 nicht im Bundestag vertretenen Parteien, also u.a. AfD und FDP, sind derzeit noch nicht öffentlich. Wir haben den Text diesbzgl. ergänzt.

Antwort auf von abgeordnetenwatch.de

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Die Verbrecher sind die die Spenden ( bestechen) und die die sich Spenden( u. bestechen) lassen!

Antwort auf von Serdar

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Die AFD bekommt jetzt bestimmt noch keine Spenden ! Sie hat noch keinen Einfluss !! Warum sollte die Tabaklobisten an die AFD spenden? Die können die Ezigarette noch nicht verbieten! Das machen die Altparteien,die sind in der Lage,die sind an der Macht!

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Wer sind eigentlich die Spenden von abgeordnetenwatch.de?

Ich meine, man sollte doch wissen, wie Lobbyorganisationen sich finanzieren und auch, mit wem sie Kontakte pflegen ... Stichwort Transparenz! Oder gilt dies immer nur fuer andere?

Antwort auf von W. Heidecker

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Welche "Fragen"?! Man erkennt die Absicht, und ich bin verstimmt.
Sie sollten sich schämen. Leute wie Sie wirken auf mich als würden sie von Interessenvertreter von der Leine gelassen.
Ich habe auch eine Frage an Sie: Wer sind Sie wirklich und für wen arbeiten Sie?

Antwort auf von Horst-Günter C…

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Ich arbeite fuer ein grosses Unternehmen ;-) Nur hat dies mit meiner Meinung nichts zu tun - zum einen bilde ich die mir immer noch selber und zum anderen haben die sich mit dem Thema gar nicht beschaeftigt.

Fuer wen arbeiten Sie denn?

Ein Hinweis: Ob Sie verstimmt sind, ist eigentlich nicht wirklich von belang. Sie muessen schon aushalten, dass jemand nicht Ihrer Meinung ist. So ist dies mit der Meinungsfreiheit.

Antwort auf von Horst-Günter C…

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Wer die Moral anspricht, darf doch auch gefragt werden, wie es sich mit der eigenen Moral verhält!

Antwort auf von W. Heidecker

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Bestimmt nicht von den Lobbyisten!!!
Ansonsten ist es doch egal von wem, Hauptsache Sie decken Missstände in der Bundesregierung auf.

Antwort auf von Rancho

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Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass nicht eine Lobbyorganisation hinter der Finanzierung der Lobbyorganisation abgeordnetenwatch.de dahinter steckt? Warum macht denn abgeordnetenwatch.de um seine Finanzierungsquellen ein solches Geheimnis ... einen Grund wird es haben und ehrenvoll ist der bestimmt nicht.

Achso: Welche Missstaende meinen Sie denn? Ich kenne keinen einzigen Missstand, den abgeordnetenwatch.de aufgedeckt haben will. Aber ich lasse mich gerne etwas besseren belehren.

Antwort auf von W. Heidecker

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Hallo W. Heidecker,
zu Ihrem Kommentar fällt mir spontan ein "Dümmer geht's nimmer!" und zusätzlich noch die Frage, "wieviel bekommen Sie für derartige Frage?"
Gruss, aber ohne Hochachtung
RS

Antwort auf von Rolf Schmid

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Herr Schmid

was zahlt Ihnen abgeordnetenwatch.de fuer einen solchen Kommentar ... koennte ich jetzt fragen. Aber die Beantwortung der Frage haben Sie bislang nicht weiter gebracht.

Aber es ist schon ein Gral mit der Meinungsfreiheit, die Sie auch noch ertragen muessen ... wirklich schlimm.

Antwort auf von W. Heidecker

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Hallo W. Heidecker,
zu Ihrem Kommentar fällt mir spontan ein "Dümmer geht's nimmer!" und zusätzlich noch die Frage, "wieviel bekommen Sie für derartige Frage?"
Gruss, aber ohne Hochachtung
RS

Antwort auf von W. Heidecker

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Verzeihung, aber, haben Sie noch alle ethischen Koordinaten geordnet.
Wer macht denn in Deutschland die Gesetze und wer stellt massenhaft Hausausweise ffür Lobbyisten aus?
Abgeordnetenwatch???
Merken Sie es noch, wie daneben Sie mit Ihren posts liegen.
Die Propagandazeiten als es noch eine DDR oder UDSSR gab, sind vorbeit.
Wenn Sie Schreiber für eine Partei sein sollten, wäre es für den Erkenntnisgewinn und die Wahrheit wichtig zu wissen, mit wem man es zu tun hat.

Antwort auf von Breidenbach

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Lieber Breidenbach

fuer wen schreiben Sie denn?

