Von:


Geehrte Frau Bellmann,
neben der Fortsetzung des Afghanistans-Einsatzes haben Sie auch dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz zugestimmt. Beides waren Fehlentscheidungen.
Warum haben Sie dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz zugestimmt ?
Haben Sie sich zuvor über über die Folgen eines solchen Gesetzes informiert und wenn, bei wem?
Haben Sie zuvor mit Bürgern aus Ihrem Wahlkreis darüber diskutiert ?
Wem soll das Gesetz nützen, welches resp. wessen Wachstum soll da beschleunigt werden ?
Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz beschleunigt alleinig das Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich. Und das wiederum den Unmut und den sozialen Unfrieden in unserer Gesellschaft.
Wachstum wird u.a. dadurch beschleunigt, wenn den unteren und mittleren Einkommen, die ALG- und Sozialhilfeempfänger, Rentner und Studenten mehr Geld für den Konsum zukommt. Und ganz wichtig ist es Geld in die BILDUNG zu stecken statt Bilanzstrickereien durchzuführen.
Auch müssen unbedingt Mindestlöhne her - auch im Interesse der (Welt-)Wirtschaft.
Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Daher hat sich der Staat (also die Gesellschaft) um die Schwächsten in ihrer Gesellschaft zu kümmern. Die Starken brauchen keine Hilfe. Dazu möchte ich Ihnen etwas aus der Bibel zitieren:
"Nicht für Könige gehört es sich, nicht für Könige, Wein zu trinken, noch für Würdenträger zu fragen: Wo ist Bier?
Sonst trinkt einer und vergisst, was vorgeschrieben ist, und verdreht den Rechtsanspruch aller Elenden.
Gebt Bier dem Verlorenen und Wein denen mit verbitterter Seele! Ein solcher mag trinken und seine Armut vergessen und an seine Mühsal nicht mehr denken.
Öffne deinen Mund für den Stummen, für den Rechtsanspruch aller Schwachen! Öffne deinen Mund, richte gerecht und schaffe Recht dem Elenden und Armen!" (Sprüche Salomos 31, 4-9)
Auch die Kirche hat vergessen, wem sie zu dienen hat.
Mit freundlichen Grüßen
