Ulla Jelpke (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Ulla Jelpke
© Die LINKE
Geburtstag
09.06.1951
Berufliche Qualifikation
Journalistin, Diplom-Soziologin, Volkswirtin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Dortmund II
Ergebnis
10,6%
Landeslistenplatz
2, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
Ich bin nicht der Ansicht, dass "abgeordnetenwatch" das geeignete Forum ist, um taktische Einzelfragen zu erörtern, die in den Diskussionen innerhalb der Friedensbewegung natürlich eine wichtige Rolle spielen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Ulla Jelpke
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Jelpke,
Ich möchte Ihnen gerne ein paar Fragen über ein sehr wichtiges und von den Politikern oft vernachlässigtes Thema stellen.
Und zwar geht es um die meiner Meinung nach unzureichende Demokratie in Deutschland und insbesondere um die Diskriminierung politischer Minderheiten durch die 5%-Hürde.
Wie ich aus zahlreichen Berichten entnehmen konnte, ist DIE LINKE gegen eine solche Klausel, auch auf Bundes- und Landtagsebene. Doch ich würde gerne von Ihnen mehr über die Position und vor allem über die aktuellen Aktivitäten Ihrer Partei erfahren.
Ich fand es schon immer ungerecht, dass Parteien, die die 5% nicht schaffen, keinen einzigen Sitz bekommen dürfen, um ihre Wähler angemessen zu vertreten. Außerdem macht mir Sorgen, dass Wähler, die wissen, dass ihre Lieblingspartei es nicht in das jeweilige Parlament schafft, einfach eine große Partei wählen- da sind mir zu viele taktische Überlegungen im Spiel. So etwas führt auch zur Politikverdrossenheit.
Deshalb habe ich mich gefreut, dass das Verfassundsgericht die 5%-Hürde für das Europäische Parlament gekippt hat. Ich freute mich auch über die Anmerkung von Ihrem Genossen Gregor Gysi, der versprach, auch gegen eine 5%-Hürde für Deutschland zu klagen. Danach habe ich allerdings nichts mehr von dieser Klage gehört.
Jetzt kommen meine Fragen an Sie: Wissen Sie, ob ihre Partei tatsächlich gegen die 5%-Hürde klagen wird, und wenn ja, dann wann? Was ist Ihre persönliche Einschätzung: Ist diese Klage aussichtsreich oder nicht? Gibt es so etwas wie eine Unterstützungsseite, auf der Bürger die Klage mit ihren Unterschriften (und vielleicht auch finanziell) unterstützen und sich klar gegen die 5%-Hürde aussprechen können? Wenn es solch eine Seite nicht gibt (was ich vermute), könnten Sie, als unsere Vertreterin im Deutschen Bundestag, ihre Partei dazu bringen, so ein Projekt zu starten?
Ich hoffe, dass dieser unnötige Störfaktor unserer Demokratie endlich abgeschafft wird!
Mit freundlichen Grüßen,
M.
Antwort von Ulla Jelpke
1Empfehlung
02.05.2012
Ulla Jelpke
Sehr geehrter Herr ,

ich stimme mit Ihnen in der Ablehnung der Fünfprozenthürde bei Wahlen völlig überein. Bei dieser Hürde handelt es sich um ein undemokratisches Relikt, das Wahlergebnisse durch den Ausschluss vieler Wählerinnen und Wähler aus der parlamentarischen Vertretung verzerrt, den Wählerwillen durch den damit ausgeübten Zwang zum taktischen Wählen verfälscht und so letztlich Politikverdrossenheit bestärkt.

Das Verfassungsgerichtsurteil vom vergangenen Jahr gegen die Fünfprozenthürde bei der Wahl zum Europäischen Parlament war daher ein Schritt in die richtige Richtung.

Unserer Meinung nach ist der Gesetzgeber nun gefragt, nicht nur für die Europawahl sondern in der Konsequenz auch für die Wahlen zu den Landtagen und dem Bundestag entsprechende Gesetzesänderungen vorzunehmen.

DIE LINKE hat daher im Februar einen Gesetzesantrag zur Änderung des Bundeswahlgesetzes mit dem Ziel der Abschaffung der Fünfprozentklausel eingebracht (Drucksache 17/8790).

Eine Klage unsererseits gegen die Fünfprozenthürde auf Landes- und Bundesebene steht zur Zeit nicht an.

mit freundlichen Grüßen,
Ulla Jelpke
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Inneres und Justiz
25.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Jelpke,

alle anwesenden Sachverständigen in der öffentlichen Anhörung des Innenausschusses am 21. Mai 2012 zu den Bundestagsdrucksachen 17/2130 und 17/7732 haben überinstimmend berichtet, dass diese Anträge bis auf einzelne Unterpunkte Unsinn sind.

Haben Sie die Argumente der Sachverständigen verstanden und konnten Sie diesen folgen?

Befürworten Sie trotz ablehnender Haltung der Sachverständigen die Anträge nach wie vor?

Falls ja, weshalb?

mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 11 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Ulla Jelpke
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.