Natuerlich ist es laestig, wenn die Frage nach den Finanzen und Kontakten einer Lobbyorganisation gestellt werden. Natuerlich ist es laestig, wenn einer Lobbyorganisation wie abgerdnetenwatch.de der Spiegel der eigenen Forderungen vorgehalten wird, die sie klassisch unterlaufen.
Dies ganze hat aber nichts mit Gesetzesmachen, mit UdSSR oder DDR zu tun - dies ist Sache von abgeordnetenwatch.de. Diese Lobbyorganisation, die kein Mandat hat fuer irgendjemand auch H&H zu sprechen, koennte dem ein Ende setzen und seine eigenen Forderungen bei sich selbst mit Leben erfuellen. Dann muessten sie sich auch nicht den Vorwurf der Scheinheiligkeit einhandeln lassen.!

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Ach herje, was wollen Sie hier eigentlich bewirken, guter Herr?
Ich habe mich mal hingesetzt und ein paar Zahlen zu abgeordnetenwatch.de
herausgesucht, ist gar nicht so schwer, hätten Sie auch tun können.

Laut Jahresbericht 2014 (ein aktuellerer ist nicht zu finden) hatte der
Trägerverein von abgeordnetenwatch.de 2014 Einnahmen aus Spenden und
Förderbeiträgen von 301.380 Euro (S. 21). Zu Jahresende gab es 1730
Fördermitglieder, die regelmäßig spenden, sowie zahlreiche Einzelspender
(S. 20). Das macht pro Monat eine durchschnittliche Fördersumme von
etwas mehr als 14 Euro pro Fördermitglied (in dieser Rechnung sind die
Spender nicht einmal berücksichtigt, so dass der monatliche
Förderbeitrag in Wirklichkeit noch niedriger ist).
https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/mehr/finanzierung/parlamentwa...

Nach eigenen Angaben hat abgeordnetenwatch.de sich der Initiative
Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen, dies lässt sich hier
nachlesen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns
(Achtung, hier wird es ein wenig kompliziert, denn der von
abgeordnetenwatch.de gesetzte Link zu Hintergrundinformationen
funktioniert nicht, Sie müssen also mal kurz googlen - Hinweis an die
Redaktion von abgeordnetenwatch.de: Unter
https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns funktioniert der Link zum
Wortlaut zur Selbstverpflichtung nicht:
https://www.transparency.de/fileadmin/pdfs/Themen/Nonprofit/Initiative%2...
).

Ergebnis der Google-Suche:
ie Unterzeichner dieser Selbstverpflichtung verpflichten sich, "nach einem
bestimmten Format offen zu legen, welche Ziele ihre Organisation
verfolgt, woher die Mittel
stammen, wie sie verwendet werden und wer darüber entscheidet. Sie
stellen diese Informationen
klar strukturiert und leicht auffindbar ins Netz."

Dazu gehören (Achtung, wichtig für Sie ist der Punkt 10):
"1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation
2. Vollständige Satzung oder Gesellschaftervertrag sowie weitere
wesentliche Dokumente,
die Auskunft darüber geben, welche konkreten Ziele wir verfolgen und wie
diese erreicht werden (z.B. Vision, Leitbild, Werte, Förderkriterien)
3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als
steuerbegünstigte
(gemeinnützige) Körperschaft, sofern es sich um eine solche Körperschaft
handelt
4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger (z.B.
Geschäftsführung,
Vorstand und Aufsichtsorgane)
5. Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation: zeitnah,
verständlich und so umfassend,
wie mit vertretbarem Aufwand herstellbar (z.B. Kopie des Berichts, der
jährlich
gegenüber der Mitglieder- oder Gesellschafterversammlung abzugeben ist)
6. Personalstruktur: Anzahl der hauptberuflichen Arbeitnehmer und
Arbeitnehmerinnen,
Honorarkräfte, geringfügig Beschäftigte, Zivildienstleistende,
Freiwilligendienstleistende;
Angaben zu ehrenamtlichen Mitarbeitern
7. Mittelherkunft: Angaben über sämtliche Einnahmen, dargelegt als Teil
der jährlich
erstellten Einnahmen- / Ausgaben- oder Gewinn- und Verlustrechnung,
aufgeschlüsselt
nach Mitteln aus dem ideellen Bereich (z.B. Spenden, Mitglieds und
Förderbeiträge),
öffentlichen Zuwendungen, Einkünften aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb,
Zweckbetrieb und / oder der Vermögensverwaltung
8. Mittelverwendung: Angaben über die Verwendung sämtlicher Einnahmen,
dargelegt
als Teil der jährlich erstellten Einnahmen- und Ausgaben- oder Gewinn
und Verlustrechnung
sowie der Vermögensübersicht bzw. der Bilanz
9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten, z.B. Mutter- oder
Tochtergesellschaft,
Förderverein, ausgegliederter Wirtschaftsbetrieb, Partnerorganisation
10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als
zehn Prozent
unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen. Angaben zu entsprechenden
Spenden von natürlichen Personen werden nach Zustimmung derselben
veröffentlicht,
in jedem Fall aber als „Großspenden von Privatpersonen“ gekennzeichnet."

