Uwe Karl Beckmeyer (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Uwe Karl Beckmeyer
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Lehrer für Mathematik und Physik, Senator a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Bremen II - Bremerhaven
Landeslistenplatz
3, Bremen
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(...) Die Zahl der Arbeitslosen ist mit 3,38 Millionen Menschen auf den niedrigsten Novemberstand seit 15 Jahren gesunken. Das zeigt, dass die Arbeitsmarktreformen, die wir unter der Regierung von Gerhard Schröder auf den Weg gebracht haben, wirken. Die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitssuchende hat sich stabilisiert. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.02.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Beckmeyer,
im Grundgesetz heisst es seit 60 Jahren "...Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen...ausgeübt."
Das ist ein zT bisher nicht eingelöstes Versprechen, weil : Abstimmen dürfen wir deutschlandweit nicht. (zB wäre es schön gewesen, über die EU-Mitgliedschaft abstimmen zu dürfen....)
Die Organisation "Mehr Demokratie eV" möchte erreichen, dass künftig verbindliche Volksabstimmungen auf Bundesebene möglich sind und fordert (demnächst) die Abgeordneten des Bundestages auf, das durch eine Ergänzung des Grundgesetzes sicherzustellen.
(Siehe auch www.mehr-demokratie.de )
Meine Frage als langjährigen Einwohner Ihres Wahlkreises : wie stehen Sie dazu ? Werden Sie ein solches Vorhaben unterstützen ? Und falls nicht : warum nicht ?
In Erwartung Ihrer Antwort, schön´ Gruss aus Findorff -
Antwort von Uwe Karl Beckmeyer
6Empfehlungen
19.02.2009
Uwe Karl Beckmeyer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die Bremer SPD, deren Landesvorsitzender ich bin, setzt sich seit langem dafür ein, die Bürgerinnen und Bürger zwischen den Wahlterminen stärker zu beteiligen. Im vergangenen Jahr sind wir in Bremen in dieser Frage ein gutes Stück Weges vorangekommen; inzwischen liegt der Vorschlag auf dem Tisch, dass künftig 40 % aller Stimmberechtigten im Land bei einem Volksentscheid einer Änderung zustimmen müssen. Aus meiner Sicht stehen die Chancen gut, dass sich die Parteien hinsichtlich des Zustimmungsquorums für verfassungsändernde Volksentscheide bald einig werden.

Außerdem will die SPD das Wahlalter für die Teilnahme an Landtagswahlen auf 16 Jahre absenken.

Auf Bundesebene gibt es in der derzeitigen Regierungskonstellation leider keine Chance, die Beteiligungsrechte zu modernisieren. Denn zur Einführung von Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid, wie sie die SPD seit 1993 bereits in zwei Gesetzentwürfen gefordert hat, bedürfte es einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen in Bundestag und Bundesrat. Diese kommt jedoch nicht zustande, solange die CDU/CSU-Fraktion das Vorhaben ablehnt.

Die SPD wird das Thema aber nach der Bundestagswahl erneut auf die politische Tagesordnung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Beckmeyer
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Frage zum Thema Umwelt
18.02.2009
Von:

Sehr geehrter Mdb Beckmeyer,

zum Schutze der Umwelt und als Konsequenz auf das stets aktuelle Thema Klimawandel sind spritsparende Autos mit weniger Kohlenstoffdioxidausstoß in aller Munde.
Jedoch sind die Fahrzeuge des Fuhrparks des Bundestages mit einem Ausstoß von nahezu 200g CO2 / km alles andere als umweltfreundlich.
Sollte nicht gerade die Politik mit gutem Beispiel vorangehen?
Mich würde interessieren, wie Sie als Mitglied des Verkehrsausschusses und Fachsprecher für Verkehr dieses Problem angehen bzw. beheben möchten.

