256x "sehr gut", 50x "ungenügend": Das sind die Top- und Flop-Abgeordneten auf abgeordnetenwatch.de

Im Schnitt 36,6 Bürgerfragen hat jeder Bundestagsabgeordnete seit der Wahl im September 2009 über abgeordnetenwatch.de erhalten - für die meisten von ihnen kein Problem: Annähernd jeder zweite beantwortete so gut wie jede Bürgeranfrage, bei vielen anderen Politikern sind nur noch wenige Fragen offen. Gleichzeitig gab es noch nie so wenige Abgeordnete, die sich dem öffentlichen Austausch mit den Bürgern komplett verweigern. Lediglich 50 Parlamentarier haben noch gar keine Antwort gegeben, vor zwei Jahren waren es noch doppelt so viele.

In den letzten Wochen haben wir im Blog jeweils pünktlich zum Ferienstart in einem Bundesland Zeugnisnoten für die Antwortquote der Politiker veröffentlicht - von "sehr gut" (90 - 100%) bis "ungenügend" (0 %). Nun, da auch die Menschen in Bayern und Baden-Württemberg in die großen Ferien aufgebrochen sind, gibt es hier nun die Übersicht aller 620 Volksvertreter.

Zunächst: Wer sind die Abgeordneten, die heraus stechen, entweder weil sie bislang jede Bürgerfrage beantwortet haben oder noch keine einzige?

Das ist die Top 10 und Flop 10:

 

 

 

 

 

 

In der folgenden Tabelle finden Sie die Noten aller 616 Bundestagsabgeordneten, die bislang eine Frage erhalten haben (darunter auch zwei Abgeordnete, die kürzlich aus dem Bundestag ausgeschieden sind). Fünf Abgeordnete wurden bislang noch nicht befragt, sie erhalten deswegen keine Note. Eine Übersicht der Noten nach Parteien können Sie sich anzeigen lassen, indem Sie am unteren Rand der Tabelle auf einen Parteinamen klicken.

Wie im Vorjahr haben die Abgeordneten von SPD und Linken im Schnitt die besten Noten erhalten (Durchschnittsnote: 2,2), knapp gefolgt von den Parlamentariern von Grünen (2,3) und FDP (2,4). Ein größerer Abstand klafft dann zu den Unionsabgeordneten auf. Die Durchschnittsnote liegt wie im Vorjahr bei 2,6 (2010: 2,8).

Von den 616 bewerteten Volksvertretern erhielten 42 Prozent die Top-Note "sehr gut". Damit ist die "Eins" die am häufigsten vergebene Note. Unter den Landesgruppen schneidet übrigens die CDU Thüringen am besten ab: Alle sieben Bundestagsabgeordneten haben eine "sehr gute" Antwortbilanz vorzuweisen.

Die Abgeordneten mit einem "sehr gut" freuen sich entsprechend bei Twitter:

 

 

Bei den Antwortverweigerern liegt die Union vorn: Drei Viertel aller Abgeordneten mit der Note "ungenügend" stammen aus ihren Reihen (Note: ungenügend = keine einzige Frage beantwortet). Aber egal ob Koalitions- oder Oppositionspolitiker - wer ein "ungenügend" erhält, der ärgert sich darüber:

Insgesamt sind in die Auswertung seit der Bundestagswahl 2009 22.718 Fragen (Stichtag jeweils 14 Tage vor Ferienbeginn in einem Bundesland) eingeflossen, von denen bis zum Ferienbeginn 16.022 (71%) beantwortet worden sind. Das entspricht 0,8 Fragen pro Monat pro Abgeordneten. Die zusätzliche Arbeitsbelastung durch abgeordnetenwatch.de, von der manche Abgeordnete hin und wieder sprechen, ist für den Großteil der Volksvertreter - nun ja - überschaubar...

Bewertungsrahmen: sehr gut: 100 – 90%, gut: 89 – 80%, befriedigend: 79 – 65%, ausreichend: 64 – 50%, mangelhaft: 49 – 1%, ungenügend: 0%.

Mitarbeit: Fabian Hanneforth, Martin Reyher, Kerstin Grözinger, Ole Borgard

Lizenz: Der Text auf dieser Seite steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 4.0.

