Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo (KFOR)
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo (KFOR)
Mit großer Mehrheit hat der Bundestag die einjährige Verlängerung des KFOR-Einsatzes beschlossen. Lediglich die Linke stimmte geschlossen gegen den Antrag.
Hintergrundinformationen
Der Antrag der Bundesregierung sieht eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo um ein weiteres Jahr vor. Wie bislang sollen bis zu 1.850 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben sinken von 68,2 auf 44,8 Millionen Euro.

Die Bundesregierung sieht die aktuelle Lage des seit 2008 unabhängigen Staates im Vergleich zu 2012 als verbessert an. Es seien Fortschritte bei der Befriedung der ethnischen Konflikte und der Demokratisierung erkennbar, heißt es in dem Antrag. Deswegen sei in Zukunft auch eine Reduzierung der Truppenstärke möglich. Abhängig sei dies vom weiteren Verlauf des gestarteten politischen Dialogs zwischen Serbien und dem Kosovo.

Verwiesen wird in dem Antrag auf Angriffe im Norden des Landes, die eine Präsenz weiterhin notwendig machten. Die Ziele des geplanten Einsatzes bestehen unverändert in der Sicherheitskontrolle sowie der Förderung besserer Lebensbedingungen und demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen.

Der internationale KFOR-Einsatz, an dem die Bundeswehr seit ihrem Beginn im Jahr 1999 beteiligt ist, stützt sich auf die UN Resolution 1244. Neben der Bundeswehr sind insbesondere Truppen aus anderen EU-Staaten, den USA, der Türkei und der Schweiz beteiligt.

© Bild: flickr/Bundeswehr-Fotos Wir. Dienen. Deutschland./ CC BY-ND 2.0
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #2
Die CSU stimmte geschlossen für die alljährliche Verlängerung des Militäreinsatzes im Kosovo. Gleichzeitig fordert sie seit langem, dass der Kosovo als sicheres Herkunftsland eingestuft wird, damit Flüchtlinge aus diesem Kriegsgebiet sofort zurück gesandt werden können.
von: Herbert Huber
am: 21.06.2015 11:19
Kommentar #1
das ist mal wieder ein einziges trauerspiel !!!!Ihr Kommentar
von: nsa Ihr Name
am: 13.06.2014 05:06
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