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So müsste der neue Bundestag abstimmen:

Veröffentlicht am
26.09.2013 um 17:12
von
in
Bundestag, Kandidaten-Check, Parteispenden, Wahlen

Noch weiß niemand, welche Koalition Deutschland künftig regieren wird. Dank unseres Kandidaten-Checks können wir sagen, wie sich der neue Bundestag verhalten müsste. 540 der 630 neuen Abgeordneten haben ihre Positionen im Kandidaten-Check abgegeben.

Zu 24 von uns festgelegten Thesen konnten sich die Abgeordneten mit „Stimme zu“, „Lehne ab“ oder „Neutral“ positionieren.

Die absolute Mehrheit liegt im neuen Bundestag bei 316 Stimmen. Betrachtet man nun die Angaben der Abgeordneten im Kandidaten-Check, so kommen bei vielen Themen, zum Beispiel dem bundesweiten Volksentscheid, absolute Mehrheiten zustande.

Mit dabei sind einige Überraschungen. So spricht sich der neue Bundestag deutlich gegen Fracking aus. Ebenfalls klar abgelehnt werden die unbegründete Ausspähung von Bürgerinnen und Bürgern und die niedrigere Entlohnung von Leiharbeitern.

Deutliche Mehrheiten finden sich im neuen Bundestag für die Frauenquote, die Regulierung der Finanzmärkte und das Verbot von Waffenlieferungen in Konfliktregionen.

Weniger überraschend, aber nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich die Abgeordneten mehrheitlich gegen ein Verbot von Unternehmensspenden an Parteien ausgesprochen haben. Ein Drittel der Abgeordneten unterstützt aber die Forderung nach mehr Transparenz.

Die folgenden Grafiken geben Ihnen eine Übersicht zu allen Themen. Grün bedeutet die Zustimmung zur These, rot steht für die Ablehnung und grau für eine neutrale Position. Politiker die sich nicht beteiligt haben, sind in der Grafik nicht aufgeführt. 4 Abgeordnete haben unvollständig geantwortet und werden deshalb nicht in allen "Abstimmungen" gezählt.


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Kommentare

Was ist mit der Agrarwende?????? Kommt die schon wieder nicht vor?

Da es bei jeder Bundestagswahl um viele wichtige Themen geht, mussten wir uns leider auf eine Auswahl beschränken. Aber zum Glück gibt es ja abgeordnetenwatch.de, dort können Sie die Politiker selbst zu allen Themen befragen, die Ihnen wichtig sind. In Kürze auch für den neuen Bundestag.

Na dann wollen wir mal hoffen, das unsere Politiker auch ihre Meinungen vertreten und nicht als Parteisoldaten abstimmen.
PS: Schickt das mit dem Fracking bitte unserem EU-Energiekommissar...

Es wäre schön, wenn auch die Kandidatencheckergebnisse der Bürger veröffentlicht werden würden.

Danke für die Anregung, mal schauen, was sich da machen lässt.

Das ist doch Augenwischerei, wenn man sich die Realität der Vergangenheit ansieht.
Wir werden von Soldaten der Lobbyverbände regiert, wenn man mal von den Linken absieht.
Das sollte man dabei nicht vergessen. Aber Messwerte sind nun mal Messwerte.

Sie beleidigen unsere Abgeordneten in ihrer Gesamtheit als "Soldaten der Lobbyverbände" . Eine solche schwerwiegende Behauptung sollte mit Fakten hinterlegt werden!

Das nennt man auch "Koalitionszwang".

Wir brauchen doch nicht lange warten welche Partei mit der CDU koaliert, das wissen wir doch schon.
Goldman - Sachs "wünscht" sich die SPD dazu - also ...... Die Lobby gewinnt schon, bevor die neue Regierung angefangen hat. Alles bleibt beim alten !