https://www.transparency.de/fileadmin/pdfs/Themen/Nonprofit/ITZ_SV.pdf

Das lässt sich in 10 Minuten herausfinden. Und Sie stellen sich hier hin
und wollen allen ernstes fehlende Transparenz bei den Parteispenden in
Millionenhöhe von Unternehmen mit einer kleinen NGO gleichsetzen?
Schämen Sie sich und bringen Sie lieber einmal Vorschläge, wie sich mehr
Transparenz in Sachen Lobbyismus herstellen lässt. Von Ihnen ist hier
wenig Konstruktives zu lesen.

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Ach herje, was wollen Sie hier eigentlich bewirken, guter Herr?
Ich habe mich mal hingesetzt und ein paar Zahlen zu abgeordnetenwatch.de
herausgesucht, ist gar nicht so schwer, hätten Sie auch tun können.

Laut Jahresbericht 2014 (ein aktuellerer ist nicht zu finden) hatte der
Trägerverein von abgeordnetenwatch.de 2014 Einnahmen aus Spenden und
Förderbeiträgen von 301.380 Euro (S. 21). Zu Jahresende gab es 1730
Fördermitglieder, die regelmäßig spenden, sowie zahlreiche Einzelspender
(S. 20). Das macht pro Monat eine durchschnittliche Fördersumme von
etwas mehr als 14 Euro pro Fördermitglied (in dieser Rechnung sind die
Spender nicht einmal berücksichtigt, so dass der monatliche
Förderbeitrag in Wirklichkeit noch niedriger ist).
https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/mehr/finanzierung/parlamentwa...

Nach eigenen Angaben hat abgeordnetenwatch.de sich der Initiative
Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen, dies lässt sich hier
nachlesen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns
(Achtung, hier wird es ein wenig kompliziert, denn der von
abgeordnetenwatch.de gesetzte Link zu Hintergrundinformationen
funktioniert nicht, Sie müssen also mal kurz googlen - Hinweis an die
Redaktion von abgeordnetenwatch.de: Unter
https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns funktioniert der Link zum
Wortlaut zur Selbstverpflichtung nicht:
https://www.transparency.de/fileadmin/pdfs/Themen/Nonprofit/Initiative%2...
).

Ergebnis der Google-Suche:
ie Unterzeichner dieser Selbstverpflichtung verpflichten sich, "nach einem
bestimmten Format offen zu legen, welche Ziele ihre Organisation
verfolgt, woher die Mittel
stammen, wie sie verwendet werden und wer darüber entscheidet. Sie
stellen diese Informationen
klar strukturiert und leicht auffindbar ins Netz."

Dazu gehören (Achtung, wichtig für Sie ist der Punkt 10):
"1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation
2. Vollständige Satzung oder Gesellschaftervertrag sowie weitere
wesentliche Dokumente,
die Auskunft darüber geben, welche konkreten Ziele wir verfolgen und wie
diese erreicht werden (z.B. Vision, Leitbild, Werte, Förderkriterien)
3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als
steuerbegünstigte
(gemeinnützige) Körperschaft, sofern es sich um eine solche Körperschaft
handelt
4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger (z.B.
Geschäftsführung,
Vorstand und Aufsichtsorgane)
5. Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation: zeitnah,
verständlich und so umfassend,
wie mit vertretbarem Aufwand herstellbar (z.B. Kopie des Berichts, der
jährlich
gegenüber der Mitglieder- oder Gesellschafterversammlung abzugeben ist)
6. Personalstruktur: Anzahl der hauptberuflichen Arbeitnehmer und
Arbeitnehmerinnen,
Honorarkräfte, geringfügig Beschäftigte, Zivildienstleistende,
Freiwilligendienstleistende;
Angaben zu ehrenamtlichen Mitarbeitern
7. Mittelherkunft: Angaben über sämtliche Einnahmen, dargelegt als Teil
der jährlich
erstellten Einnahmen- / Ausgaben- oder Gewinn- und Verlustrechnung,
aufgeschlüsselt
nach Mitteln aus dem ideellen Bereich (z.B. Spenden, Mitglieds und
Förderbeiträge),
öffentlichen Zuwendungen, Einkünften aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb,
Zweckbetrieb und / oder der Vermögensverwaltung
8. Mittelverwendung: Angaben über die Verwendung sämtlicher Einnahmen,
dargelegt
als Teil der jährlich erstellten Einnahmen- und Ausgaben- oder Gewinn
und Verlustrechnung
sowie der Vermögensübersicht bzw. der Bilanz
9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten, z.B. Mutter- oder
Tochtergesellschaft,
Förderverein, ausgegliederter Wirtschaftsbetrieb, Partnerorganisation
10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als
zehn Prozent
unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen. Angaben zu entsprechenden
Spenden von natürlichen Personen werden nach Zustimmung derselben
veröffentlicht,
in jedem Fall aber als „Großspenden von Privatpersonen“ gekennzeichnet."

