Kleine Gegenfrage: Wer verbirgt sich hinter


?
Es wird doch nicht DER

aus dem berühmten Hollywoodfilm "Der Clou" sein. Oder ist er auferstanden?
Also, ich bin zwar Kandidat, aber dennoch kein Freiwild für anonyme Fragesteller/-innen.
MfG Ullrich Sierau
P.S.: Gerne bin ich bei Entanonymisierung bereit dazu einiges zu sagen, vom Sparkonzept für die Stadt bis hin zur Gemeindefinanzreform generell.
Ergänzung vom 06.05.2010
Ohne Zweifel ist die Haushaltslage in Dortmund sehr schwierig. Dazu hat es übrigens auch im letzten Wahlkampf immer wieder Aussagen gegeben. So habe ich z.B. die strukturelle Unterfinanzierung aller bzw. der meisten kommunalen Haushalte angesprochen. Auch die wachsende Schuldenlast in Dortmund war z.B. ein Thema bei der Antwort auf eine Frage bei abgeordnetenwatch. Ich habe auch darauf hingewiesen, dass wir finanziell schweren Zeiten entgegen gehen und die vielen Wünsche nicht werden befriedigen können (Westfälische Rundschau und WAZ im Juli 2009). In der aktuellen Situation ist zumindest zu erkennen, dass die strukturelle kommunale Unterfinanzierung nicht mehr geleugnet wird. Offenbar macht der NRW-Landtagswahlkampf es sogar möglich, dass die aktuelle Landesregierung finanzielle Hilfen für die Kommunen in Aussicht stellt. Leider vor dem traurigen Hintergrund, dass Herr Rüttgers und CDU wie FDP die nordrhein-westfälischen Kommunen in den letzten Jahren sehr stiefmütterlich behandelt haben.
In jedem Fall ist eine Reform der Gemeindefinanzen dringend notwendig. Am Ende muss das Konnexitätsprinzip gelten: "Wer bestellt der bezahlt". Es muss Schluß sein damit, dass wir von Land und Bund immer mehr Aufgaben ohne entsprechende finanzielle Mittel übertragen bekommen.
Für die Stadtverwaltung Dortmund habe ich als Oberbürgermeister Haushaltswahrheit und -klarheit zum Leitmotiv erklärt. Diese Transparenz wird sowohl von Ratspolitik als auch von Medien und Öffentlichkeit begrüßt. Jörg Stüdemann setzt als neuer Kämmerer diese Grundsätze um. Wir machen z. B. demnächst auch Bürgerforen zum Thema Haushalt, um die Lage darzustellen und zu erörtern.
Schon beim Nachtragshaushalt 2009 sind von der Ratspolitik auf Vorschlag der Verwaltung bzw. aufgrund von Fraktionsanträgen vielfältige Beschlüsse gefaßt worden, die auch in den Jahren 2010 ff. Wirkung zeigen werden. Bei den Haushaltsberatungen für den Entwurf 2010 wird es weitere Einsparvorschläge geben müssen. Wir müssen auch den Beitrag der kommunalen Unternehmensfamilie zur Haushaltkonsolidierung in die Erörterung einbeziehen. Die Verwaltung muss von innen nach außen sparen, d.h. interne Bürokratie muss abgebaut werden.
Gleichwohl: Bereits als Oberbürgermeister habe ich in der Haushaltsklausur des Verwaltungsvorstandes Anfang November 2009 deutlich gemacht, dass bei der Konsolidierung sechs Politikfelder möglich "ungeschoren" bleiben sollen:
- Sicherung uind Schaffung von Arbeit
- Stärkung des Wirtschaftsstandortes und Entwicklung der Wirtschaft
- Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen
- Sicherung eines attraktiven Bildungsangebotes
- Erhalt der sozialen Balance in der Stadt
- Förderung des Ehrenamtes und des zivilen Engangements in Dortmund
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Dortmunder Haushalt hart getroffen. Wir werden die eher mageren Jahre nutzen müssen, um auch mit neuen (Finanzierungs-)Instrumenten durch die Krise zu kommen.
MfG Ihr Ullrich Sierau