Kommentare

Ich habe von Herrn Ströbele (Grüne) auf meine Fragen auch umgehend Antworten erhalten, dafür bekommt er von mir ein "sehr gut". . . .

Antworten können nichtssagend sein und nichts sagen ist hier vielsagend (nicht positiv gemeint) . . .

Guten Tag,
Die Fragen die Herr Lauterbach erhält werden von Menschen gestellt die wissen, daß die Antwort veröffentlicht wird, es kann also kein Problem sein diese auch zu beantworten. Mit dem Rest der Fragen die nicht öffentlich sein sollten kann er ja auch mitteilen, daß das besser nicht öffentlich ist.

> "Jedem Abgeordneten sei es selbst überlassen, welches Medium er zur Kommunikation mit den Wählern nutzt und wenn das Portal abgeordnetenwatch.de nicht dazu gehört, so ist das die Entscheidung des Abgeordneten"

Das kann jeder Abgeordnete doch so halten wie er möchte. Aber warum soll abgeordnetenwatch.de nicht das Antwortverhalten benoten dürfen? Wir leben doch nicht in Russland.

Herzlichen Dank für eure Arbeit. Ihr seid spitze.
Unbedingt weitermachen. Leute wie euch braucht Deutschland!

Die Notenliste sähe noch anders aus, wenn die Antwortfreudigkeit der Abgeordneten unbekannt wäre. Ich hatte mir überlegt, eine Frage bezüglich des Bundestages an den Bundestagspräsidenten Lammert zustellen. Nachdem ich sehen konnte, dass Hr. Lammert grundsätzlich nicht antwortet, habe ich an ein Mitglied des Bundestagspräsidiums geschrieben. Ich nehme an, dass viele so vorgehen.

Hrn. Wolfgang Bosbach (CDU) habe ich auf Grund seiner Standardantworten gleich direkt angeschrieben. Er hat mir auf die persönliche Email nicht geantwortet. Über die nicht beantworteten persönlichen Emails gibt es leider keine Statistik. Ich unterstelle jetzt, dass viele persönlichen Anfragen nicht beantwortet werden. Die Standardantwort ist nur ein Trick, dies zu verschleiern.

*Hrn. Wolfgang Bosbach (CDU) habe ich auf Grund seiner Standardantworten gleich direkt angeschrieben. Er hat mir auf die persönliche Email nicht geantwortet.*

Vielleicht könnte es dann helfen, auf Abgeordnetenwatch zu fragen, warum die persönliche Mäil nicht beantwortet wird.

Wer es sich nicht zutraut, Regierungsamt und Abgeordnetenmandat gleichzeitig zu schultern, sollte es einfach nicht tun! Denn WENN er beides übernimmt, DANN verpflichtet er sich auch jedem Bürger gegenüber, beidem vollumfänglich gerecht zu werden.
Nichtsdestoweniger ist mir ein Rätsel, wie das funktionieren soll. Jede dieser Aufgaben erfordert zu ihrer verantwortungsvollen Erfüllung soviel an quantitativem wie qualitativem Fleiß, dass eigentlich die ganze Arbeitskraft des sie Übernehmenden dafür aufzuwenden ist... vom Mangel personeller Gewaltenteilung ganz zu schweigen.

"Es sollte doch jedem Politiker überlassen bleiben, welche Wege zur Kontaktaufnahme er nutzt."
Juristisch bleibt es dem Abgeordneten Lauterbach durchaus überlassen, den sein Mandat finanzierenden Bürgern die Meinungsbildung über Ihn und seine Arbeit durch Verweigerung transparenter Kommunikationsmethoden wissentlich zu erschweren. Ebenso bleibt es Abgeordnetenwatch überlassen, seine abschätzige Meinung darüber frei zu äußern.
Was die moralische Seite betrifft, so wirft Herr Lauterbach im Glashaus mit Steinen.