https://www.transparency.de/fileadmin/pdfs/Themen/Nonprofit/ITZ_SV.pdf

Das lässt sich in 10 Minuten herausfinden. Und Sie stellen sich hier hin
und wollen allen ernstes fehlende Transparenz bei den Parteispenden in
Millionenhöhe von Unternehmen mit einer kleinen NGO gleichsetzen?
Schämen Sie sich und bringen Sie lieber einmal Vorschläge, wie sich mehr
Transparenz in Sachen Lobbyismus herstellen lässt. Von Ihnen ist hier
wenig Konstruktives zu lesen.

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Frau Peters, seien Sie umärmelt!

Permalink

BITTE Teilen Sie mir mit, wenn in Ihren Listen irgendwie oder irgendwo die Namen
PORR AG
oder EIFFEL STAHLBAU
auftaucht.
Mit Dank!
Helmut Körlings, Traben-Trarbach

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BITTE Teilen Sie mir mit, wenn in Ihren Listen irgendwie oder irgendwo die Namen
PORR AG
oder EIFFEL STAHLBAU
auftaucht.
Mit Dank!
Helmut Körlings, Traben-Trarbach

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LINKE, was habt ihr zu verbergen?

Antwort auf von Klaus

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"LINKE, was habt ihr zu verbergen?"
Sicherlich nichts. Der kalte Krieg ist vorbei.

Fragen Sie lieber mal danach warum es soviele Lobbyisten Hausausweise gibt und die Union den Ausstellerspitzenplatz belegt.

Sie haben wohl ein Problem mit links.
Warum eigentlich?

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In der obigen Tabelle kann man an jeweiliger Höhe der Spenden seitens von Daimler AG erkennen, welche Wertschätzung die jeweilige Partei (CDU, SPD, Grüne) von diesem Wirtschaftskonzern erfährt!
Schon sehr aufschlussreich, wie ich finde ...
Am meisten sahnen wohl die beiden Schwester-Parteien mit dem C im Parteilogo ab,
deren Politik m.E. aber durchaus nicht immer dem C wie christlich entspricht, denn nicht wenige Fakten sprechen leider hierfür.
Es bestätigt sich nun einmal recht oft: Wer eine Menge hat, gibt nicht unbedingt viel!
Und wenn, dann stellt sich die Frage: Wem?
Stichwort Klientelpolitik sagt im Grunde doch alles, anstatt -
möglichst für ALLE Bürger sprich für die Allgemeinheit da zu sein!
Ja, die Elite - ob in Wirtschaft oder Politik - bleibt nach Möglichkeit lieber unter sich, wie es auszusehen scheint.
Da haben andere wohl kaum etwas zu melden, die bleiben eher außen vor ...

Sorry,
aber das musste hier am Rande wirklich einmal gesagt werden -
am besten wäre es natürlich,
den maßgeblichen politisch Verantwortlichen der betreffenden Parteien gegenüber diese schon berechtigte Kritik wie oben entsprechend zu üben.

Antwort auf von Zeitlos

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Lieber zeitlos,

nun, ob es sich bei der Politik der Unions Parteien um christliche Politik handelt, duerfte wohl immer eine Betrachtungsperspektive darstellen. Sie sprechen also nur fuer sich und sollten dies auch durchaus zu rueber bringen.

Was sollte denn Mercedes "leisten". Es handelt sich hier nicht um ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen, sondern deren Eigentuemer wollen mit der Einlage etwas erreichen: Gewinn - davon leben sie teilweise.
Und was ist Ihnen bekannt ueber das gesellschaftliche Engagement von Mercedes und anderen Unternehmen?

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keiner verschenkt was, (auser ich und das schon immer), schon gar nicht Geld. Mich interessiert, was die Spender dafür wollen und auch bekommen. Ich nenne das Bestechung.

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