Verlängerung von AKW-Laufzeiten
Nach einer emotionalen Plenardebatte hat der Bundestag die Verlängerung von Atomkraftwerk-Laufzeiten beschlossen. Diese sollen durchschnittliche 12 Jahre länger laufen als bislang vorgesehen.
Hintergrundinformationen
Der Bundestag hat heute über die Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke abgestimmt und mit 309 zu 280 Stimmen den Gesetzentwurf der schwarz-gelben Koalition angenommen. Dabei gab es 2 Enthaltungen.

Konkret wurde beschlossen die Laufzeiten um durchschnittlich 12 Jahre zu verlängern, was bedeutet:
  • 8 Jahre für die älteren Reaktoren (bis 1980) und
  • 14 Jahre für die neueren Reaktoren (ab 1980).
Die zusätzlichen Strommengen der einzelnen Atomkraftwerke sind im Gesetzentwurf (S. 10) aufgeschlüsselt.

Nach dem bisher geltenden so. "Atomausstieg", der 2000 als Kompromiss von der damaligen rot-grünen Bundesregierung mit der Energiewirtschaft ausgehandelt worden war, hätten 2010 drei Reaktoren (Biblis A / B und Neckarwestheim 1) abgeschaltet werden müssen. 2022 wäre das letzte Kraftwerk vom Netz gegangen.

Neben der Verlängerung der AKW-Laufzeiten stimmte der Bundestag auch über die Brennelementesteuer (zur Abstimmung) und die Abschöpfung von Zusatzgewinnen der Atomindustrie (zur Abstimmung) ab.

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Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #87
Ach so, der von mir für seine Abstimmung geächtete Parlamentarier ist Herr Brand aus Fulda. Hate ich vergessen anzugeben.
von: B.Liller
am: 01.09.2011 23:09
Kommentar #86
Kommentatorin "Daniela" oben hat wirklich alles gesagt, was es sachlich zu sagen gibt. Die Atomkraft ist und bleibt unbeherrschbar, ein Gau ist nicht korrigierbar, die Schäden treffen unzählige Generationen. Also Schluss mit der Schönrederei.
von: B.Liller
am: 01.09.2011 23:07
Kommentar #85
Im Nachhinein bin ich noch wütend auf soviel schwachen Verstand bei meinem CDU-Repräsentanten. Wieder ein Mainstream Abstimmungsergebnis. Schon bald nach Fukushima war alles Makulatur. Der gesunde Menschenverstand schein eher weniger verbreitet zu sein, auch nicht in Fulda.
von: B.Liller
am: 01.09.2011 23:03
Kommentar #84
Es ist schon erstaunlich, das nun endlich nach Japan ein Umdenken stattfindet.

Ich befürchte nur, das dies nach den Wahlen in diesem Jahr alles vergessen wird.

Bezahlen müssen die Folgekosten ohnehin - wir Bürger ! - die Politiker, die Banker und die Wirtschaftsbosse lachen sich schon fast tot, bei einem solchen Volk wie wir es sind.

Die Medien verstehen es immer noch, das Volk abzulenken und durch Propaganda, Lügen und Desinformation diese "Ordnung" aufrecht zu erhalten.

Auch die amerikanischen A-Bomben die in unserem Land gelagert sind sollten endlich abgezogen werden - die russischen sind schon seit über 20 Jahren von deutschem Boden abgezogen worden.
von: peter s.
am: 19.04.2011 14:53
Kommentar #83
ich denke nach über sechzig Jahren Parteiendemokratie sind die Parteien mafiös strukturiert. Mit den nutzbringenden Lobbisten aus Wirtschaft und Medien auf du und du, hangeln sich die immer jünger werdenden Politkarrieristen an die zu verteilenden Pfründe.
Das Wahlvolk ist selbst Schuld, schaut es doch nur mehr oder weniger ungläubig dem korrupten Treiben der Protagonisten zu.
Deutschland sollte neu gedacht werden.
von: Peter
am: 08.04.2011 09:43
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