Würden Sie sich für Fahrzeuge mit deutlich geringerem CO2 Ausstoß in der Dienstwagenflotte des deutschen Bundestages einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen
J.
Antwort von Uwe Karl Beckmeyer
2Empfehlungen
19.02.2009
Uwe Karl Beckmeyer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ich gebe Ihnen völlig Recht: Die Glaubwürdigkeit des Bundes in der Klimapolitik muss sich am eigenen Verhalten beim Beschaffungswesen messen lassen.

Die Kommission des Ältestenrates für Innere Angelegenheiten des Bundestages wird sich demnächst mit diesem Thema befassen. Eine Entscheidung steht hier noch aus.

Der Deutsche Bundestag und die Fraktionen sind grundsätzlich darum bemüht, einen vernünftigen Ausgleich zwischen den verschiedenen Anforderungen zu erzielen, die an den Fahrdienst des Deutschen Bundestages gestellt werden.

Dies gilt im Übrigen auch für die Bundesregierung, die in ihrem Zuständigkeitsbereich dafür Sorge trägt, die Zahl ihrer Dienstfahrzeuge mit Diesel-Motor, die mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet sind, kontinuierlich zu erhöhen. Bei Neubeschaffungen kommen ausschließlich Fahrzeuge in Betracht, die besonders schadstoffarm sind und strengste Abgasanforderungen einhalten. In allen Bundesministerien werden Dieselfahrzeuge nur noch mit Rußpartikelfilter neu in den Fuhrpark aufgenommen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Beckmeyer
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.02.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Beckmeyer,

wir wohnen direkt an der Bahntrasse Bremen-Bremerhaven in Bremen-Walle. Auf dieser Trasse fahren teilweise bis zu 100 Güterzüge täglich von und nach Bremerhaven. Von dieser Bahntrasse gehen seit 5 Montaen vermehrte Belästigungen durch Lärm und Vibrationen aus. Das ganze Haus vibriert wenn auf dieser Trasse Güterzüge vorbeifahren. Es sind Risse im Gebäude entstanden vom Keller bis zum Dachgeschoß. , die vorher nicht vorhanden waren. Leider hat die DB-Netz AG in Bremen es bisher nicht einmal für nötig gefunden, auf unsere Briefe zu reagieren.
Ich würde nun gerne wissen :
Ist dieses Problem den Politikern bekannt?
Gibt es Planungen zur Immisionenreduzierung?
Welche Behörde fühlt sich zuständig für derartige Angelegenheiten?
Ist es der Politik (also den Abgeordneten) überhaupt wichtig, wie es den Anwohnern von Bahnstrecken geht oder zählt nur noch das Wirtschaftswachstum?

Es wäre schön, wenn Sie darauf einmal antworten könnten.
Mit freundlichem Gruss
Antwort von Uwe Karl Beckmeyer
3Empfehlungen
05.03.2009
Uwe Karl Beckmeyer
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben.

Mir ist die Lärmproblematik an der Bahnstrecke insbesondere im Stadtgebiet Bremen durch viele Gespräche mit Anwohnerinnen und Anwohnern gut bekannt.

Ich habe mich daher mit der Bitte an das Eisenbahn-Bundesamt gewandt, die Lärmbelastung vor Ort sowie fortdauernde Erschütterungen hervorgerufen durch den Schienenverkehr dringend zu prüfen.

Ich melde mich wieder bei Ihnen, sobald mir hier eine Antwort vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Beckmeyer
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Frage zum Thema Finanzen
05.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Beckmeyer!
Mich würde interessieren, warum Sie und eine Vielzahl anderer Bundestagsabgeordneter Nebentätigkeiten ausüben? Fühlen Sie sich vom "Souverän" schlecht bezahlt, oder haben Sie das Gefühl, dass Ihre eigentlich wichtige Tätigkeit zum Wohle der Bürger in diesem Land Sie nicht voll auslastet? Eigentlich wurden Sie ja dafür gewählt! Wenn ich sehe, dass Lobby-Politiker der Finanzdienstleister, wie Ihr Parteifreund Herr Riester über 61 Nebentätigkeiten angeben,. dann stimmt mich das sehr bedenklich! Eigentlich kann man von unseren Abgeordneten den vollen Einsatz erwarten, da sie sich ja für diese Aufgabe wählen lassen und einen Eid geleistet haben. Oder ist das alles nur makulaturartiges Prozedere!

