Wahlrecht Oberbürgermeisterwahlen NRW
Der Wahltermin ist der 30.8.2009 - er war Gegenstand heftiger Diskussionen. Im Gespräch war auch ein gemeinsamer Wahltermin mit der Europawahl (7.6.2009) oder der Bundestagswahl (27.9.2009).

Seit 1999 wird der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin direkt gewählt, damals für 5 Jahre. Ab der jetzt stattfindenden Wahl am 30.8.2009 wird die Amtszeit des Bürgermeisters um ein auf sechs Jahre verlängert. Ein Effekt ist, dass dadurch die Bürgermeisterwahl künftig in der Regel von der Stadtratswahl entkoppelt sein wird. Gemeinsam mit der Stadtratswahl findet sie dieses Jahr zum letzten Mal statt.

Eine weitere wichtige Änderung hat es im Wahlrecht gegeben: Ab dieser Wahl ist die Stichwahl abgeschafft. Das bedeutet, dass derjenige Kandidat Bürgermeister wird, der die meisten der gültigen Stimmen auf sich vereinigt (relatives Mehrheitswahlrecht).

Außerdem wurde die Altersgrenze von zuvor 68 Jahren aufgehoben. Nunmehr gibt es keine gesetzlichen Altersbeschränkungen mehr für eine Bürgermeisterkandidatur. Alle volljährigen Wahlberechtigten können sich zur Wahl stellen. Kandidaten, die nicht von einer im Stadtrat oder dem Land- oder Bundestag vertretenen Fraktion nominiert werden, müssen Unterstützerunterschriften sammeln, damit Ihre Kandidatur gültig ist.

Der Bürgermeister ist einerseits Vorsitzender des Stadtrats, andererseits oberster Verwaltungsleiter der Stadtverwaltung. Er hat ein Beamtenverhältnis bei der Gemeinde. Die Besoldung richtet sich nach der Einwohnerzahl der Stadt. Die Grundgehaltssätze liegen in Städten ab 100.000 Einwohnern bei ca. 8.500 (B9) bis 10.800 Euro (B11).

Das Wahlrecht für die Bürgermeister ist im Kommunalwahlgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen §46 b-e geregelt, siehe sgv.im.nrw.de

Anders als bei Bundestags-, Europa- und Landtagswahlen gibt es keine Erstattung der Wahlkampfkosten.