Sehr geehrter Herr

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naturgemäß ist der direkte Einfluss der Lokalpolitik auf die globale Finanzwirtschaft bzw. -politik recht beschränkt. Das gilt auch für die "oberste Liga" der kommunalen Ebene -vielen Dank für die "Blumen". Diese Fragen werden vor allem auf der Landes- und Bundesebene - zunehmend auch auf europäischer Ebene und in globalen Gremien wie IWF etc. befaßt und entschieden. Das spekulative Element der Akteure an den Finanzmärkten nimmt bedauerlicherweise in erschreckendem Maße zu wie das aktuelle Beispiel Griechenland zeigt.
Meine Partei, die SPD , setzt sich auf Bundesebene für eine Regulierung der internationalen Finanzmärkte ein, um die Spekulation zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger zu unterbinden oder zumindest einzudämmen. Auch gibt es von der SPD Vorschläge zur Besteuerung von Finanztransaktionen. Das angestrebte Steueraufkommen soll in die Volkswirtschaft reinvestiert werden. Aber wir haben alle gemeinsam die Chance, auch auf lokaler Ebene aktiv zu werden. Denn als Verbraucherinnen und Verbraucher haben wir eine gewisse Marktmacht. Als Kunden von örtlichen Sparkassen oder Genossenschaftsbanken können wir lokale Strukturen und eine solide Finanzpolitik der Kreditwirtschaft stärken. Das ist bedauerlicherweise aber regional unterschiedlich. Beispiele aus dem Rheinland zeigen, dass man schon genau hinschauen muss.
Und durch den Kauf von fair produzierten und gehandelten Produkten können wir darauf hinwirken, dass faire Arbeitsbedingungen vor Dumpinglöhnen und Profit gehen.
Es freut mich, dass Dortmund zweimal zur Hauptstadt des fairen Handels in Deutschland gewählt wurde und mittlerweile als Fair Trade Town auch auf europäischer Ebene mitmischt. Es macht mich stolz in einer Stadt zu leben und zu arbeiten, in der so viele Menschen ehrenamtlich aber auch zunehmend hauptamtlich im fairen Handel aktiv sind.
MfG Ihr Ullrich Sierau