Die Grafiken sind ganz einfach zu verstehen: die Fragen, die zeigen, welche persönlichen Interessen in finanzieller oder sozialer Hinsicht die betreffenden Befragten vertreten.
Deshalb: Wo es an die eigenen Finanzen gehen könnte, wird entsprechend dafür oder dagegen gestimmt....
Das wußte ich aber auch schon vor der Abstimmung - trotzdem danke, dass das hier nochmal öffentlich so wunderbar offensichtlich gemacht wurde.

Hoffentlich können diese 24 Fragen schon bald den neuen Abgeordneten vorgelegt werden.
Ob sich wohl die 243 ablehnenden und die 32 unentschiedenen Stimmen zur Frage, ob länger gearbeitet werden sollte, darüber klar waren, welcher immer größer werdende Anteil an Alten, Uralten, Siechen und Dementen in Zukunft mitgetragen werden muss? Schade, dass wir das durchschnittliche Alter dieser Abgeordneten nicht kennen. Ich fürchte, es sind die Älteren, die sich auf den Abgang mit 65 eingerichtet hatten.

Sobald wir die genauen Daten der Abgeordneten haben (Nebeneinkünfte, Alter, Familie etc.) können wir auch diese Auswertungen machen. Vielleicht ergibt sich ja etwas spannendes daraus.

Ich bin erschüttert, die so wichtige Frage nach mehr EEG-Umlage-Beitrag energieintensiver Betriebe, wird deutlich abgelehnt. Dabei zahlen sie dank der Regierungsregelung Energieintensive schon ab 1 GWh Verbrauch jährlich nun weniger als 1% des Beitrages zahlen zu lassen, den Normale und auch Sozialhilfeempfänger zahlen müssen. (Bis 2009 gab es das nur für wenige Betriebe ab 10 GWh a.) Eine scheiend ungerechte Verteilung! Aber ihr fragtet leider nicht danach,sondern nach angeblich stärkerer Kostenbelastung. Abgeordnetenwatch, wie fragt ihr nur?
So liegt es auch an der Art des Fragens, wenn die Mehrheit der Abgeordnetenangeblich so ungerechte Regelungen bestätigt. Ich hoffe, dass ihr deutlicher fragt und Antwortbegründungen erhebt, damit deutbar wird, wie die Frage verstanden wurde.

Tschuldigung, der Satz braucht Verbesserung: Dabei zahlen Energieintensive dank der schwarz-gelben Regierungsregelung schon ab 1 GWh Verbrauch jährlich weniger als 1% des Beitrages, den Normale und auch Sozialhilfeempfänger zahlen müssen. (Bis 2009 gab es das nur für wenige Betriebe ab 10 GWh a.) ... s. o.

Und auch vertippt: schreiend ungerechte Verteilung! ... Abgeordneten angeblich

Dass die Mehrheit des Bundestages es ablehnt, dass energieintensive Betriebe stärker an den Kosten der Energiewende beteiligt werden sollten, stimmt mich recht nachdenklich!
Es sind also mehr Gegner als Befürworter bzgl. Energiewende?
Demnach können wir Otto-Normalverbraucher nicht auf eine Entlastung hoffen, sondern im Gegenteil (!), wir werden stärker zur Kasse gebeten, was die Energiekosten anbelangt, während sich energieintensive Betriebe gewissermaßen freuen können, weil sie in der Hinsicht wieder einmal davon kommen!
Das ist, wie ich finde, nicht nur eine bodenlose Frechheit, sondern zumindest moralisch und ethisch verwerflich wie auch absolut unsozial!

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abgeordnetenwatch.de ist eine unabhängige und überparteiliche Internetplattform, auf der Bürgerinnen und Bürger die Abgeordneten im Bundestag, dem Europäischen Parlament sowie in zahlreichen Landesparlamenten öffentlich befragen können. Neben den Fragen und Antworten dokumentieren wir u.a. auch das Abstimmungsverhalten bei wichtigen Parlamentsentscheidungen. Außerdem widmen wir uns in einem Rechercheblog Themen wie Nebentätigkeiten der Abgeordneten, Parteispenden und Lobbyismus.