Sehr geehrte Frau

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die von Ihnen gestellten Fragen konnte nur die Stadtverwaltung der Bundesstadt Bonn beantworten.
Deshalb hatte ich Ihre Anfrage an das Sport- und Bäderamt der Bundesstadt Bonn weiter geleitet mit der Bitte, die Fragen zu beantworten.
Diese Antwort liegt mir nun vor und ich sende Sie Ihnen zur Information.
Ich hoffe Ihnen gedient zu haben und
verbleibe mit freundlichen Grüßen
Willi Härling
Antwort der Fachverwaltung
Sehr geehrte Frau

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Bonn hat vier Schwimmhallen, die während der Woche alle bis 21 Uhr in Betrieb sind. Dabei stehen die Bäder dem öffentlichen Badebetrieb an drei Tagen bis 21 Uhr zur Verfügung, die übrigen Zeiten sind zurzeit den in Bonn sehr stark vertretenen Schwimmvereinen vorbehalten. Das Hardtbergbad kann leider nur an einem Tag in der Woche bis 21.00 Uhr betrieben werden.
Wie Sie vielleicht wissen, lässt die Stadt Bonn zur Zeit ihre Bäder von einer unabhängigen, im Bäderbereich erfahrenen Unternehmensberatung untersuchen um eine Expertise zu erhalten, die Empfehlungen zur grundlegenden Neuausrichtung der Bäderlandschaft Bonn´s enthält. Dabei werden sicher auch Aspekte der Attraktivitätssteigerung berücksichtigt um durch eine gestiegene Nachfrage den Kostendeckungsgrad zu verbessern. Mit einer Vorlage der Ergebnisse rechne ich in den nächsten Wochen.
In jedem Bad wird mindestens einmal jährlich die gesamte technische Anlage gewartet, Fliesenschäden behoben, defekte Anlagenteile und das Wasser komplett ausgetauscht. Außerdem erfolgt eine Grundreinigung und anschließende Wasserbeprobung. Solche Arbeiten erfordern üblicherweise die Schließung des Bades.
Bei einer routinemäßig durchgeführten Beprobungen im Hardtbergbad wurden Legionellen im Duschwasser festgestellt. Daraufhin erfolgten die obligatorischen Desinfektionen des Leitungsnetzes. Bei den Nachbeprobungen zeigte sich, dass in stillgelegten, nicht ständig vom Wasser durchspülten Leitungssträngen noch Legionellen nachzuweisen waren. Daher müssen diese Leitungen nun entfernt und dann erneut Desinfektionen und Beprobungen durchgeführt werden. Das dauert etwa vier Wochen.
Um das Hardtbergbad nicht so lange "zwischendurch" schließen zu müssen, hat sich die Verwaltung –im Sinne der Badegäste- dazu entschlossen, die damit verbundenen Arbeiten in der ohnehin für Dezember 2011 geplanten Badschließung durchzuführen und die Zeit bis dahin durch den Einsatz von so genannten "PAL-Filtern" zu überbrücken. Diese Kunststoff-Duschköpfe sind keineswegs Billigteile aus dem Baumarkt, sondern Filter, die die Legionellen wirksam zurückhalten. Wegen dieser Zweckbindung, das räume ich ein, lässt ihre Optik leider zu wünschen übrig. Gravierender ist, dass mit ihrer Bauweise ein verminderter Wasserdurchfluss verbunden ist. Der Verwaltung erschien dieser Nachteil aber eher vertretbar als die zusätzliche, nicht rechtzeitig vorher ankündbare Schließung des Bades für mindestens vier Wochen.
Sie gehen im Weiteren auf den Zustand der Badeinrichtungen ein. Das Personal der Bäder und insbesondere auch im Hardtbergbad ist stets bemüht, dem Badegast einwandfreie Anlagen zu bieten. Ich habe Ihre Zuschrift dennoch zum Anlass genommen, noch einmal auf die Einhaltung der Standards hinzuwirken. Dass die Bäder dringend sanierungsbedürftig sind, ist hinlänglich bekannt. Eine grundlegende Sanierung kann aber aus nachvollziehbaren Gründen erst nach Vorlage der oben erwähnten Expertise und der anschließenden Beschlussfassung durch die politischen Gremien erfolgen. Bis dahin werden nur die unabweisbaren Arbeiten ausgeführt, die für den sicheren, hygienischen Betrieb der Bäder erforderlich sind.
Sehr geehrte Frau

, ich hoffe, ich konnte die komplexe Gesamtproblematik deutlich machen und würde mich freuen, Sie auch weiterhin als Gast in unseren Bädern begrüßen zu können. Für weitere Fragen und Anregungen steht das Badpersonal aber auch die Verwaltung des Sport- und Bäderamtes gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Knud Schirmer