Tatsächlich wird das Gebahren unserer Politiker immer feudalherrenhafter, wie ein Blick in den Medaillenspiegel zeigt:
Um Gold kämpfen nach wie vor der Heiligendammer Kongress, zu dem für Angela M. dieser auserkorene Ort durch Ein- und Aussperrungen vom gemeinen Pöbel gesäubert weden musste, und der noch andauernde 100jährige Brüssler Gipfel zum Erlass alternativloser Heinrich-Brüning-Notverordnungen mit volkskammerlichem Akklamationsvorbehalt.
Silber und Ehrensold gingen an Christian W., der nach langer Untersuchung doch nicht wegen Vitamin B- Dopings disqualifiziert wurde.
Bronze über Art. 81 LV errang das Duo Stefan M. und Dirk N. im Geldsackweitwurf.
Nach Rückeinstellung des zunächst aus dem Netz zurückgenommenen Kommentars eines Mitarbeiters von Deutschlandradio Kultur kam der letztlich erfolglose Beschwerdeführer Hellmut K. nur auf den undankbaren 4. Platz.
Schade!

Ihre Analyse der Bereitschaft der Bundestagsabgeordneten (immer geschlechtsneutral), sich mit Bürgeranfragen auseinandersetzen oder sie schlicht zu ignorieren, überrascht im Ergebnis nicht !
Es gibt nämlich im Deutschen Bundestag solche Abgeordneten und solche :-(
Jene Abgeordneten, die auf den Plätzen 607 - 616 ins Ziel gekommen sind, "begegnen" einem im Grunde täglich als Zeitgenossen, die ihre wirtschaftliche und sonstige Existenz unmittelbar von der Nachfolge des Allerhöchsten ableiten.
Hieraus resultiert ohne weiteres, dass bei den vorbezeichneten Abgeordneten auch gegenüber den "normalen" Bürgern keinerlei Verantwortlichkeit mehr empfunden wird. Von Respekt vor dem Wähler gar nicht erst zu reden.
Das reflektiert gewissermaßen deren tägliche Erfahrung, dass die Befindlichkeiten der Wähler- bzw. Bürgerschaft für ihr tägliches Geschäft mit der Macht ohne jede Bedeutung ist. Bei den miserablen Bewertungen für die SPD-Abgeordneten Müntefering, Lauterbach und Steinbrück habe ich herzhaft lachen müssen. Weil sich alle meine zutreffenden (Vor-)Urteile bestätigt haben. Sie können sich vorstellen, welche Folgerungen ich für mich von Ihrer Rangliste ableite :-)

Ist es überhaupt sinnvoll, die Regierungsmitglieder können doch sowieso nicht antworten, zuviel zu tun, bei einem 17 Stunden-Tag oder mehr, muss man schließlich auch Politkern wie Frau Merkel und Herrn Schäuble 4-5 Stunden Schlaf zu billigen.

Da haben es einfache Bundestagsabgeordnete doch einfacher, es fehlt schlicht wie beim letzten Mal die Differenzierung.

Jeder der jetzt wieder jammern oder meckern will, sollte sich selbst mal fragen, ob er diesen Job machen wollte - bzw. ob er selbst in die Politik gehen will (das gilt übrigens auch für Kommunalpolitk und Kommunalpolitiker, die das nach Ihrer Arbeit machen)

Die Argumentation von Herrn Lauterbach, dass eine Unterdrucksetzung zur Nutzung eines privaten Portals nicht akzeptabel ist, kann ich nachvollziehen. Es sollte doch jedem Politiker überlassen bleiben, welche Wege zur Kontaktaufnahme er nutzt. Die Hauptsache ist meines Erachtens, dass die offiziellen Wege (direkte E-Mail an den Abgeordneten, Schreiben usw.) zu einer kurz- bis mittelfristig befriedigenden Antwort führen. Bei den 100en von E-Mailnachrichten die so mancher Normalsterblicher täglich erhält, KANN und ich "will" man ja auch nicht jede sofort, bzw. überhaupt beantworten.

Vielleicht ist eine Benotung von 1 - 6 auf Grundlage der Anzahl der hier gestellten Fragen nicht das richtige Mittel.

Um nicht missverstanden zu werden! Ich halte die Arbeit dieses Portals ansonsten für sehr gut (das soll keine Schulnote sein :) ) und wichtig.

Eine hypothetische Frage zum Benotungssystem: Wenn zB Frau Aigner (CDU) alle 352 an sie gerichtete Fragen mit derselben nichtssagenden Ausrede beantwortet hätte, und nicht nur 162 davon, hätte Sie also eine glatte eins bekommen?
Irgendwie finde ich das ziemlich fragwürdig...

