Sehr geehrter Herr

,
haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben.
Die Umweltprämie ist Teil des Konjunkturpaketes II, das Deutscher Bundestag und Bundesrat bereits im Februar beschlossen haben. Wegen der großen Nachfrage nach der Umweltprämie für Altwagen hat die Bundesregierung jetzt beschlossen, das Gesamtbudget für die Förderung von 1,5 auf fünf Milliarden Euro zu erhöhen.
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sehr sorgfältig prüfen, ob sie die Prämie tatsächlich nutzen wollen – und können. Es ist ja nicht so, dass das Gesamtvolumen von fünf Milliarden Euro für die Abwrack- oder Umweltprämie um jeden Preis ausgeschöpft werden muss.
Die Umweltprämie soll dazu beitragen, den Verkauf von Neuwagen und damit die Automobilindustrie in Deutschland anzukurbeln und so Arbeitsplätze zu sichern; immerhin arbeiten dort heute rund 763.000 Menschen, davon etwa 350.000 bei Autozulieferern.
Außerdem soll die Prämie die Einführung von umweltfreundlichen Fahrzeugen beschleunigen. Die Automobilindustrie steht hier vor enormen Herausforderungen. Wir brauchen moderne Motoren, weniger Spritverbrauch, wir müssen den Ausstoß von CO2 und anderen Schadstoffen senken.
Hier gilt es, kurzfristig eine Veränderung am Markt zu bewirken und die Einführung von umweltfreundlichen Fahrzeugen zu beschleunigen. Die Bundesregierung fordert von den Konzernen seit Jahren ein Umsteuern und fördert dieses auch: Im Rahmen des Konjunkturpaketes II stellt die Bundesregierung für den Zeitraum von 2009 bis 2011 zusätzlich 500 Millionen Euro für die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien zur Verfügung. So unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Maßnahmen im Bereich Elektromobilität mit 150 Millionen Euro; für den neuen Förderschwerpunkt "Modellregionen Elektromobilität" stehen rund 115 Millionen Euro bereit. Das neue Förderprogramm ergänzt das bereits laufende "Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie".
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Beckmeyer