Wozu ein Button, auf dem "Flattr" steht?

Vielleicht haben Sie schon die kleinen grün-orangen Buttons unter jedem Blogeintrag wahrgenommen und fragen sich jetzt: Wozu braucht es nun auch noch einen Button, auf dem "Flattr" steht?

Flattr leitet sich von dem Verb "to flatter" (jemandem schmeicheln) ab und ist ein relativ neues Angebot, über das Sie kleine Projekte, die über keinen großen finanziellen Background verfügen, mit nur einem Mausklick unterstützen können. Zahlreiche Blogs, darunter BILDblog.de, netzpolitik.org, stefan-niggemeier.de oder Spreeblick, machen schon mit, und ab sofort ist auch abgeordnetenwatch.de dabei.

Das Mini-Spendenmodell von Flattr funktioniert denkbar einfach: Sie legen fest, wieviel Euro Sie pro Monat spenden möchten. Immer wenn Sie im Netz einen interessanten Artikel oder ein tolles Projekt entdecken, können Sie dieses mit einem Klick auf den Flattr-Button unterstützen. Am Monatsende wird ihr monatlicher Spendenbetrag dann gleichmäßig auf die Projekte, die Sie unterstützenswert finden, verteilt. Wenn Sie also 10 Euro pro Monat ausgeben möchten und 20 Mal flattrn, erhält jedes der Projekte 50 Cent. Keine Überweisungsformulare mehr ausfüllen und keine Kreditkartennummer eingeben. Einfach flattrn - Mausklick genügt!

Wir wissen nicht, ob Flattr funktionieren wird, aber wir finden den Ansatz großartig. Anders als die Bezahlschranken der Großverlage beruht das Prinzip "Flattr" auf Freiwilligkeit. Mit einem Klick, ein paar Cent, zeigen Sie Wertschätzung für die kostenlosen Inhalte, die wir für Sie recherchieren und in unserem Blog veröffentlichen. Das können Recherchen sein über Abgeordnete, die Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses sind und privat selbst Agrarsubventionen erhalten. Oder ein Artikel über Ex-Minister Steinbrück, der (gegen Bezahlung) zwar auf zahlreichen Privatveranstaltungen von Unternehmen spricht, nicht aber zu den Bürgern auf abgeordnetenwatch.de.

Ihr Klick auf den grün-orangen Button, Ihre Unterstützung via Flattr, ist für uns nicht nur eine direkte Rückmeldung, sie ist auch Ansporn. Wenn Ihnen ein Artikel in unserem Blog gefällt, wenn Sie sich freuen, dass wir ein Thema in die Öffentlichkeit bringen - dann unterstützen Sie bitte unsere Arbeit. Ein Mausklick genügt.

Mehr Infos zu Flattr unter http://flattr.comFür eine Einladung zu Flattr können Sie sich registrieren unter http://flattr.com/register

Lizenz: Der Text auf dieser Seite steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 4.0.

Kommentare

Schade, dass der guten Ansatz durch die Tracking-Möglichkeit, die Flattr bekommt, zunichte gemacht wird. Indem Ihr von http://api.flattr.com/button/load.js?v=0.2 Javascript nachladet, kann Flattr jeden Benutzer Eurer Website tracken. Schlimmer noch, Flattr kann tracken, wer bei Euch, bei der Taz und auf den anderen teilnehmenden Websites wann welche Seiten angeschaut hat. Das ist vom Prinzip ähnlich böse wie das, was Google mit Google Analytics macht. Deswegen empfehle ich die Installation datenschützender Firefox-Erweiterungen, die auchhttp://privacyfoundation.de/aktuelles/detail/zurueck/akutelles/artikel/s..., die auch Flattr fernhalten.

Durch die Verwendung des statischen Flattr-Buttons könnte man das Tracking verhindern. Der Nachteil ist, daß man die Anzahl der Klicks nicht mehr sofort sehen kann.

Flattr schreibt auf http://flattr.com/privacy:

"Once you become a Flattr User, we collect information about your activity on Flattr-enabled sites via cookies, in order to recognise you."

Tatsächlich setzt Flattr bereits dann Cookies, wenn nur eine solche Website, z. B. diese hier, besucht wird. Der Nutzer muss *nie* direkt http://flattr.com/ aufrufen, um von Flattr ein Cookie gesetzt zu bekommen. Ich stelle mir den Prozess, mittels dessen man ein "Flattr User" schon etwas expliziter vor. Wie wäre es z. B. mit einer eindeutigen Einwilligung?

Hmm, man könnte es so machen wie hier beschrieben. Den Button erst bei Klick nachladen:

https://forum.flattr.com/showthread.php?tid=335

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