Ansonsten: großes Lob für eure Arbeit, weiter so :-)

Leider wurde die "Qualität" der Antwort nicht bewertet !!!

Ich denke da würden viele Abgeordnete sehr tief fallen bis Note 6.

Aus diesem Grund habe ich mittlerweile meine Fragen sehr reduziert. Und hat sich meine Ansicht über die Abgeordneten nur - nachweislich - dank abgeordnetenwatch ! - bestätigt.

Meiner Ansicht nach sind Politiker, die nicht auf abgeordnetenwatch.de antworten bestenfalls nicht richtig informiert bzw. haben die Sache nicht richtig durchdacht: sie könnten sich und ihren Mitarbeitern im Bundestags- bzw. Wahlkreisbüro eine Menge Arbeit sparen, da viele Fragen gar nicht erst gestellt würden, wenn die Position zum jeweiligen Thema bereits auf abgeordnetenwatch.de ersichtlich ist. Andernfalls muss man ja vermuten, dass da versucht wird etwas zu verbergen bzw. unterschiedlichen Leuten unterschiedliche Antworten zu geben.

Thanks for helping me to see things in a defifrent light.

Schade, dass man nicht richtig durch null teilen kann, sonst müsste man für Merkel eine eine noch schlechtere Note einführen.

Im Schnitt hat jede*r Abgeordnete*r in der laufenden 17. Legislaturperiode auf 37 Fragen 26 Antworten gegeben. Das sind 1,1 Fragen und 0,8 Antworten pro Monat. Da soll noch ein*e Abgeordnete*r sagen, er/sie sei durch die vielen Anfragen überlastet.

Es geht meines Erachtens doch ein wenig zu weit, in schulmeisterlicher Manier Noten zu verteilen! Jedem Abgeordneten sei es selbst überlassen, welches Medium er zur Kommunikation mit den Wählern nutzt und wenn das Portal abgeordnetenwatch.de nicht dazu gehört, so ist das die Entscheidung des Abgeordneten und muss dann nicht auch noch überheblich benotet werden!

Man mag diese 'Benotungen' für passend oder unpassend halten - sie zeigen aber eines : so denken unsere - besonders die hochrangigen - über Transparenz. Das ist Überheblichkeit nach Gutsherrenart : Ich Politiker bestimme, was das niedere Volk wissen darf und was nicht. Aber sie zeigen empört mit dem Finger auf Russland und fordern Meinungsfreiheit, Transparenz, etc. Na toll!

Ihr von ABGEORDNETENWATSCH macht es Euch mit zu schematischen Übersichten(deren grundsätzliches Anliegen durchaus zu begrüssen ist), jedoch zu einfach und darunter leidet die Aussagefähigkeit:

Beispiel: Qote der von den Abgeordneten im abgeordetenwatch beantworteten Anfragen ;
Karl Lauterbasch schneidet dabei neben etlichen Andereen schlecht ab. Seine Rchtfertigung, dass er oft zu mediziniscvhen Themen oder Einzelfragen befragt wird, die zum Teil dem Datensdchutz unterliegen und beri denen er die Antwort nicht öffentlich =transpsarent machen kann, klingt plausibel und überzeugt mich.
Da müßtet Ihr Euch ein aussagefähigeres System überlegen !

Vielleicht nehmen Sie die Übersicht einfach etwas zu ernst. Letztlich geht es darum, einige Abgeordnete öffentlich daran zu erinnern, dass es noch Bürger gibt, die auf Antwort von ihnen warten.

Herr Lauterbachs Argument ist nicht wirklich überzeugend. Fragen, die dem Datenschutz unterliegen, sind bei ihm die absolute Ausnahme. Selbst dann könnte er ja die übrigen beantworten. Herr Lauterbach scheint ganz allgemein ein Problem mit Transparenz und Öffentlichkeit zu haben: http://blog.abgeordnetenwatch.de/2011/01/23/karl-lauterbach-und-das-vers...