Mit freundlichen Grüßen

Bremerhaven Leherheide
Antwort von Uwe Karl Beckmeyer
6Empfehlungen
09.03.2009
Uwe Karl Beckmeyer
Sehr geehrter Herr ,

als Abgeordneter des Deutschen Bundestages nehme ich meine Aufgaben sehr ernst, sowohl meine Arbeit in der Verkehrspolitik als auch die Vertretung der Belange meines Wahlkreises.

Gerade aus diesem Grund bin ich gebeten worden, im Interesse des Landes Bremen Mitglied in den Aufsichtsgremien zweier Bremer Unternehmen zu werden.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Beckmeyer
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Frage zum Thema Finanzen
20.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Beckmeyer,

in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung der SPD-Bundrestagsfraktion unter dem Titel "PPP-Projekte als Finanzierungsinstrument beim Bau von Bundesfernstrassen staerken" schreiben Sie:

"Die Politik hat sich bewusst dafuer entschieden, dem
oeffentlichen Schuldenmachen enge Grenzen zu setzen und im Zuge
der Foederalismusreform II eine Schuldenbremse im Bundeshaushalt
einzufuehren. Die Moeglichkeiten der oeffentlichen Haushalte,
Infrastrukturprojekten auf Kosten zukuenftiger Generationen
durch Schulden zu finanzieren, werden damit zu recht begrenzt."

Diesen Satz verstehe ich nicht. Können Sie mir bitte erklären, was der Unterschied zwischen der Zahlung des Kapitaldienstes für öffentliche Schulden einerseits und den lfd. künftigen Zahlungen bei PPP-Projekten andererseits im Hinblick auf die Belastung künftiger Generationen ausmacht, außer vielleicht der vom Bundesrtechnungshof angeführten Tatsache, dass letztere in der Regel höher sind?

Mit freundlichem Gruß

Völklingen
Antwort von Uwe Karl Beckmeyer
1Empfehlung
24.03.2009
Uwe Karl Beckmeyer
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachfrage zu unserer Pressemitteilung.

Wie PPP-Projekte im Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen zu verbuchen sind, wurde von Eurostat – dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften - festgelegt. Entscheidend bei der Verbuchung von Schulden von PPP-Projekten ist die Risikoverteilung zwischen öffentlicher Hand und privaten Unternehmen. Demnach ist ein PPP-Vorhaben dann nicht der öffentlichen Verschuldung zuzurechnen, wenn der Bau und das Ausfall- oder das Nachfragerisiko dem Privaten übertragen wurde.

Trotz aller positiven Impulse: Nicht jedes dringend benötigte Projekt kann über PPP verwirklicht werden. Grundlage für die Durchführung eines jeden PP-Projektes ist die nachgewiesene Wirtschaftlichkeit der Maßnahme. Das fordert das Haushaltsrecht in Verantwortung für künftige Generationen, die nicht die Zeche für eine unreflektierte PPP-Euphorie zahlen dürfen.

Aber: PPP schafft Kostenwahrheit. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung im Rahmen der Vorbereitung eines PPP-Vorhabens führt dazu, dass die tatsächlichen Lebenszykluskosten öffentlicher Wirtschaftsgüter endlich transparent werden.

Dass durch eine vernünftige Risikoverteilung über Public Private Partnership Effizienzgewinne realisiert werden können, zeigt die Auswertung der ersten PPP-Projekte mit Vertragsabschluss in Deutschland.


Mit freundlichen Grüßen

Uwe Beckmeyer
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