Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
Nach einem Beschluss des Bundestags wird die Bundeswehr ein weiteres Jahr in Bosnien und Herzegowina präsent sein. Sie soll dort eine friedliche Weiterentwicklung des Landes absichern.
Hintergrundinformationen
Ziel der ALTHEA-Mission ist es, Bosnien und Herzegowina dauerhaft zu stabilisieren und die demokratische Entwicklung des Landes zu garantieren. Die Stabilität und Sicherheit der Region des ehemaligen Jugoslawiens sei auch für Deutschland notwendig, so die Bundesregierung in ihrem Antrag.

Langfristig soll das Amt des Hohen Repräsentanten der EU aufgelöst und ein unabhängiges, selbstständiges und multiethnisches Bosnien und Herzegowina gewährleistet werden, das sich aus eigener Kraft in die euro-atlantischen Strukturen integriert. Zwar wird die militärische Sicherheitslage als stabil bewertet, jedoch sei das Land innenpolitisch weiterhin fragil, so die Bundesregierung. Die Präsenz internationaler Truppen wird daher als notwendig erachtet, um die friedliche Weiterentwicklung des Landes abzusichern.

Die Obergrenze des deutschen Truppenkontingents liegt unverändert bei 900 Soldatinnen und Soldaten. Momentan beteiligt sich Deutschland mit 120 von 1900 internationalen Einsatzkräften an der Mission. Die zusätzlichen Kosten des einjährigen Einsatzes belaufen sich auf 7,7 Mio. Euro.

Die seit ihrem Beginn im Dezember 2004 mehrfach verlängerte Mission ALTHEA dient der vollständigen Umsetzung des Abkommens von Dayton aus dem Jahre 1995. Die EU-geführte Mission stützt sich auf die Resolution des UN-Sicherheitsrates 1575 und deren Folgeresolutionen.

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Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #1
Welche "Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Demokratie" diesem Land auferlegt werden soll, ist hinhänglich bekannt. Die Region soll zu einem weiteren Sektor unter Kapitalherrschaft heranreifen. Das ist das wahre Ziel und nichts anderes. Ehrhafte Absichten? Weit davon entfernt. Da werden schöne Begriffe für dreckige Vorhaben missbraucht und alle fallen darauf herein.

Beim Wort "multiethnisch" wird mir sowieso direkt schlecht. Das alles läuft auf das alte Prinzip - divide et empera - teile und herrsche - hinaus. Ein multikulturelles Volk ist nicht widerstandsfähig und innerlich aufgewühlt. Leicht zu regieren. Das ist der wahre Grund, warum Multikulti so "geil" ist.

Einzig DIE LINKE scheint sich des eigenen Denkens nach wie vor mächtig zu sein. Dankeschön für die Gegenstimmen, auch wenn die Nichtbeteiligung viel zu hoch ist.
von: Europium
am: 03.12.2010 13:29
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