Irgend ein einfaches und nachvollziehbares System der Bewertung muss wohl sein.
Ob es alle Möglichkeiten einbezieht und immer gerecht ist, ist eine andere Frage.
Hier geht es um das Prinzip und die Aussage ist eindeutig. Wer gelobt dem Volk zu dienen, darf es nicht ignorieren und woanders mehr verdienen. Was ich meine, die Statistik mit den Nebeneinkünften und Anzahl der Nebenjobs, einmal mit dieser Statistik zu vergleichen.
Ich wette, das eine spiegelt das andere wieder.
Wer viele Nebenjobs hat, dem fehlt einfach die Zeit, sich um den Bürger zu kümmern.
Oder anders gesagt, es ist eine Frage der Priorität.
Wären die Antworten horarpflichtig, wäre der Zensurendurchschnitt sicher besser ausgefallen.
Wenn einige Abgeordnete der Meinung sind, dass sie die Möglichkeiten der Kommunikation per Internet ignorieren können, finde ich das bedenklich. Wie weltfremd fallen dann Entscheidungen auf anderen Gebieten aus?

Das Ganze ist doch Ihre Masche, um im Gespräch zu bleiben und damit Sie mit
dieser Plattform Ihnren Unterhalt verdienen. Substanzielle Antworten der Befragten erhalten Sie doch Ohnehin nicht. Ich habe in Zwölf Fällen Abgeordnete direkt angeschrieben und auch zwölf Antworten bekommen - auch von Abgeordneten, die auf Ihrer Plattform nicht antworten

Die Statistik zeigt, dass de Noten nur bedingt aussagekräftig sind. Die Platzierung ist es sowieso nicht.

Sigmar Gabriel hat (zur Zeit) 163 von 334 Fragen beantwortet und erhält ein "mangelhaft", Ulrich Schneider, dem nur eine Frage gestellt wurde (und sie beantwortet hat) erhält "Sehr gut". War Herr Schneider fleißiger im Antworten als Herr Gabriel? Wenn ich bedenke, dass Fragen schon mal bei viel diskutierten Themen gehäuft auftreten (und zu anderen Zeiten dafür entsprechend weniger), frag ich mich schon, ob ich wirklich jede Frage beantworten würde, wenn mir so viele gestellt werden. Sortiert mensch nach der Zahl der Antworten, liegt Gabriel auf Platz 10 ...

Ein anderer Aspekt: Heer Schneider steht auf Platz 143 und hatte keine Chance, einen ersten Platz zu bekommen (oder hätte er sich Fragen bei Freunden bestellen sollen?).

Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, Punkte zu verteilen: 10 für jeden Prozentpunkt an beantworteten Fragen und 1 für jede beantwortete Frage, oder so ähnlich.

Ein zweiter Kritikpunkt kann nur mit einem fiktiven Beispiel erläutert werden:

Nehmen wir zwei Abgeordnete A und B, die beide prinzipiell auch auf Abgeordnetenwatch antworten, aber bestimmte Fragen nicht beantworten wollen und dann kneifen. beide bekommen 5 Fragen gestellt. A hat Glück, es ist keine "unangenehme" dabei, er beantwortet alle und erhält "sehr gut". B bekommt zwei Fragen, die er nicht beantworten will, und erhält "ausreichend". So ein Unterschied kann also purer Zufall sein und sagt nichts über den Abgeordneten aus.

Ich denke, Abgeordnete, die weniger als 10 Fragen gestellt bekamen, sollten keine Note bekommen. Vielleicht kann mensch sie ja in einer eigenen Liste zusammenfassen und die Bewertung dann "Tendenz" nennen, um klar zu machen, dass dies wenig aussagekräftig ist. Abgeordnete ohne Fragen können dann mit "ohne Tendenz" gleich mit auf diese zweite Liste ...

Eine wirklich gerechte Bewertung ist nicht möglich, dazu müssten alle Abgeordnete die gleichen Fragen bekommen ;) Aber vielleicht kann die Seite noch so gestaltet werden, dass auch allen Betrachtern bewusst wird. Und Top 10 / Flop 10 muss nicht sein: 124 100%-Antworter und 28 Verweigerer mit jeweils mehr als 10 Fragen auf Plätze zu stellen ist ziemlich sinnfrei. Wenn schon, dann alle 124 bzw. 28 aufzählen ...

Eine Top 10 der Zahl der Antworten, die das Ranking nach Prozentzahlen "korigiert", wäre dagegen sehr interessant.

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